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Sampleson Glassy Digital Pianos

Sampleson Glassy Digital Pianos  ·  Quelle: Sampleson

Üblicherweise basieren virtuelle Kollektionen von Pianos auf umfangreichen Multisamples, die schnell ein paar Gigabytes groß werden. Sampleson hat irgendwie den Dreh raus und schafft das mit ein paar läppischen Megabytes. So auch bei Glassy, der neusten Kreation des Herstellers. 80er und 90er Digitalpianos, detailliert eingefangen und nicht mal 35 MB groß. Sampleson ist auch so freundlich und erklärt, wie das funktioniert: Spectral Modeling ist das Zauberwort.

Sampleson Glassy

Die digitalen Klavierklänge der 80er und 90er Jahre entstanden in erster Linie mit FM-Synthese (besonders mit dem Yamaha DX7) oder einer Art additiver Synthese (SAS) wie bei dem Roland MKS-20. Sampleson setzt auf eine ähnliche Methode, die Spectral Modeling Synthesis – kurz SMS. Diese Methode gewährleistet laut dem Hersteller eine detaillierte Kontrolle über die Obertöne des modellierten Instruments.

Neben dem „Klavier-Modul“ mit 20 Factory-Sounds befindet sich hier auch noch der Pad Generator. Dieser hat Parameter für Attack, Decay, Filter-Cutoff und Resonanz spendiert bekommen. Die Klavier-Klänge könnt ihr außerdem mit einem Chorus– und Phaser-Effekt aufbrezeln. Den Mix-Anteil stellt ihr mit einem Regler ein.

Das schön gestaltete Interface ist in der Größe skalierbar.

Ansonsten steckt hier außer den sehr überzeugenden Klängen gar nicht mehr so viel mehr drin. Für Freunde von authentisch klingenden Digital-Pianos ist das aber schon mehr als genug. Ich bin jetzt schon neugierig, was als nächstes von dem Entwickler kommt. Richtig genial wäre, das Prinzip der Spectral Modeling Synthesis mit diversen Features zu ergänzen. Zum Beispiel könnte man einen LFO oder Hüllkurven ins Spiel bringen. Wie wäre es mit ein paar analogen Synthesizern als Vorlage? Oder auch das Mischen mit einem zusätzlichen Oszillator wäre doch interessant. Ich finde, dass Akoustic bereits gezeigt hat, dass da noch einiges möglich ist.

Spezifikation und Preis

Sampleson Glassy äuft auf macOS und Windows standalone, als VST und AU in 32 oder 64 Bit. Ein PDF-Benutzerhandbuch liegt der gekauften Datei bei – eine Demoversion gibt es leider nicht. Der Einführungspreis beträgt 19 US-Dollar (circa 17 Euro), danach bezahlt ihr 29 US-Dollar (knapp 26 Euro).

Weitere Infos

Video und Soundbeispiele

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