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Samples der Woche: KLASSIK 106, Box Factory, Tapes.01 und mehr

Samples der Woche: KLASSIK 106, Box Factory, Tapes.01 und mehr  ·  Quelle: THEPHONOLOOP

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Jeden Mittwoch schreiben wir in Samples der Woche über neue Sample-Instrumente und Librarys. Und auch diesmal gibt es wieder spannende Sachen zu entdecken. Hinter KLASSIK 106 steckt nämlich keine Orchester-Library, sondern ein virtuell-analoger Synthesizer für Kontakt. Box Factory will euch mit cinematischen Percussions inspirieren, die mit Kartons (!) eingespielt wurden. Tapes.01 hingegen widmet sich Tape-Loops und vielen weiteren Sounds, die auf Band aufgenommen wurden. Und wie immer gibt es zumindest einen kostenlosen Tipp. Viel Spaß damit und bis nächste Woche!

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HÖSS AUDIO KLASSIK 106

HÖSS AUDIO KLASSIK 106

HÖSS AUDIO KLASSIK 106

Keine Panik – jetzt kommt nicht schon wieder irgendeine neue Orchester-Library. Bei KLASSIK 106 handelt es sich nämlich um einen virtuell-analogen Synthesizer, realisiert in der Kontakt-Engine. Die bringt (wie ihr sicherlich wisst) jede Menge Features für Synthese mit. Seit Version 6 zum Beispiel die Möglichkeit, Wavetables zu erstellen und einzusetzen. Genau davon macht dieses Instrument Gebrauch. Als Quelle für die Wavetables dient ein Juno 106 – das erklärt übrigens auch den Produktnamen.

Das Kontakt-Instrument soll die Eigenschaften des Vorbilds möglichst nachbilden, aber auch einen modernen Touch hinzufügen. Drei Schwingungsformen (PWM, Saw, Sub) und ein dafür zuständiger Mixer sollen ähnlich wie bei dem Juno als Startpunkt herhalten. Ansonsten entdeckt ihr hier wie bei dem Klassiker ein Hochpassfilter, das nachfolgende Tiefpassfilter, LFO, VCA und Hüllkurven. Die Modulationsmöglichkeiten sind ebenso vergleichbar. Sogar auf den Chorus 1 und 2 müsst ihr nicht verzichten, jede Wette, dass sich auch beide zusammen aktivieren lassen. Der Arpeggiator läuft auch synchron zum Tempo der DAW – das gab es beim Original nicht! Das gilt auch für den LFO, der frei oder im Sync laufen kann. Als Topping gibt es die fünf klassischen Effekte Tape Delay 201, Spring Reverb, Equalizer 611, G-Compressor und Tube Overdrive.

Die Vollversion von Kontakt 6.6 (oder neuer) ist Voraussetzung. Ein Benutzerhandbuch findet ihr auf der Website des Online-Vertriebs Loot Audio. Bis zum 11. Oktober 2021 bezahlt ihr umgerechnet 27 Euro, danach sind knapp 39 Euro fällig. Das ist auf jeden Fall günstiger als das Original!

KLASSIK 106 bei Loot Audio

Fracture Sounds Box Factory

Fracture Sounds Box Factory

Fracture Sounds Box Factory

Stellt euch einfach mal vor, dass ihr vierzig Pappkartons unterschiedlicher Größe in eine Konzerthalle schleppt und diese dann mit diversen Spieltechniken aufnehmt. Daraus bastelt ihr im nächsten Schritt eine Sample-Library für Komposition und Produktion und bezeichnet das Ergebnis als „cinematische Percussions“. Wenn ihr jetzt denkt, dass das eine totale fantastische Idee ist, muss ich euch enttäuschen. Denn Fracture Sounds waren schneller und hat mit Box Factory genau das gemacht.

Vier Mixe in den Geschmacksrichtungen natural, aggressive, gritty und snappy stehen euch zur Verfügung, jeder dieser Stile bietet zusätzlich drei verschiedene Mikrofonpositionierungen. Mit dem Perspective Slider stellt ihr den Mikrofon-Sound nach eurem Geschmack zusammen. Außerdem bekommt ihr ein paar Parameter zur Klangbearbeitung. So verstärkt ihr den Punch, ändert die Abklingphase, sättigt den Sound und komprimiert diesen. Ensemble Stack ermöglicht die Zusammenstellung eines eigenen Ensembles. Mit Looseness lockert ihr das Timing dabei. In der Setup Page nehmt ihr Einstellungen an den Artikulationen vor. Und dann ist da noch die Rhythm Engine mit einem Step-Sequencer und Filtermodulationen.

Box Factory läuft ebenfalls in Kontakt 6.6 (oder neuer) und unterstützt auch den kostenlosen Kontakt-Player. Und auch für NKS gibt es Support. Der Download umfasst 3 GB. Bis zum 8. Oktober 2021 kostet die Library 99 Euro (zuzüglich Steuern), danach verlangt der Hersteller 139 Euro zuzüglich Steuern.

Box Factory bei Fracture Sounds

THEPHONOLOOP Tapes.01

THEPHONOLOOP Tapes.01

THEPHONOLOOP Tapes.01

Synthesizer-Sounds und Synthese generell stehen bei Tapes.01 im Vordergrund. Modular-Synthesizer, Tape-Loops und Noise dienen als Inspirations- und Sample-Quelle. Analoge und digitale Klangerzeuger wurden ebenso wie Software-Synthesizer auf Tonbänder und speziell Kassette aufgenommen. Insgesamt sind 443 Sound-Quellen auf Band gelandet.

Viele Parameter lassen sich mit der Kontakt-Engine modulieren, als Ergebnis sollen warme LoFi-Klänge mit modernem Anstrich herauskommen. Unter den verschiedenen Abspielmodi sticht der Swarm Mode heraus. Dabei werden kleine Teile des Sounds genommen und daraus verschachtelte Loops erzeugt. Neben den Samples, Loops und Tape-Loops liefert euch Tapes.01 auch 217 Geräusche aller Art für das finale Sounddesign.

Insgesamt stecken hier 11.100 Samples drin, die unkomprimiert 26,8 GB umfassen. 492 Presets enthält das Instrument für Kontakt 6.6. Ihr müsst nicht zwingend die Vollversion davon besitzen, denn auch der kostenlose Kontakt-Player wird unterstützt. Support für NKS gibt es ebenso. Eine Anleitung findet ihr auf der Website des Herstellers. Der Preis beträgt aktuell 90 Euro, regulär müsst ihr 120 Euro bezahlen.

Tapes.01 bei THEPHONOLOOP

Kostenlos: ModeAudio Autumn Selections 2021

Der Sample-Hersteller ModeAudio will euch mal wieder einen kostenlosen Querschnitt des Produktportfolios anbieten. Dafür wurden etliche Samples aus den Packs der letzten Monate herausgepickt, bis schließlich 500 MB zusammengekommen sind. Da findet ihr von Synth-Drones über Prepared Pianos und Percussion bis zu Synthwave-Loops so einige Samples, mit denen ihr bestimmt etwas anfangen könnt. Und mit Moon Dance sind sogar noch ein paar Patches für den Serum Wavetable-Synthesizer dabei. Und das alles kostenlos, ohne Newsletter-Anmeldung oder eine notwendige Registrierung. Danke Mode Audio!

Autumn Selections bei Mode Audio

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