Squarp Hapax 3.0: Dieser Sequencer wird mit MPE jetzt zum Performance-Instrument
Wenn Sequencing nicht mehr nur programmiert, sondern gespielt wird und Ausdruck endlich im Workflow ankommt
Mit Hapax liefert Squarp Instruments seit Jahren einen Sequencer, der klar auf Live Performer ausgerichtet ist. Mit Version 3.0 geht das System jetzt einen entscheidenden Schritt weiter. Vor allem die neue MPE Integration verändert den Umgang mit expressiven Controllern spürbar. Hapax entwickelt sich damit vom klassischen Step Sequencer hin zu einer Performance-Zentrale, die mehr kann als nur Noten abfeuern.
Alles zu Squarp Hapax
Hapax 3.0 und MPE: Warum Sequencing plötzlich lebendig wird
Im Mittelpunkt von Hapax 3.0 steht die überarbeitete MPE-Umsetzung, die deutlich tiefer in den Workflow integriert ist. Pro Track lassen sich eigene MPE-Zonen definieren, wodurch sich mehrere Instrumente gezielt ansteuern lassen.
Besonders im Live-Modus zeigt sich das Potenzial. Hapax verwandelt sich in einen Controller mit 128 Pads, der Druck, Timbre und Pitch direkt überträgt. Dadurch entstehen Performances, die nicht nur rhythmisch präzise bleiben, sondern auch dynamisch reagieren.
Im Step-Modus lassen sich zusätzlich pro Note individuelle Ausdruckswerte definieren. Bewegungen entstehen dadurch nicht erst im Spiel, sondern bereits beim Programmieren.
Flexibleres Routing: Hapax wird zur Schaltzentrale im Setup
Ein weiterer wichtiger Schritt zeigt sich im erweiterten Routing. USB Verbindungen werden nun als mehrere unabhängige MIDI-Ports bereitgestellt, wodurch sich komplexe Setups deutlich klarer strukturieren lassen.
Synchronisation und Transport lassen sich gezielt auf einzelne Ports verteilen. Gerade in größeren Setups sorgt das für mehr Kontrolle und Stabilität. Auch Übergänge zwischen Patterns wirken so musikalischer, da sie sich stärker an einzelnen Spuren orientieren.
Für Live-Performer entsteht dadurch ein Setup, das nicht nur flexibel, sondern auch zuverlässig bleibt.
Workflow-Updates: Kleine Änderungen mit großer Wirkung
Auch im Detail wurde Hapax 3.0 weiterentwickelt. Die Modulationsmatrix lässt sich früher im Prozess einrichten, wodurch Ideen schneller umgesetzt werden können. Farbige Pattern verbessern die Orientierung im Projekt. Dazu wurde das System mit neuen Skalen erweitert. Anpassungen im Timing von Program Changes sorgen dafür, dass externe Geräte zuverlässiger reagieren.
Diese Änderungen wirken einzeln unscheinbar, greifen aber im Alltag ineinander und sorgen für einen deutlich flüssigeren Workflow.
Praxis: Warum Hapax 3.0 besonders in hybriden Setups überzeugt
Im praktischen Einsatz zeigt Hapax 3.0 seine Stärke vor allem in hybriden Setups. Hardware und Software lassen sich parallel steuern, während expressive Eingaben direkt in Sequenzen übergehen. Dadurch entsteht ein Workflow, der nicht zwischen Studio und Bühne unterscheidet. Ideen lassen sich schnell festhalten, während gleichzeitig genügend Kontrolle für detaillierte Arrangements bleibt.
Gerade bei komplexeren Projekten zeigt sich, wie wichtig ein stabiler und klar strukturierter Sequencer ist.
Hapax 3.0 als Performance-Instrument statt reiner Sequencer
Mit der neuen MPE-Integration verschiebt sich der Fokus deutlich. Hapax ist nicht mehr nur ein Sequencer zum Programmieren von Patterns, sondern wird selbst zum Instrument. Sequenzen reagieren auf Spielweise, Ausdruck und Dynamik. Genau das macht den Unterschied in modernen Live-Setups.
Weitere Infos und den Download findet ihr hier.
Version 2.10 mit SH-101 Modus, Arpoly und mehr!
