Cherry Audio Mercury-8: Die ultimative Jupiter-Emulation?
Cherry Audio Mercury-8 emuliert den Jupiter-8. Das ist aber nicht alles: Der Software-Synthesizer bietet jede Menge neue Funktionen und ist sogar mit der Hardware kompatibel!
Alles über Cherry Audio Mercury-8
Cherry Audio Mercury-8
Mittlerweile hat Cherry Audio ja so ziemlich jeden großen analogen Synthesizer-Klassiker als Plugin herausgebracht; der Roland Jupiter-8 gehörte bisher nicht dazu. Das ändert sich heute: Mit Mercury-8 präsentiert der Entwickler seine Version einer Jupiter-8-Emulation. Aber brauchen wir wirklich noch einen virtuellen JP8? Die beeindruckende Feature-Liste des neuen Plugins lässt nur einen Schluss zu: ja!
Laut Cherry Audio kam neueste Modeling-Technologie zum Einsatz, um das Verhalten der Schaltkreise des legendären Vintage-Synthesizers mit bisher unerreichter Präzision nachzubilden. Dazu gehören die Oszillatoren des Jupiter genauso wie die Hochpass- und Tiefpassfilter, die die Filterkurven des Originals authentisch abbilden sollen und sich zwischen 12 und 24 dB/Oct. umschalten lassen.
Regelbare Analog-Drift- und Condition-Parameter lassen den Synthesizer auf Wunsch virtuell altern und sorgen für leichte Abweichungen der Oszillatoren, Filter, VCAs und Hüllkurven. Außerdem gibt es einen Multi-Voice-Modus, in dem sich das Verhalten jeder einzelnen Stimme in Bezug auf Stimmung, Panning, Filter und Hüllkurven separat einstellen lässt.
Apropos Stimmen: Cherry Audio hat es sich nicht nehmen lassen, die Polyphonie drastisch zu erhöhen. Mercury-8 ist als bitimbraler Dual-Layer-Synthesizer konzipiert, wobei pro Layer je 16 Stimmen zur Verfügung stehen. Auch Split-Konfigurationen sind möglich.

Jede Menge Modulation und Effekte
Neben zwei ADSR-Hüllkurvengeneratoren stehen zwei synchronisierbare LFOs bereit. Eine Modulationsmatrix mit vier Slots ermöglicht die flexible Zuweisung von 25 Modulationsquellen zu 43 Zielen.
Natürlich ist auch ein Arpeggiator integriert, der neben herkömmlichen Patterns auch Funktionen wie Leap, Order, Random und Swing beherrscht. Darüber hinaus gibt es einen polyphonen Step-Sequencer mit 4 × 16 Steps.

Die am unteren Rand angeordnete Effektsektion ist aus Cherry Audio Trident Mk III bekannt und bietet 18 Effekte, die sich flexibel zu Effektketten zusammenstellen lassen. Der Austausch von Effekteinstellungen zwischen Mercury-8 und Trident MkIII ist möglich.
Der Software-Synthesizer wird mit über 600 Presets ausgeliefert, die sich über einen komfortablen Browser leicht auffinden lassen. Darunter sind auch präzise Nachbildungen der 64 Original-Presets des Jupiter.
Kompatibel mit dem Original
Und als wäre das alles noch nicht genug, bietet Cherry Audio Mercury-8 eine Funktion, die es meines Wissens bisher bei keiner anderen Emulation gab. Der Software-Synthesizer kann Patches mit dem Hardware-Original per SysEx austauschen. Dafür muss der Hardware-Jupiter mit dem MIDI-Retrofit-Kit von Encore Electronics ausgestattet sein.
Cherry Audio Synth Stack 6
Zeitgleich mit Mercury-8 veröffentlicht Cherry Audio eine neue Version des großen Bundles Synth Stack. Neu in Synth Stack 6 sind die Plugins KR-55C Drum Machine, Yellowjacket, ODC2800, Crumar Spirit, Trident Mk III und Mercury-8. Insgesamt enthält das Bundle nun 36 Software-Instrumente – das ist schon fast auf V-Collection-Niveau!
Preise und Daten zum Plugin
Cherry Audio Mercury-8 ist ab sofort bei Thomann* für 69,- € erhältlich. Synth Stack 6 kostet bei Thomann* 599,- €.
Der Software-Synthesizer läuft auf macOS 10.13 oder höher und Windows 7 oder höher in den Formaten AU, VST, VST3, AAX und standalone.
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