Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

 ·  Quelle: Kickstarter

Der The Windmiller Preamp von Aclam Guitars packt den einzigartigen rohen Klang von Pete Townshend und seinem Grampian 636, den er Mitte der 1960er-Jahre nutzte, in ein praktisches Bodentreter-Format. Ab jetzt auf Kickstarter!

The Who im Marquee Club 1967

Die Geschichte dieses neuen Vorverstärkers begann mit einem klassischen YouTube-Abend. Die Köpfe hinter Aclam Guitars waren auf der Suche nach altem Filmmaterial von The Who, als sie über einige Clips des 1967er Live-Auftritt im Marquee Club stolperten. Mitten im Schwelgen fiel der Blick plötzlich auf ein seltsames Gerät mit einem blinkenden Licht, das auf Pete Townshends Marshall Verstärkern saß. Was zum Teufel war das?

Grampian 636 Spring Reverb

Es dauerte nicht allzu lange, bis sie herausfanden, dass Pete circa 1966/1967 mehrere Grampian 636 Spring Reverbs in seinem Arsenal hatte. Und er benutzte sie als Sättigungswerkzeug! Zusammen mit einem voll aufgedrehten Marshall Verstärker erzielte er so seinen bahnbrechenden Klang.

I use a Granpiene [sic] reverb unit for distortion; it gives a kind of clear fuzz dirge. I like a slightly broken guitar sound.” [Pete Townshend. Guitar Player interview in 1967]

The Windmiller Preamp

So war es also beschlossene Sache: Der 636 Preamp sollte in ein praktisches Pedalformat eingekocht werden. Die Erwartungen sind groß, denn der Hersteller hat mit seinem Dr Robert (Overdrive für den Beatles Sound der späten 60s) sowie Cinnamon Drive (Overdrive-Sounds der 60s und 70s im Stil von Neil Young) bereits zweifach bewiesen, wie gut sie die Umsetzung seltener Preamps verstehen.

Nachdem sie ein gebrauchtes Original erwerben konnten, fanden Aclam heraus, dass die Kombination aus Grampian Vorverstärker, einem alten Marshall Stack und Singlecoils absolut pure Magie ist. Die natürliche Sättigung des Verstärkers wurde durch einen fetteren und zugleich samtigen Ton verstärkt. Durch die primitive Technik und die niedrige Eingangsimpedanz des 636 kam es zu dieser einzigartigen Färbung. Einen ähnlichen Effekt kennen wir von anderen Geräten dieser Ära, beispielsweise dem Fuzz Face und dem Range Master.

Zeitgemäße Anpassungen

Weil sich seit den 1960er-Jahren eine Menge getan hat, wurde das Pedal für die Nutzung mit modernen Humbucker-Gitarren und Verstärkern optimiert. Der Frequenzbereich wurde erweitert, ein EQ-Regler hielt Einzug, die Höhenwiedergabe wurde durch einen Hi-Cut-Regler verfeinert, um dumpfer klingenden Humbuckern mehr Funkeln zu verleihen und gleichzeitig brillant klingende Single-Coils zähmen zu können. Für eine bessere Kontrolle im Bassbereich bekommt ihr zudem einen Lo-Cut-Regler. Und auch das Rauschverhalten wurde mit zeitgemäßen Komponenten deutlich optimiert.

Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen. Für Pete Townshend-Fans führt ohnehin kein Weg um den Windmiller Preamp herum. Alle anderen schauen sich am besten die Videos und Kickstarter-Seite an, um sich einen Klangeindruck zu holen. Cooles Teil!

Preis

Der Windmiller Preamp ist ab jetzt auf Kickstarter und kostet 269 Euro.

Weitere Informationen

Videos

Alles beisammen?

Falls das G.A.S. (Gear Acquiring Syndrome) mal wieder zu stark war und du dir einen neuen Bodentreter gegönnt hast, überprüfe lieber gleich, ob du nach der Wartezeit sofort loslegen kannst. Nicht, dass es dir am Ende an einer Kleinigkeit wie einem Klinkenkabel*, Patchkabel* oder einem guten Netzteil für die Stromversorgung* fehlt.

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