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Vermonas Neuer, ein ausgewachsener Mono Lancet?  ·  Quelle: Youtube / sonicstate

Der Vermona ’14 ist ein subtraktiver, analoger Synthesizer. Gewissermassen handelt es sich bei Vermonas neuestem Streich um eine zum Keyboard ausgewachsene Variante des Mono Lancet. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich aber dann doch schnell, dass die Möglichkeiten zur Klangformung beim ’14 weitaus umfangreicher sind.

Der Look des Vermona ’14 gefällt auf Anhieb. Mit seinem blau lackierten Gehäuse und den Seitenwangen aus Holz wirkt der Synthesizer recht klassisch. Die perlmutt-farbenen Poti-Kappen hingegen sind Geschmacksache und wirken meiner Meinung nach nicht sonderlich wertig. Die Ausstattung scheint mir recht üppig zu sein, nahezu jeder Parameter kann über ein eigenständiges Bedienelement angefasst werden. Der Vermona ’14 verfügt über 44 Tasten, spielbar ist er bauartbedingt lediglich monophon.

Zur Grundausstattung des Synthesizers zählen zwei wahlweise synchronisierbare VCOs. Diese bieten jeweils Sinus, Sägezahn und Rechteck. Dabei darf natürlich auch die Möglichkeit zur Pulsbreitenmodulation (PWM) nicht fehlen. Beiden VCOs steht auch ein Sub-Oszillator zur Seite. Hier ist jedoch die Schwingungsform fest vorgegeben: einmal Sinus, einmal Rechteck.

Bei den Oszillatoren findet sich auch eine weitere kleine Besonderheit. Beide verfügen über Coarse und Fine Regler. Das ist erstmal nicht spektakulär; allerdings rasten die Coarse-Potis nicht in der Mittenposition ein, vielmehr verfügen sie über einen kleinen Bereich, in dem die Bewegung der Potis keinen Einfluss auf die Tonhöhe hat. Dadurch lässt sich die Tonhöhe fließend sanft und ohne störende Sprünge verändern.

Zusätzlich zu dem über sechs unterschiedliche Schwingungsformen verfügenden LFO gibt es auch noch einen speziellen Vibrato-LFO. Dieser wirkt sich direkt auf die Tonhöhe der Oszillatoren aus und kann wahlweise für einen der beiden VCOs, aber auch für beide zugleich zugeschaltet werden.

Die von den beiden VCOs sowie den Sub-Oszillatoren kommenden Signale werden mit Hilfe eines Mixers zusammengeführt. Hier kann dann auch ein externes Signal sowie Noise beigemischt werden. Reißt man die Potis des Mixers zu sehr auf, kann man die Signale anzerren und ihnen dadurch etwas mehr Durchsetzungskraft verleihen. Ein einfaches, aus drei LEDs bestehendes Level-Meter soll dabei helfen, den Pegel im Blick zu behalten.

Beim Filter des ’14 handelt es sich um ein resonanzfähiges Low-Pass Filter. Die Flankensteilheit des klassisch aufgebauten Ladder-Filters ist zwischen 12, 18 und 24 dB pro Oktave umschaltbar.

Mit Hilfe der beiden komplett eigenständigen Envelope-Generatoren (EGs) ist es möglich, die Hüllkurven des Signals weitreichend zu formen. Während EG 1 sich auf die beiden VCOs sowie das Filter auswirkt, beeinflusst EG 2 den VCA vor dem Ausgang des Synthesizers. Ein Arpeggiator und ein Sequencer runden die Ausstattung dieses Synthesizers ab. Grundsätzlich spricht das Konzept des ’14 eher den spontanen Sound-Schrauber an. Speicherplätze zur Verwaltung von Presets sucht man hingegen vergeblich.

Voraussichtlich soll der Vermona ’14 im 2. Quartal dieses Jahres verfügbar sein. Eine Listung im Fachhandel konnte ich bisher nicht finden. Genauso wenig wie einen konkreten Verkaufspreis. Auch auf der Website des Herstellers sind noch keine Informationen verfügbar. Etwas seltsam, mal sehen, was sich da die nächsten Wochen so tut.

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