[24. Januar 2025] Die neueste Firmware 2.10 für den Hapax-Sequenzer von Squarp Instruments bringt eine Vielzahl von Neuerungen und Verbesserungen, die das Gerät noch vielseitiger machen. Dazu gehören vier neue MIDI-Effekte: Arpoly, ein polyphoner Arpeggiator und Loop-Designer, Register, eine Art Zufallssequenz, Mono, das polyphone Noten in monophone Noten umwandelt, und Shaper für nichtlineare Modulationen. Diese Effekte eröffnen zahlreiche kreative Möglichkeiten für rhythmische und melodische Strukturen und erweitern den vielschichtigen Sequenzer um sehr interessante neue Features!

Squarp Hapax Version 2.10
Zusätzlich wurde in Version 2.10 des Hapax-Sequencers ein Shuffle-Algorithmus integriert, der Noten auf verschiedene Arten neu anordnen kann. Bestehende Funktionen wie der Arpeggiator wurden um einen Hard-Sync-Modus erweitert, während der Randomizer nun eine anschlagdynamische Wahrscheinlichkeitssteuerung bietet. Auch die Editierwerkzeuge wurden um präzisere Note-Length-Anpassungen, Transpositionsoptionen und einen neuen Mono-Editing-Modus erweitert, der das Arbeiten mit Sequenzen deutlich flexibler macht.
Im Chord-Modus könnt ihr nun Modifikatoren pro Spur speichern und der neue Relatch-Modus verbessert den Workflow. Weitere Features sind Step-Recording im SH-101-Stil (sehr cool!), eine einstellbare Auto-Length für Loops und optimierte Aufnahmeoptionen mit harter Quantisierung. Diese Neuerungen vereinfachen nicht nur die Bedienung, sondern erweitern auch die Möglichkeiten im Studio- und Live-Betrieb.
Die kostenlose Firmware steht ab sofort für alle Hapax-User hier auf der Website des Herstellers zum Download bereit. Mit den vielfältigen neuen Features und Anpassungen zeigt Squarp Instruments einmal mehr, wie kontinuierliche Updates ein Gerät langfristig verbessern und den kreativen Spielraum erweitern können.
Software Update 1.13 für den Sequencer mit Deluge-Optik und neuem Konzept
[16. Februar 2023] Squarp haben bereits den Pyramid Sequencer und dessen Eurorack-Varianten gezeigt. Anders als andere, haben die Franzosen jedoch nicht auf andere Module oder andere Konzepte umgesattelt, sondern einen weiteren größeren Sequencer entworfen: Hapax steckt man sich nicht in die Ohren – die sind zu klein.
Hapax 1.13 und Erreichbarkeit
Update: Inzwischen ist Hapax mit Version 1.13 bei einem generellen Update angekommen, was alle großen Fehler beseitigt hat. Die anfänglichen Lieferprobleme sind vorbei und man hat begonnen ihn auch bei normalen Musikläden anzubieten. Der 10. Januar 2023 ist das Jahr, in dem Hapax ein regulär erhältlicher Hardware Sequencer für alle ist.

Die Lieferschwierigkeiten haben Anfang 2022 alle neuen Käufer betroffen, denn die Wartezeiten waren von Juli auf August aufgerundet worden, da man die Geräte nicht liefern konnte. Aber die bereits aktiven User können sich über einige neue Funktionen freuen. Darunter befindet sich die Warp-Funktion, die Notenlängen und Abstände relativ zueinander verändern, entsprechend verlängern und verkürzen können. Außerdem sind nun Instrument–Definitionen möglich, um für ein klares Setup zu sorgen und nicht immer wieder bei neuen Songs eine Art Grundgerüst bauen zu müssen.
Einiges am Hapax ist schneller und logischer geworden und es gibt eine sehr lange Liste an Bugfixes. Außerdem gibt es eine kleine Hüllkurve, die pro Note ausgelöst werden kann. Dazu wird die Buchla-Spannungslogik 1.2/Oktave nun auch unterstützt.
direkt nach dem Release von 1.10 kam sofort 1.11, da es einen kleinen Bug gab, der keinen Aufschub duldete. Squarp gehört eher zu den gründlichen Updatern. Die Versionen 1.12 und 1.13 waren eher Wartungs-Updates mit eher kosmetischen Wirkungen und beseitigte langfristig gesuchte Bugs.
