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Waldorf Attack - die Instrumenten Ansicht  ·  Quelle: waldorf-music.info

Waldorf Attack - die Pads zum Spielen sind angenehm groß gehalten  ·  Quelle: waldorf-music.info

Waldorf Attack - die Song Arrangement Ansicht erlaubt das Arbeiten per Drag and Drop  ·  Quelle: waldorf-music.info

Möglicherweise erinnert sich mancher noch an den originalen Waldorf Attack. Der im Jahr 2001 vorgestellte Percussion Synthesizer entwickelte sich damals schnell zu einem beliebten Tool, zumal die Anzahl an verfügbaren virtuellen Klangerzeugern dieser Art damals noch recht überschaubar war. Jetzt hat Waldorf dem Attack neues Leben eingehaucht und den Klassiker auf die iOS Plattform gehievt.

Erfreulich daran ist, dass Waldorf es bei der Portierung nicht bei dem bisherigen Funktionsumfang beließen, vielmehr wurde Attack dahingehend erweitert, dass sich nun komplette Track damit erstellen lassen. Zu diesem Zweck wurde der Klangerzeuger um einen umfangreichen, Pattern-Sequencer und einen per Drag and Drop bedienbaren „Song Arrangement Mode“ erweitert.

Doch der Reihe nach, was genau bietet der Attack dem geneigten iOS-Musiker denn nun genau? Insgesamt stehen der Klangerzeugung 24 Instrumente zur Verfügung, wobei ein Instrument in diesem Fall sowohl ein Drum-Sound oder beispielsweise auch ein Bass-Synth darstellen kann. Da diese Instrumente nicht Sample-basiert arbeiten, können die Synthese-Parameter denn auch frei nach Belieben angepasst werden. Der integrierte 24-kanalige Mixer bietet jederzeit den direkten Zugriff auf die Lautstärke der verfügbaren Instrumente.

Zum Verfeinern der Sounds hat Waldorf dem Attack ganze vier eigenständige gut bestückte FX-Einheiten verpasst. Diese bieten Delay, EQ und Drive sowie Phaser, Flanger und Chorus. Ein algorithmisches Reverb sowie ein Kompressor für das Summensignal machen das Paket komplett. Eine weitere Besonderheit stellt übrigens der bereits aus Waldorfs Nave und dem nw-1 Synthese-Modul bekannte Text to Speech Phrase Vocoder dar. Dieser findet sich nun auch im Attack als feine Ausstattungsdreingabe wieder.

Damit Attack auch mit seiner Umwelt interagieren kann, hat Waldorf netterweise an die Einbindung  der gängigsten iOS-Schnittstellen gedacht. So wird neben Audiobus und Core MIDI auch Inter App Audio unterstützt. Die eigenen Kompositionen können im Übrigen als WAV-Datei exportiert und sodann via iTunes File Sharing auf die heimische DAW übertragen werden.

Die Idee, einen Klassiker wie den Attack für iOS wieder zu beleben, gefällt. Insgesamt betrachtet scheint Waldorf bei der Überarbeitung alles richtig gemacht zu haben, das schlüssige Bedienkonzept und der Klang versprechen auf jeden Fall Spaß beim mobilen Schrauben an Tracks. Verfügbar ist Attack ab sofort in Apples App Store, derzeit gilt noch der vergünstigte Kurs von 14,99  Euro, ab dem 26.06 liegt der Preis dann bei 19,99 Euro. Zur Website des Attack geht’s hier lang.

 

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