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Oberheim Gibson

Oberheim Gibson  ·  Quelle: Sequencer.de

Nach Dave Smith von Yamaha seinen Namen Sequential zurück bekam, hat auch Gibson beschlossen, Tom seinen „Namen“ als Firma zurück zu geben.

Eine ziemliche Sensation kommt jetzt in dieser Stunde von Gibson, dem Gitarren-Hersteller, der den Namen Oberheim seit dem Matrix 12 und dem Xpander übernommen hat und bis hin zu dem Verleih des Namens an eine italienische „Billigfirma“, die ziemlich gesichtslose Masterkeyboards herstellte unter dem Namen. Es gab nach Oberheims Fortgang nur den OB12, der von Viscount entwickelt wurde und nicht mit Tom zu tun hatte, danach wurde es dunkel aus der Sicht der Synthesizer-Freunde.

Der Name Oberheim und der Original-Schriftzug mit dem Notenlogo durfte von Tom nicht verwendet werden, weshalb er jedoch nach Namen wie Marion Systems und Seer dann einfach unter seinem Namen Tom Oberheim weiter machte und zunächst SEM-Module baute. Das passiert allerdings sehr spät, ggf. auch zu spät für Tom, um noch „das große Ding“ zu machen.

Nach über 30 Jahren sprachen Curleigh und Oberheim auf der letzten Winter NAMM 2019 über das Thema und Tom ist nun dankbar, dass das möglich gemacht werden konnte.

Das macht den neuen Ansatz von Gibson zumindest für Synthesizer-Menschen sympathisch.

Wir wünschen Tom eine gute Zeit mit dem Namen und hoffen, dass nach dem OB6 vielleicht noch ein toller neuer Synthesizer zu sehen sein wird, der möglicherweise auch noch in Planung sein könnte.

Tom Oberheim ist für seine Matrix-Serie, den OB-Xa und die 2,4 und 8-Voice Synthesizer bekannt, sie prägten die frühe Ära der polyphonen analogen Synthesizer und waren zudem Stilprägend für die Zeit, denn von Depeche Mode bis DAF haben sehr viele Acts Oberheim verwendet.

Noch ein Aspekt
Wie weitere Information belegt, so hat eine bekannte Firma, die seit einiger Zeit immer wieder von sich Reden macht den Namen Oberheim für sich markenrechtlich versucht zu verwenden. Dieser Streit ist nicht ohne Probleme für Gibson und wird es jetzt einer für eine Einzelperson sein, die eben keine große Firma mehr ist. Es ist daher möglich, dass die Registratur noch weitere Probleme mit sich bringt oder Streits, die mit dem längeren Atem zu tun haben könnten.

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Larifari
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„Oberheim“ wurde zu lange als Markenname nicht genutzt. Dementsprechend hat sich ein Unternehmen aus Willich den Namen eintragen lassen.
Gibson hat zwar Widerspruch eingelegt, ob man damit durchkommt ist jedoch fraglich.
Anyway…Tom hat ja jetzt das „Problem“.

https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/registerHABM?AKZ=016150724&CURSOR=14