von  Lasse Eilers  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 9 Min
Die besten Synthesizer Mods

Die besten Synthesizer Mods  ·  Quelle: KORG / 2btech

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Du möchtest mehr aus deinem Synthesizer oder deiner Drum-Machine herausholen? Gerade bei älteren Instrumenten können diese Synthesizer Mods wahre Wunder vollbringen!

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Welche Synthesizer Mods gibt es?

Die Hersteller stecken viel Zeit und viele Ideen in die Entwicklung neuer Synthesizer und Drum-Machines – das war vor 40 oder 50 Jahren nicht anders als heute. Schließlich sollen die neuen Instrumente uns Musikern die Möglichkeiten bieten, die wir uns von ihnen erhoffen. Mit etwas Glück treffen die Ingenieure dabei ins Schwarze. Manchmal aber stellt sich im Nachhinein heraus, dass ein Synthesizer mit ein paar Anpassungen und Modifikationen einfach noch viel besser ist – sei es, weil der Zeitgeist vorangeschritten ist und das Instrument nun ganz anders genutzt wird als ursprünglich vom Hersteller vorgesehen, oder weil sich durch neue technische Entwicklungen (allen voran MIDI) neue Möglichkeiten ergeben haben. Vor allem viele ältere Synthesizer profitieren von solchen Synthesizer Mods, die, sofern sie fachgerecht durchgeführt werden, auch zum Werterhalt oder sogar zur Wertsteigerung beitragen können.

Das ist nichts Neues. Schon der Minimoog – bei dem Moog unbestrittenermaßen ziemlich viel richtig gemacht hatte – wurde fast von Anfang an von vielen Nutzern modifiziert. Einige der gängigsten Minimoog-Mods erwiesen sich als so sinnvoll, dass der Hersteller sie in die moderne Neuauflage* einfließen ließ. Andere Mods machen den ursprünglichen Synthesizer zu einem neuen Instrument, das kaum noch mit dem Original vergleichbar ist und völlig neue Seiten offenbart. Man denke nur an die berühmte Devil-Fish-Mod für die Roland TB-303, die Behringer als Vorbild für die TD-3-MO* diente.

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Moog Minimoog Bob Moog Tribute Ed.
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Behringer TD-3-MO-SR
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Das Spektrum an Synthesizer Mods ist breit und reicht von nachträglich hinzugefügten Ausgangsbuchsen über MIDI-Kits, die es für viele Vintage-Synthesizer gibt, bis hin zu komplexen Modifikationen, die den Charakter eines Synthesizers komplett verändern können. Wenig überraschend sind Analogsynthesizer die beliebtesten Modifikationsobjekte – auch, weil ihre Schaltkreise für Elektronikamateure noch halbwegs zu verstehen und nachzuvollziehen sind. Aber auch im digitalen Bereich gibt es einige Möglichkeiten für kreative Modifikationen. Beispielsweise lassen sich die rudimentären Mikrocontroller einiger alter Instrumente durch neuere Alternativen ersetzen, auf denen dann deutlich komplexere Firmware mit neuen Funktionen lauffähig ist.

Einige Grundkenntnisse wie die Verwendung eines Lötkolbens vorausgesetzt, kannst du viele Synthesizer Mods selbst vornehmen bzw. einbauen. Andere sind hingegen so komplex, dass das Instrument zum Einbau eingeschickt werden muss. Letzteres empfiehlt sich auch, wenn du dir nicht ganz sicher bist und lieber nicht auf eigene Faust an deinem wertvollen Instrument herumschrauben und -löten möchtest. Schließlich soll die Mod deinen Synthesizer besser machen – da wäre es schade, wenn er stattdessen mit einer unvollendeten oder vermasselten Mod im Regal oder auf dem Dachboden landet!

Tipp: Wie du alte Synthesizer selbst reparieren kannst, erfährst du hier.

In diesem Artikel haben wir einige der besten Adressen für Synthesizer Mods zusammengestellt.

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Tubbutec: Synthesizer Mods und Controller aus Berlin

Beim Stichwort Synthesizer Mods darf ein Name natürlich nicht fehlen. Tubbutec hat sich mit zahlreichen hervorragenden Mods für Vintage-Synths einen Namen gemacht. Mittlerweile bietet der Berliner auch spezialisierte Controller und Eurorack-Module an.

