von stephan | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

 ·  Quelle: Walrus Audio

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Es scheint, als hätte das Entwickler-Team das Distortion-Fieber gepackt. Nach dem erst kürzlich im September veröffentlichten ERAS folgt nun ein weiteres High-Gain-Distortion-Pedal. Mit dem Walrus Audio Iron Horse V3 geht der Hersteller in die dritte Runde. Dann wollen wir mal schauen, was sich alles verändert hat.

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Walrus Audio Iron Horse V3

Wer es nicht kennt: Iron Horse ist Walrus Audios Version einer klassischen, fetten, druckvollen, rauen Distortion-Schaltung, die auf dem legendären LM308-Chip basiert. Den meisten von uns wird sie in der Ursprungsform als haariges Nagetier bekannt sein. 2017 hatte der Hersteller das Regelverhalten seines Schaltkreises für Version 2 überarbeitet und damit auf die Wünsche seiner Kundschaft reagiert. Lobenswert!

Was ist neu?

Besitzer der Vorversion kennen die drei Distortion-Modi, die mit einem Hard-Clip-Schalter wählbar sind. Dieser Schalter wurde nun durch einen Blend-Regler ersetzt, wodurch sich ganz neue klangliche Möglichkeiten ergeben.

Wenn der Regler ganz nach links gedreht ist, wird die Distortion durch Silizium-Clipping-Dioden erzeugt, die eine starke Kompression bewirken. Dreht man den Regler ganz nach rechts, kommt LED-Clipping mit weniger Kompression zum Einsatz. In der Mittelstellung werden die Silizium- und LED-Clipping-Dioden gemischt. Durch das variable Verhältnis lassen sich nun auch komplexe Clipping-Sounds einstellen.

Transparent bis over the top

Durch diesen Si/LED-Regler und den weiten Regelbereich des Distortion-Reglers liefert das High-Gain-Pedal sogar fein abgestimmte, transparente Overdrive-Sounds. Lässt man die Zügel los, bricht ein echtes Distortion-Gewitter los. Ein kleinen Hinweis gibt uns Walrus Audio mit auf den Weg:

Da der Si/LED-Regler das interne Gain und das Clipping-Verfahren beeinflusst, verhalten sich auch die anderen Regler geringfügig anders. Je nachdem, wie der Regler eingestellt ist, sollte die Ausgangslautstärke mit dem Level-Regler nach oben oder unten angepasst werden. Mit anderen Worten: Folgt einfach euren Ohren und alles wird gut.

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Soft-Switch-Bypass

Das Pedal ist made in USA. Die oben liegenden Anschlussbuchsen, der True Bypass mit Soft-Switch-Relais-Schaltung und das Artwork von David Hüttner runden den positiven Gesamteindruck ab. Das klingt doch nach einer praxistauglichen Distortion-Maschine, findet ihr nicht auch?

Halloween Edition

Es gibt auch eine limitierte Halloween-Version mit einer handgezeichneten Grafik von Corinne Alexandra. Sie kostet das Gleiche wie die Standardversion, aber ihr bekommt statt des Gauls ein gruseliges Kunstwerk.

Preis

Das Walrus Audio Iron Horse V3 kostet 209 Euro*.

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