Controllerwerte, die nach jedem Stopp ausgesendet werden, lassen sich ebenfalls definieren und Programmwechsel VOR dem Beginn eines neuen Patterns senden, um die Verzögerung abzufangen. Es sind also insgesamt sehr sinnvolle Updates die auf Platz 1 der User-Liste standen. Sicherlich wird das nicht das letzte Update bleiben. Auf den Hapax warten werden aber alle müssen, weshalb Mitte August die frühestmögliche Option wäre einen Hapax zu besitzen. Jetzt ist er lieferbar!

Dies sind nur die neuen Funktionen und strukturellen Updates bis 1.10 allein:
Features
- Instruments definitions
- New effect: ENV (ahdsr envelope with variable curvature)
- MATCH CHORDS : TRSP track can now be used to constrain all notes to a chord
- 25 new Arpeggiator effect style
- Pre-send PC/LSB/MSB option (per track)
- Pattern mode: new sync value = PTRN (next pattern will be launched when reaching the current one’s end)
- CV outputs now includes pitchbend value
- Added new MATH conditional trigs (/1:2, /2:2, …, /1:16)
- Play and Stop pads are now working even when Hapax is synchronized with a midi in clock
- Default automation values are sent after a STOP press
- Settings: each CV outputs can be set as a 1.2V/octave output
- Settings: added GATE POLARITY (set the gate ON level, 5V or 0V)
- Settings: added RESTART SYNC (synchronize a restart to a beat, a bar, …)
- Sd card can be hot-plugged
- Drum lanes channels now follow the track’s channel by default. After modifying it once, they are independent from the track’s channel
- ASSIGN values are now saved and loaded with the project
- Effects that generate MIDI messages (LFO, ENV, Modmatrix) are now subsampled when necessary to avoid saturating a MIDI DIN cable’s bandwidth
- Warp selections: expand or compress events in time
Ergonomics
- Dual project RGB colors make more sense
- Pattern is considered as not empty if it includes a prog change
- Automation mode: pitch is displayed in %, CV is displayed on Volts
- Step mode: menu encoder now scrolls from note to note, up/down pads scrolls from half octave to half octave
- Animated graphics for each effects
- Scanning projects on the SD card is faster
- LFO & ENV destination parameter is now displayed more clearly when targetting effect parameters
Planet Hapax
Der Hapax hat 16 Spuren für MIDI und 4 CV-Gate-Anschlusspaare und wirbt mit hoher Prozessorkraft. Jeder Track hat offenbar8 Patterns. Im Handbuch steht allerdings: es sind 128 Patterns verfügbar. Damit sollte es dann weniger Probleme geben. Außerdem kann er mit MPE umgehen, was für einen Hardware Sequencer selten ist. Immerhin lässt sich mit MPE unabhängig ein Sound formen, auch wenn er von einem nicht multitimbralen aber MPE-tauglichen Synth stammt.
Übrigens sind hier drei MIDI Ausgangsports verbaut und offenbar auch zwei MIDI-Eingänge, wovon der zweite als Klinkenbuchse ausgelegt ist. Anschluss für MIDI–Controller (Host Mode) ist gleichzeitig mit dem Rechner möglich. Außerdem ist auf der Rückseite noch ein Schaltereingang – das kann sehr praktisch sein. Was so anders ist gegenüber dem Deluge? Man weiss wo man ist! Es gibt nämlich Displays die den Bereich genauer zeigen.
2-Projekte-Konzept – Schluss mit Ladezeitkäse
Erstmals können wir von einem „Dual Project“ Konzept berichten. Damit können 2 Songs parallel laufen und jeweils der nächste Song laden wenn der alte noch gespielt und performt wird. Dadurch wird die Ladezeit nicht an die Zuhörer weitergegeben oder an den verzweifelten Spielenden. Besonders da, wo es üblich ist ohne Pause mindestens eine Stunde zu spielen.
Mehr DAWless!
Das Display zeigt eine Art Arrangement – also Balken die sich bewegen. Es sind klassische Pianorollen-Anzeigen und Drums mit den wichtigsten Schlägen auf einen Blick. Außerdem zeigt ein zweites Display offensichtlich Parameter, wie Probability (Chance) und Roll (gelegentlich auch Substeps oder Ratchet genannt – super!) und auch Microtiming scheint vorgesehen zu sein. Dazu gibt es noch einen Math-Bereich für interessante generative Operationen. Damit hat man an alles „Moderne“ gedacht.
