von claudius | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Schöne Gitarre, aber die F-Löcher sind nicht echt  ·  Quelle: Meinl / Ibanez

Die Schaltung der Pickups ist mal etwas besonderer als normal  ·  Quelle: Meinl / Ibanez

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Seit 1991 ist Paul Gilbert bei Signature-Künstler bei Ibanez. Das letzte Modell war 2012 eine Fireman – eine Iceman mit invertiertem Body. Davor gab es ausschließlich Gitarren mit RG-Form. Auch die 1996 vorgestellte PGM800 war keine Ausnahme. Die Neuauflage PGM80P hat viele Features beibehalten, wirkt aber durch viele Feinheiten deutlich moderner.

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Es wird wieder ein leichter, natürlicher Esche-Body als Basis benutzt. Der Hals ist fünfteilig und besteht aus Ahorn und Walnuss im Verbund mit KTS Titanium. Der Non-Reversed Headstock ist auch in Esche gefertigt und geht somit für mich als Matching Headstock durch. Das Griffbrett ist wieder aus Palisander, allerdings nur mit 22 Bünden, anstatt der 24 Bünde im Vorgänger.

Beim Body sind auch wieder F-Löcher vorhanden. Oder besser gesagt: F-Loch-Aufkleber – quasi eine Mogelpackung fürs Publikum. Da Paul Gilbert das aber schon seit dem ersten Modell so zelebriert, lasse ich das gerade so durchgehen. Für mich gehört sowas eigentlich verboten, aber Geschmack ist Geschmack und da darf jeder seinen eigenen haben.

Ebenfalls neu sind die DiMarzio PAF Master Humbucker in Zebraoptik an Steg- und Halsposition. In der Mitte kommt ein DiMarzio PGM Singlecoil zum Einsatz. Die Schaltung ist etwas ungewöhnlich und dadurch sehr interessant. An den Extrempositionen sind jeweils die Humbucker allein aktiv, in der Mittelposition beide gleichzeitig. In den Zwischenpositionen sind jeweils der Singlecoil und die jeweilig anliegende Spule des Humbuckers aktiv. Das werde ich mir auf jeden Fall bei Gelegenheit mal anhören.

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Wie beim alten Modell ist auch hier wieder ein einziger Volume- und kein Toneregler verbaut. Dafür ist dieser passend zu den F-Loch-Imitaten in Schwarz gehalten. Auch bei der Hardware wurde rundum erneuert. Statt Gold gibt es bei der PGM80P nun alles in Silber. Als Brücke wurde diesmal die Wilkinson WV6-SB Tremolo Bridge gewählt und damit ist auch wieder ein Tremolo-Helbel am Start. Einzig der weiße Kunststoff-Endknubbel stört mich ein wenig und macht die Optik kaputt, hier wäre Creme etwas geschmackvoller gewesen. Notfalls lässt der sich aber sehr preiswert austauschen. Als Mechaniken kommen die Gotoh SG381 MG-T mit Locking-Funktion zum Einsatz, ein prima Gegenstück zu den nicht immer stimmstabilen Tremolos.

Die Ibanez Paul Gilbert Signature PGM80P-NT wird mit Premium Softcase ausgeliefert. Der Preis wird bei etwas mehr als 1000 Euro liegen. Der genaue Einführungstermin wurde noch nicht genannt, da das Modell aber schon auf der NAMM 2015 vorgestellt wurde, kann es nicht mehr lange dauern. Zum Abschluss noch das offizielle Video von Paul Gilbert über sein neustes Baby. Sehr sympathischer Zeitgenosse. :)

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