Tubbutec ModyPoly
Tubbutec ModyPoly · Quelle: Tubbutec

Viele Tubbutec-Mods wie Polysex für den KORG PolySix, Juno-66 für den Roland Juno-6 und Juno-60, MC-2oh2 für den Roland MC-202, SH-1oh1 für den SH-101, CeeS für die Yamaha CS-Serie oder ModyPoly für die KORG-Synthesizer Mono/Poly, PolySix und Poly-61 gehen deutlich über reine MIDI-Kits hinaus. Je nach Synthesizer werden die Originale auch um Features wie zusätzliche Modulationsquellen, erweiterte Sequencer-Funktionen, alternative Tunings oder Mikrotonalität bereichert. Damit zählen sie ohne Zweifel zu den umfangreichsten und besten Mods, mit denen man diese Synthesizer aufwerten kann.

Tubbutec Controller Designer
Individueller MIDI-Controller von Tubbutec · Quelle: Tubbutec

Damit man alle diese neuen Funktionen komfortabel bedienen kann, bietet Tubbutec seit einiger Zeit auch speziell abgestimmte MIDI-Controller für die beliebtesten Mods an. Und mit dem Controller Designer kannst du sogar einen ganz auf deine Anforderungen zugeschnittenen Controller konfigurieren (inklusive der grafischen Gestaltung der Bedienoberfläche!) und von Tubbutec anfertigen lassen.

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Wenn du deinen Synthesizer nicht selbst modifizieren magst, findest du auf der Website von Tubbutec eine Liste mit Technikern und Shops, die den Einbau für dich übernehmen können.

KiwiTechnics: Synthesizer Mods aus Neuseeland

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Auch KiwiTechnics aus Neuseeland gehört seit Langem zu den ersten Adressen für Synthesizer Mods. Ähnlich wie bei Tubbutec liegt der Fokus auf Vintage-Synthesizern von KORG und Roland. Und auch die Mods von KiwiTechnics sind umfangreiche Upgrades, die neben MIDI zahlreiche weitere neue Funktionen umfassen und die Fähigkeiten des jeweiligen Synthesizers drastisch erweitern. Aktuell bietet KiwiTechnics Mods für die folgenden Instrumente an:

  • Roland Alpha Juno und MKS-50
  • Roland JX-3P
  • Roland Juno-106
  • KORG PolySix
  • Roland MKS-30
  • Roland JX-8P

Circuitbenders: Kreative Synthesizer Mods aus UK

Bei Circuitbenders im Vereinigten Königreich dreht sich alles um das sogenannte Circuit Bending – also das furchtlose Herumbasteln an Schaltungen mit dem Ziel, auf unerwartete Ergebnisse oder vom Originalentwickler nicht beabsichtigte Funktionen zu stoßen. Im Fokus stehen hier nicht so sehr klassische Analogsynthesizer, sondern neuere, digitale Instrumente und Drum-Machines. Wenn du einen Synthesizer hast, den du einer Circuit-Bending-Kur unterziehen möchtest, kannst du dich vertrauensvoll an Circuitbenders wenden und dein Instrument einschicken. Gut möglich, dass es danach nicht mehr wiederzuerkennen ist. Kein Synthesizer ist vor den Bastlern sicher und jede Modifikation ist einzigartig.

Synthesizer Mods
Von Circuitbenders gemoddeter Casio SK-1 · Quelle: Circuitbenders

Neben kreativen Circuit-Bending-Projekten bieten Circuitbenders auch einige praktische Standard-Mods an, zum Beispiel Pitch-Regler für die Roland TR-707, verschiedene Mods für den KORG Poly-800 oder ein DIN-Sync-Kit für den Boss Dr. Rhythm DR-110.

Allerdings haben Circuitbenders den Versand in EU-Länder wegen der neuen EU-Verpackungsverordnung zurzeit ausgesetzt. Hoffentlich gibt es bald eine Lösung!

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GliGli-Mod für den Sequential Circuits Prophet-600: Gehirnoperation am Synthesizer

Der Prophet-600 aus dem Jahr 1982 ist ein idealer Kandidat für Modifikationen. Die Ehre, der erste Synthesizer mit MIDI gewesen zu sein, kann ihm zwar niemand nehmen; jedoch war die Implementation aus heutiger Sicht noch ziemlich rudimentär. Aus Kostengründen hatte Sequential Circuits einen Z80-Mikrocontroller verwendet, dessen Fähigkeiten für den Synthesizer mehr schlecht als recht ausreichten. Zu den damit verbundenen Schwachstellen gehören langsame Hüllkurven und eine geringe Parameterauflösung, die zu unerwünschten Effekten wie gestuften Cutoff-Verläufen führte.

