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 ·  Quelle: Seymour Duncan

Seymour Duncan produziert längst nicht mehr nur Tonabnehmer. Die Produktpalette des Herstellers umfasst inzwischen auch eine Palette interessanter und eigenständiger Effektgeräte (Diamondhead Distortion, Dark Sun Delay-Reverb, Fooz Filter Fuzz und Polaron Rotary/Autowah/Phaser). Aber auch überaus praktische Endstufen für Pedalbords. Die neue PowerStage 200 ist dabei eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Line-ups.

Die Zeiten ändern sich

2017 reagiert der Hersteller auf die immer größer werdende Anzahl von Gitarristen mit Modeling-Amps und veröffentlichte zwei neuartige kompakte Endstufen. Während die kleinere PowerStage 170 hervorragend auf dem Effektbrett platziert werden kann, eignet sich die PowerStage 700 perfekt als Verstärkung für Preamps im Rack-Format.

Seymour Duncan PowerStage 200

Ob die neue PowerStage 200 auf lange Sicht die kleine 170er ablösen wird, ist nicht klar. Auf jeden Fall bietet sie bei nur geringfügig mehr Größe einen gesteigerten Funktionsumfang. Einfach nur lauter machen, können andere. Hier bekommt ihr sinnvolle Features für den modernen Alltag. Über einen 4-Band-EQ kann der Klang an den jeweiligen Raum oder an einen gestellten Gitarrenlautsprecher angepasst werden. Außerdem wurde dem Gerät ein Presence-Regler spendiert. Darüber hinaus verfügt die 200 über einen DI-Ausgang mit schaltbarer Speaker-Simulation, um das Signal direkt an ein Mischpult oder ein Recording-Interface zu schicken. Auch der EQ kann auf Wunsch per Knopfdruck auf den Phones- und Balanced-Out geschickt werden.

Der Klang der PowerStages wird mit den Attributen voll und warm umschrieben. Das soll wahrscheinlich die Skeptiker zu einem Versuch überreden, denn die Endstufen kommen ganz ohne Röhren aus. Das macht sie leicht und robust. Sie sollen einen überzeugenden Clean-Tone als ideale Grundlage für weitere Klangformung mit Drives etc. liefern. Ich für meinen Teil finde den im Video angespielten Jazz-Ton sehr gut!

Der große Volume-Regler verstärkt das Signal komplett linear und lässt sich bei Bedarf auch schon mal mit dem Fuß bedienen. Sehr gut gefällt mir auch die Integration eines AUX-Eingangs sowie Kopfhörerausgangs mit separatem Level-Regler. Das könnte auch gut für ein einfaches In-Ear-Monitoring auf der Bühne genutzt werden.

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