von  Dirk  | |  Lesezeit: 8 Min
Rave-Sound: Hardware für knallende Techno-Beats

Rave-Sound: Hardware für knallende Techno-Beats  ·  Quelle: Bubimages / Alamy

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Musik ist heute ja so dermaßen fragmentiert, dass wohl jeder so seine eigene Vorstellung hat, was ein „Rave-Sound“ ist. Und so genau wollen wir das auch gar nicht festlegen, denn Rave kann heute hart und schnell sein, aber auch mal etwas langsamer oder mit vertrackten Breakbeats daherkommen. Ein paar Sounds haben aber viele dieser Stilrichtungen gemeinsam – und wir wollen „Zutaten“ zeigen, auf die sich die meisten hoffentlich einigen können.

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Rave-Sound 2026

Was genau soll ein Rave-Sound sein? Als in den späten 1980ern und frühen 1990ern die Rave-Szene aufblühte, war dies ein kunterbunter Haufen, der unterschiedliche musikalische Strömung vereinte. Selbst die ein oder andere Gitarrenband wurde in diese Schubladen gepackt. Heute denkt wohl kein Mensch mehr an Gitarren, wenn über Rave gesprochen wird.

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Stattdessen geht es um Techno-Beats mit einer knallenden und manchmal auch ordentlich angezerrten Bassdrum, oft auch mal mit ein paar Breakbeats garniert, dazu ein paar markante Sounds aus dem Synthesizer und drückende Bässe. Alles zusammen gerne mit ein paar Melodien, Sequenzen oder Vocals gesprenkelt. Neben der harten Bassdrum gibt es da einige weitere Signature-Sounds, zum Beispiel den berühmten „Hoover“, auf den wir gleich natürlich näher eingehen. Rave-Sound ist heute ein Feld, das viel Platz für Experimente bietet.

Wie immer in unserer Serie stellen wir drei Produkte – häufig mit Alternativen – vor. Nichts davon ist in Stein gemeißelt und als die „einzig gültige Empfehlung“ zu verstehen. Vielmehr geht es darum, zu inspirieren und eine Richtung vorzugeben. Trotzdem geben wir die einzelnen Tipps mit guter Überlegung und stehen auch voll dahinter (meist, weil wir genau dieses Gear selber nutzen). Let’s go!

Rave-Sound braucht ne deftige Kick-Drum wie aus der Jomox MBASE

Wir haben es schon gesagt und du weißt es ja auch: Rave-Sound braucht Kick-Drum. Und der ist wie bei vielen Techno-Stilen von der guten alten TR-909 geprägt. Die 909 ist eben eine der „Signature-Drum-Machines“ im Techno-Bereich. In dem Sinne ist also eine TR-909 oder ein moderner Klon eine gute Basis, meistens benötigt die Kick aber noch ein bisschen zusätzliche Bearbeitung – zum Beispiel mit ein bisschen Verzerrung.

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Wir wollen aber mal etwas anderes zeigen, denn die 909 ist vielleicht schon etwas langweilig als ständige Empfehlung. Und deshalb hier und jetzt die Jomox Mbase als Tipp. Hierbei handelt es sich nicht um einen Drum-Computer, sondern um einen eigenständigen Drum-Synthesizer, der nur auf analoge Kick-Drums und artverwandte Sounds getrimmt ist.

Der Sound kann sehr nach der Kick aus der TR-909 klingen, denn der Roland-Klassiker steht dafür ein bisschen Pate. Aber Mbase hat noch mehr drauf und kann zudem richtig „nasty“ sein.

Die Bedienung ist vielleicht etwas rudimentär, aber im Prinzip bastelst du hier ziemlich schnell deine Bassdrum zusammen. Über den MIDI-Eingang lässt sich die Mbase steuern, dazu kommt ein analoger Trigger-Eingang. Mit einem Button löst du aber jederzeit den Drum-Sound aus, was zum Beispiel beim Sampeln der Kick sehr praktisch ist. Es gibt sogar Software wie kostenlose Max for Live Devices, um die Parameter der MBASE zu steuern.

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In Bezug auf den Drum-Sound bietet die Mbase weitaus mehr Parameter als die TR-909, du bekommst hiermit also eine weitaus größere Bandbreite von Kick-Drums gezaubert, die du auch als Preset speichern kannst. Mbase eignet sich hervorragend als Quelle für deine ganz eigenen Drum-Sounds und -Samples.

Wer eher modular unterwegs ist, bekommt mit ModBase 09 MKII* sogar eine Variante für das Eurorack. Jomox Mbase 11 (die neueste Genration) bekommst du hier bei Thomann*. Wenn du gleich die „volle Packung“ haben willst, erhältst du mit Jomox Alpha Base MKII* einen exzellenten Drum-Synthesizer mit insgesamt elf Instrumenten. Und in diesem Kaufberater findest du einige Empfehlungen zu analogen und digitalen Drum-Machines.

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Elektron Digitakt II für Drums, Rave-Sound-Samples, Loops und Sequencing

Elektron Digitakt II
Elektron Digitakt II · Quelle: Thomann

Für amtlichen Rave-Sound brauchst du eigentlich nicht viel – heutzutage reicht ja im Prinzip schon ein Rechner und eine DAW. Aber das macht vielleicht nicht ganz so viel Spaß und außerdem ist ja Hardware heute das Thema. Deshalb möchten wir einen Sampler wie Elektron Digitakt II vorschlagen.

Mit Digitakt II bekommst du 16 Spuren, die du für Sample-Spuren (mono oder stereo) und ebenso für MIDI-Tracks benutzen kannst. Die Kombination aus Sampler und Sequencer ist hier extrem gut umgesetzt, so dass bereits aus einem kleinen Loop schnell ein neuer Tune entsteht. Mit ein paar Rave-Sound-Samples geht der Spaß schon los!

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Über den Audioeingang kannst du die Mbase sampeln und die Kick-Drums dann direkt auf dem Sampler speichern. 400 MB Sample-Speicher bietet Digitakt II an, dazu kommt ein 20 GB großer interner Speicher. Wenn du die Kicks als Samples benutzt, kannst du dann sogar noch einen zusätzlichen Synthesizer einbinden – fertig ist ein kleines Setup. Und das taugt auch für eine Live-Performance!

Warp- und Stretching-Funktionen sind für das Erstellen von Breakbeats nützlich und für Filter-Effekte ist Digitakt II natürlich ebenfalls ausgerüstet – optimal für deine neuen Rave-Sounds. Über Send-Effekte kannst du den Sound zusätzlich bearbeiten und mit Resampling immer wieder neue Sounds erstellen. Overdrive und Stereo-Kompressor gibt’s als Master-FX, um dem Ergebnis gleich noch die nötige Portion Punch und Distortion zu verpassen.

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Besonders cool ist die Möglichkeit, einzelne Spuren inklusive FX-Tracks über USB in den Rechner und die DAW zu bringen – falls du diese noch einmal neu abmischen oder mit weiteren Effekten bearbeiten willst. Dafür steht die kostenlose Overbridge-Software zur Verfügung.

Natürlich ist Elektron Digitakt II nicht nur für Rave-Sounds eine exzellente Wahl, sondern auch für alle möglichen anderen Stilrichtungen. Du bist hiermit also vielseitig aufgestellt. Als Alternativen kommen einige andere Sampler in Frage, in diesem Kaufberater findest du die aktuell interessantesten Modelle. Elektron Digitakt II bekommst du hier bei Thomann*.

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Roland SH-4d: Klassische Roland-Sounds – inklusive Hoover – in einer Synth-Groovebox

Einer der wohl bekanntesten Rave-Sounds ist der sogenannte Hoover. Was genau es damit auf sich hat, kannst du in diesem Artikel nachlesen. Oft wird dieser Sound auch als Sample verwendet – wir zeigen dir einen modernen Synthesizer, mit dem du diesen und viele weitere Klänge spielend hinbekommst.

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Roland SH-4d hat nicht nur Fans – das muss man ehrlicherweise sagen. Aber diese kompakte Mischung aus Synthesizer und Groovebox bietet eine große Bandbreite an Klängen Und genau deshalb zeichnet sich SH-4d für Techno- und Rave-Sounds aus. Dreizehn Oszillator-Modelle stecken hier seit dem letzten Update drin und decken Klänge von Klassikern wie SH-101 oder Juno-106 ab, das wird von Engines wie Cross FM, Ring, Wavetable, SH-3D, Sync und weiteren ergänzt. Und ja, SH-4d kann eben auch das hier:

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Neben vier Synthese-Parts bietet Roland SH-4d zudem einen Rhythmus-Part, du hast hiermit also zusätzlich eine weitere Quelle für Drum-Sounds. Die üppige FX-Sektion ist ebenfalls nicht zu verachten und mit Motion Recording kommt schnell Bewegung ins Spiel. Die D-Motion- und Visual Arpeggio-Funktionen reagieren sogar auf das physische Bewegen des Synthesizers.

Mit einem nachgereichten Update wurden viele Kritikpunkte der User angegangen, das ist eben der Vorteil von modernen Klangerzeugern.

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Die maximale Polyphonie von 60 Stimmen ist ein weiterer Pluspunkt und ermöglicht üppige Pads und Harmomien – für Rave-Sound eine durchaus wichtige Zutat. Kurzum: Roland SH-4d passt gut in dieses Setup. Hier bei Thomann bestellen*.

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Fazit: Warum dieses Trio ein Perfect Match für Rave-Sound ist

Wie bereits eingangs gesagt, ist der Begriff „Rave-Sound“ natürlich schwer zu fassen. Wir stellen uns darunter Techno mit harter Bassdrum, manchmal eingestreuten Breakbeats, vielen Samples und typischen Synthesizer-Sounds wie beispielsweise den „Hoover“ vor. Natürlich müssen nicht all diese „Zutaten“ immer zusammenkommen.

Wer diesen Musikstil mit Hardware umsetzen will, sollte mal einen Blick auf die Jomox Mbase werfen, denn dieser Drum-Synthesizer beherrscht harte und Kicks wie kaum ein anderer. Mit Elektron Digitakt II bekommst du einen Sampler und Sequencer, der bereits für die Produktion von ganzen Tracks taugt. Als gute Ergänzung eignet sich Roland SH-4d, eine interessante Mischung aus Groovebox und Synthesizer. Hiermit erstellst du zusätzliche Drums, arrangierst und performst mit bis zu vier Synth-Parts und kannst sogar Rave-Sounds wie den Hoover umsetzen – das beherrscht nicht jeder Synthesizer! Zusammen ergibt dies ein Perfect Match!

Weitere Infos und mehr von Perfect Match

*Hinweis: Dieser Artikel über Rave-Sound enthält Werbelinks, die uns bei der Finanzierung unserer Seite helfen. Keine Sorge: Der Preis für euch bleibt immer gleich! Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Danke für eure Unterstützung!

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