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Großes Display und alle Funktionen mit einer Hand im Griff.  ·  Quelle: thomann.de

Die XLR-Inputs an der Unterseite können neben Mikrosignal auch das übliche Linesignal aufnehmen  ·  Quelle: thomann.de

Mittels Schalter die Wi-Fi Funktion schnell abschalten, wenn der Akku zur Neige geht.  ·  Quelle: thomann.de

Weniger Funktionen als beim großen Bruder, dafür kann man die Aufnahmemodi leichter umstellen.  ·  Quelle: thomann.de

Karte Seite: Micro-USB, microSDXC und ein Mini-Klinke-Anschluss.  ·  Quelle: thomann.de

Lautstärkeregler als Wippe hat mir noch nie gefallen. Der On/Off/Tastensperre Schalter ist hingegen klasse  ·  Quelle: thomann.de

Endlich! Es denkt ein Hersteller auch mal an den semiprofessionellen Markt. Im professionellen Sektor gibt es dafür schon einige Lösungen, für den kleinen Mann sind diese aber nahezu unerschwinglich. Tascam stellt mit den DR-22WL und dem DR-44WL nun zwei neue Handheld-Recorder vor, die sich per Smartphone-App mittels W-LAN fernsteuern lassen.

Optisch sind beide typisch Tascam: Ein LC-Display mit orangener Hintergrundbeleuchtung, schwarzen Knöpfen, einem schwarzen Drehrad und rot beleuchteten Record- und Spurknöpfen. Einfach und effektiv. Mit meinem DR-100 (allerdings noch die erste Version) fahre ich seit Jahren sehr zuverlässig. Schön, dass Tascam mittlerweile beim DR-44WL einen eigenen Taktgenerator verbaut. Falls ein Produktdesigner von Tascam mitliest: Ein Anschluss für eine ClockIt, bzw. einen  externen Taktgeber, wäre dann der nächste Schritt.

Beide Handheld-Recorder nehmen bis zu 24 Bit bei 96 kHz in den Formaten WAV, BWF und MP3 auf eine microSD-Karte auf. Natürlich darf man auch microSDHC und microSDXC Karten verwenden. Während das große DR-44WL über zwei XLR-Anschlüsse mit 48V Phantomspeisung an der Unterseite verfügt, geschieht die Aufnahme beim deutlich günstigerem DR-22WL ausschließlich über die eingebauten Stereo-Kondensatormikrofone in X/Y-Anordnung. Diese sind auch beim großen Modell verbaut und vertragen einen Schalldruckpegel von bis zu 120 dB SPL. Zum schnellen Abhören gibt es einen eingebauten Mono-Lautsprecher, erfahrungsgemäß hat man aber eh einen Kopfhörer parat, sodass man auf die interne Lösung verzichten kann.

Kommen wir aber zum eigentlich geilsten Feature: dem W-LAN. Mittels der kostenlosen App Tascam DR Control holt man sich das komplette Display quasi durch die Luft auf das Smartphone. Wer wie ich schon einmal versucht hat, ganze Filme mit dem kleinen Helferlein zu begleiten, der weiß, wie schwierig eine anständige Pegelkontrolle und Bedienung im Eifer des Gefechts sein kann. Neben den Pegelanzeigen gibt es hier noch die wichtigsten Funktionen auf Knopfdruck: Record, Play und Marker setzen. Aber nicht nur das, man kann sogar die Preamps justieren und den internen Mixer einstellen. Klasse! Somit sind die DR-22WL und das DR-44WL wunderbare Helfer, wenn man mal Ton aus einer Ecke aufnehmen möchte, die nicht einfach erreichbar ist. Oder einfach während einer Probe nicht immer hinlatschen muss, um die nächste Aufnahme zu starten.

Den Tascam DR-22WL kann man ab sofort zum voraussichtlichen Erstauslieferungstermin 21.10. zum Preis von 149 Euro bestellen. Der Tascam DR-44WL schlägt mit 299 Euro zu Buche. Wenn Tascam die Akkulaufzeit inklusive W-LAN gut hinbekommt und mehr als 2 Stunden Daueraufnahme möglich sind, könnte das echt ein Nachfolger für mein DR-100 werden.

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