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tubbutec-sh-1oh1  ·  Quelle: tubbutec .de

Was ist zu tun? Der Prozessor muss getauscht werden.  ·  Quelle: tubbutec .de

Der Berliner Tubbutec hat sich auf die Modifikation und MIDIfizierung von älteren Synthesizern spezialisiert. Nach Polysix und Co. ist nun Rolands SH-101 an der Reihe, mehr als „nur MIDI“ zu bekommen. Nach dem Umbau, den man direkt dort oder selbst machen kann, beherrscht der „SH-1oh1“ ganze 32 Sequenzen mit 120 Noten statt bisher nur einer, er besitzt einen MIDI Eingang und Ausgang und sendet auch die Daten des Sequencers an die Außenwelt.

Der Sequencer besitzt einen Song-Modus, der eine selbstprogrammierte Reihenfolge der 32 Sequenzen erlaubt. Außerdem bekommt er noch einige zusätzliche Abspielarten. Natürlich gilt dies auch für den Arpeggiator. Darüber hinaus bekommt er eine kleine Decay-Hüllkurve für die Betonung, die auf Filter und Lautstärke wirken kann. Gegenüber der schon etwas betagten „Novamod“ von Philip Pilgrim erhält er auch eine zweite ADSR-Hüllkurve, die das Filter steuert.

Um dem SH mehr Leben einzuhauchen, hat Tubbutec auch eine flexible Steuerung durch die Anschlagdynamik integriert. Es sind ganze 9 Ziele, die dadurch gesteuert werden können. Außerdem können weitere Controller nun das Filter, die Tonhöhe und den LFO steuern.

Der Umbau ist nicht kompliziert, man muss jedoch einen Chip wechseln und ein paar Löcher bohren. Das Komplexeste, was man zu tun hat, ist die CPU auszulöten. Wer sich das nicht zutraut, sollte sein Gerät lieber einschicken. Die Novamod wird weiter funktionieren, auch wenn man sich für „1oh1“ entscheidet. Der direkte Bruder des SH-101, die MC-202 wird kein Upgrade bekommen, da dort die Bauteile zu eng vergebaut sind – technisch denkbar ist es jedoch durchaus. Ein heutiges einfaches MIDI-Interface kostet gut 200 Euro, das komplette Angebot von Tubbutec kostet 189 Euro. Das dürfte ein No-Brainer sein, wie der geflügelte Sachse sagt.

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