Eingebaut sind LFOs für die Modulation, Arpeggiator, Euklidischer Sequencer, „Filter“ und Zufall. Außerdem sind Hilfefunktionen für Akkorde und Harmonien ebenfalls einer der 8 „Sonderfunktionen“.
Beworben wird Hapax mit einer hohen Auflösung von 192 ppqn und natürlich sind da noch die Deluge-artigen Pads. Wirklich verdammt viele Pads! Die Eingabepadmatrix ist mit 8 x 16 wohl aber nicht in der Lage 12 Halbtöne abzubilden. Die Ansicht ist aber im Display zu finden, was die Suche und Navigation gegenüber dem Synthstrom Deluge verbessern wird. Zudem hat der Squarp sich nur um sich selbst zu kümmern, da er nicht auch eine Groovebox ist, sondern ein reiner Hardware Sequencer.
Es gibt auch Undo-Speicher und eine Reihe von Betriebstaster rund um diese Matrix.
Nicht genau benannt sind die Längen und Konzepte der Patterns? Jedoch findet man 32 Takte als maximale Länge für ein Pattern! Das ist mal eine Ansage! Nehmt das, ihr 4-Takt-Genugfinder! Abspielrichtungen und Längen sind variabel. Tracks können einzeln transponiert werden. Automation hat eine eigene Sektion, weshalb man annehmen kann, dass MIDI-Controller-Aufzeichnungen einfacher sind, als anderswo und ggf. auch mit mehr als nur 1-2 Spuren.
Die Spurentypen teilen sich auf in MPE, Drums oder Polyphponie – das ist nachvollziehbar.
Controller und CV Werte lassen sich grafisch über die Pads „malen“ und damit über 8 Stufen schnell einzeichnen. Das betrifft auch die CV-Abteilung, sodass von und an CV Ports Automation aufgezeichnet werden kann. Programmwechsel-Befehle sind aktuell nicht vorgesehen. Es lassen sich auch Bereiche eingrenzen. Offensichtlich hat man zumindest ausreichend Platz. Wie viele „Lanes“ möglich sind oder ob sie begrenzt sind, wird leider in der Anleitung nicht erwähnt (die ist bereits dort online).
Mehr über Squarp
Der Preis von Hapax liegt bei 864 Euro, er ist offenbar jetzt lieferbar und kann bestellt werden.
7 Kommentare zu “Squarp Hapax 3.0: Dieser Sequencer wird mit MPE jetzt zum Performance-Instrument”
Fin ich interessant aber bei dem Preis könnte man auch einen genaueren Vergleich zb zum AKAI Force ziehen finde ich.
Ich selbst nutze aktuell einen Circuit Tracks um 3 Synths zu sequencen und bin aktuell noch zufrieden mit dem Funktionsaumfang…..dder Hapax sieht sehr gut aus und scheint nette Spielereien zu haben für das Erzeugen von Pattern jedoch würde z.B. ein Force dann auch noch Sampler und Drum Maschine ersetzen und selbst Synths eingebaut haben….wer nicht ganz so viele Tracks „braucht“ kann sich auch den Korg SQ-64 oder Arturia Keystep Pro anschauen denke ich.
…ja, man „kann“ auch einen Rechner mit daw und ner vollen VST Ausrüstung nehmen….
Das Eine hat mit dem Anderen jedoch nichts zu tun.
…hmm, denke das spielzeug ist geeignet für bühne und
steuerung von modularen systemen. form folgt funktion.
oder so.
…eben…
Warum wieder nur 8 Endlosdrehregler, WAAARUM nur so wenige immer? Was hat es mit dieser 8 auf sich????
Ein richtiger Synth hat doch auch viel mehr Regler, warum wird das nicht mal mit Endlosdrehreglern – zumindest ein wenig mehr – von der Anzahl her angeglichen? Warum sind die Midi Controller seit 10 Jahren gefühlt stehengeblieben?
Hätte auch gern vier Arme … das Schicksal, aber,
hatte andere Pläne. Live Recording funktioniert eh
nur über einen der ausgewählten Tracks. Controller
sind erweiterbar mit Midi CC#. Haptik wohl eher, im
Augenmerk, auf Keypads. Ansonsten bin d`accord mit
verbauen von Endlosreglern.
merkwürdige Preisgestalltung.. Zwischen den „Bestätigten“ 864€ und dem was der tatsächlich kostet: 1286€ liegen Welten.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen