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Playdate Handheld-Konsole

Playdate Handheld-Konsole  ·  Quelle: Panic

Playdate Handheld-Konsole Hardware

Playdate Handheld-Konsole Hardware  ·  Quelle: Panic

Normalerweise würden wir hier nicht unbedingt über eine neue Spielkonsole schreiben, auch wenn viele von uns Gamer sind. Ein bisschen muss es schon mit dem Thema Musik zu tun haben. Im Fall der für 2020 angekündigten Handheld-Konsole Playdate ist aber schon die Tatsache, dass hier Teenage Engineering mitentwickelt, eine Notiz wert. Dabei können wir noch gar nicht sagen, ob Playdate Überraschungen für Musiker parat hat.

Playdate

Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit der Unternehmen Panic (verantwortlich für den MP3-Player Audion oder das Spiel Firewatch) und Teenage Engineering. Die haben zwar auch schon mal eine Kamera entwickelt, sind aber in erster Linie für OP-1, OP-Z, diverse Pocket Operators und zuletzt für ihren Vorstoß in die Modular-Welt bekannt.

Wenn man sich jetzt mal das Playdate Handheld anguckt, wird die Mitarbeit der Schweden sofort deutlich. Das Design schreit geradezu nach Teenage Engineering. Besonderes Augenmerk fällt auf die kleine Kurbel an der Seite. Die scheint geradezu ein Tick dieser Designer zu sein.

Technisch gibt es noch nicht viel zu berichten. Monochromer Schwarz-Weiß-Bildschirm (ohne Hintergrundbeleuchtung), Wi-Fi, Bluetooth, USB-C und Kopfhörerausgang – soviel wissen wir schon. Mehr aber auch noch nicht. Zumindest über USB und Kopfhörerausgang besteht schon eine halbwegs brauchbare Verbindung zur Außenwelt, die auch für Musik genutzt werden könnte.

Spiele sollen in einer Art Abo kommen, die ersten drei Monate jeweils eins pro Woche. Die erste Rutsche ist im Preis für die Konsole inbegriffen. Keita Takahashi, Designer des Kultspiels Katamari Damacy, ist einer der Entwickler, die für Software sorgen. Als Betriebssystem wurde ein eigenes OS mit einem SDK, das C und Lua unterstützt, entwickelt. Tests und Debugging wird auf macOS gemacht.

Kreativ-Tool?

Playdate will originell sein, vielleicht bedeutet das ja auch, dass kreative Tools dafür herauskommen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich die Leute von Teenage Engineering über gewisse Erwartungen bewusst sind. Dass sie an Musiker denken, zeigt ja nicht nur ihre Hardware, sondern auch ihr ganz frisch gegründetes Label Teenage Engineering Records. Denkbar wäre ja beispielsweise eine App, die mit einigen ihrer bisherigen Produkte zusammenarbeitet. Playdate in Kombination mit einem Pocket Operator wäre doch ganz nett! Vielleicht hat ja Oliver Wittchow Lust, sein Nanoloop zu portieren – auf dem Gameboy hat dieses Tool ja schließlich mal angefangen. Irgendwas in dieser Richtung wünsche ich mir, dann habe ich wenigstens ein gutes Argument für den Kauf.

Preis

149 US-Dollar wird Playdate kosten – bereits in diesem Jahr sollen Vorbestellungen möglich sein. Ich trage mich vorsichtshalber schon mal für den Newsletter ein.

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