Mods für Synthesizer
GliGli-Mod für den Prophet-600 · Quelle: GliGli

Die Mod von GliGli beseitigt diese Mankos und ermöglicht eine vollständige MIDI-Steuerung aller Parameter. Außerdem erhält der Prophet-600 zusätzliche Funktionen, darunter einen neuen LFO, eine Vibrato-Funktion, Unison mit Detune und mehr. Dafür wird der Z80 durch ein Teensy++-Board ersetzt, auf dem die neue Firmware läuft.

Da es diese Platine leider nicht mehr gibt, lässt sich diese Mod leider nicht mehr ohne Weiteres vornehmen. Mit etwas Glück findest du einen Prophet-600, bei dem sie bereits eingebaut ist. Praktischerweise hat der vom Prophet inspirierte Behringer Pro-800* die meisten Funktionen des GliGli-Upgrades ab Werk eingebaut.

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Floppy-Emulatoren von Gotek: Gönn deinem Vintage-Sampler ein Upgrade

Viele Synthesizer erweisen sich als erstaunlich langlebig. Das Erste, was kaputtgeht, sind in der Regel mechanische Teile wie Potis, Taster oder – im Fall älterer Sampler und Synthesizer-Workstations – Floppy-Drives. Ganz zu schweigen davon, dass die Speicherkapazität von Disketten nach heutigen Maßstäben geradezu lächerlich gering ist, sofern man denn überhaupt welche auftreiben kann.

Synthesizer Mods
USB statt Diskette: Floppy-Emulator von Gotek · Quelle: Gotek

Die Lösung? Ersetze das Diskettenlaufwerk einfach durch einen Floppy-Emulator von Gotek! Die passen in praktisch alle Geräte mit einem Floppy-Laufwerksschacht und haben auf der Vorderseite eine Buchse für einen handelsüblichen USB-Stick. Da das Laufwerk hardwareseitig zu den alten Anschlüssen passt und einfach ausgetauscht wird, muss in der Regel nicht gelötet werden. Angenehmer Nebeneffekt: Je nachdem, was der jeweilige Synthesizer oder Sampler softwareseitig unterstützt, hast du danach deutlich mehr Speicherplatz zur Verfügung.

Auf der Website des Herstellers findest du eine Auswahl an Floppy-Emulatoren für verschiedene Instrumente, darunter Instrumente von YAMAHA, KORG und Roland.

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KORG volca Beats Mods: Neue Features für die Drum-Machine

Als KORG im Jahr 2013 die volca-Serie vorstellte, gehörte kreatives Circuit Bending und Modding ausdrücklich zum Konzept. Ganz im Sinne des Entwicklers Tatsuya Takahashi laden vor allem die ersten volcas geradezu dazu ein, dass man sich ihnen mit dem Lötkolben nähert. Unter anderem hat KORG die Platinen mit Beschriftungen versehen, die beim Modden, Testen und Kalibrieren helfen. Auch deshalb gibt es eine Fülle an interessanten Synthesizer Mods für die volca-Serie, vor allem für den volca Beats.

KORG volca Beats
KORG volca Beats · Quelle: KORG

Als Erstes machten sich die Modder daran, den ihrer Ansicht nach enttäuschenden Snare-Sound der kleinen Drum-Machine in Ordnung zu bringen. Fügt man einen Kondensator hinzu, klingt die Snare gleich viel besser und mehr nach 808.

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Eine weitere beliebte Modifikation (wie übrigens auch bei vielen anderen Drum-Machines, die dieses wichtige Feature nicht ab Werk bieten) sind Einzelausgänge für die verschiedenen Sounds. Wenn du die einzelnen Instrumente wie Kick, Snare, Toms, Hats und PCM-Sounds einzeln abgreifen kannst, kannst du sie im Mix viel besser und gezielter bearbeiten, als es mit den Bordmitteln des volca Beats möglich ist.

Auch 13 Jahre nach ihrem Erscheinen hat die kleine Drum-Machine nichts von ihrem Charme eingebüßt. Den KORG volca Beats bekommst du deshalb immer noch bei Thomann*, ebenso wie die übrigen Vertreter der volca-Serie.

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