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Patreon für Musiker

Patreon kann dir als Musiker*in dabei helfen, ein Einkommen zu erzielen  ·  Quelle: Patreon

Plattformen wie Patreon verheißen einfaches Geldverdienen mit deiner Musik. Aber es gehört mehr dazu, als man vielleicht anfangs denkt. Hier sind fünf Tipps, wie du die Möglichkeiten der Plattform optimal für dich nutzen kannst.

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Hinweis: Dieser Artikel von Stefan Wyeth erschien ursprünglich in englischer Sprache auf Gearnews.com.

Digitale Dienste, mit deren Hilfe du deine Musik gelichzeitig auf verschiedensten Plattformen veröffentlichen kannst, sind ein mächtiges Werkzeug. Das allein heißt aber nicht, dass du am Ende auch wie erhofft davon profitierst. Selbst, wenn du Musik nicht hauptberuflich betreibst, kann das ziemlich kostspielig sein. Und das nicht nur in Bezug auf Geld – auch die Zeit, die du dafür aufwendest, sollte bedacht werden. Diesen Aspekt übersieht man häufig, denn Musik machen soll ja Spaß machen. Aber deine Zeit ist kein unendliches Gut. Also sollten wir ihr einen Wert geben!

Patreon bietet dir eine Reihe von Tools, um mit deinen Fans zu interagieren. Das erlaubt es dir, verschiedene Aspekte deiner Kreativität zu monetisieren und deinen treuesten Unterstützern zugleich interessante Inhalte zu bieten. Es ist eine Plattform für Fans, die von Anfang an dabei waren, mit Zugang zu exklusiven Inhalten, Merchandise und anderen Anreizen wie der Möglichkeit, vorzeitig Tickets für deine Shows zu erhalten.

Hochwertigen Content für deine Fans zu produzieren, ist aber nicht kostenlos. Jeder Schritt kostet Geld und Zeit. Jedes Musikvideo, jedes Fotoshooting und jedes EP-Cover braucht ein Budget. Jeder Song, den du veröffentlichst, muss abgemischt und gemastert werde, und natürlich muss man auch die Kosten der Veröffentlichung bedenken. Es gibt nichts umsonst, aber Patreon bietet dir die Möglichkeit, dein Publikum an allen diesen Schritten exklusiv teilhaben zu lassen.

Patreon für Musiker

Patreon kann für dich zum Geschäftsmodell werden

1. Es beginnt mit deinen Fans

Die meisten Aspekte der Online-Kultur sind nicht ganz so einfach, wie sie vielleicht zunächst erscheinen. Nur weil du viele Subscriber und Follower hast, heißt das noch nicht, dass diese auch aktiv dabei sind. Das solltest du bedenken, um die verschiedenen Plattformen, auf denen deine Musik verfügbar ist, optimal einzusetzen und mit deinen Fans zu interagieren. Es ist ein Mythos, dass du eine Million Fans brauchst, um als Künstler erfolgreich zu sein. Eine große Zahl von Fans auf deinen Social-Media-Accounts sieht natürlich gut aus. Wichtiger für den nachhaltigen Erfolg ist jedoch eine andere Art von Fan. 1000 engagierte und interessierte Leute, die regelmäßig für deine Inhalte zahlen, können zur Lebensader deiner Karriere werden. Spar dir den Champagner für später auf und konzentriere dich auf erreichbare Ziele.

2. Auf Patreon ist der Kunde König

Versetze dich in deine Fans hinein und stell dir vor, wie es sich anfühlt, dein Fan zu sein. Sich diese Einstellung anzueignen, ist leichter, als du vielleicht denkst. Fans möchten besondere Momente mit ihren Lieblingskünstlern teilen. Vielleicht haben sie brennende Fragen und hoffen darauf, dass sie in einem Interview beantwortet werden. Vor dem Zeitalter sozialer Medien waren Aufnahmen aus dem Studio oder Backstage-Raum seltene Leckerbissen, die man meist nur als Bonusmaterial auf Live-DVDs zu sehen bekam. Erstelle maßgeschneiderte Inhalte für dein Publikum und beobachte genau, wie sie sich auf die Nutzerzahlen auf den verschiedenen Plattformen auswirken. Du brauchst nicht jeden Tag ein Selfie zu posten, um erfolgreich zu sein. Der Schlüssel zum langfristigen Erfolg ist es, dich selbst mit den Augen deiner Fans zu sehen.

3. Planung ist alles

Manchmal ergeben sich besonders günstige Gelegenheiten, um einzigartige Momente für deine Fans festzuhalten und sie mit ihnen zu teilen. Wenn du strategisch denkst, kannst du das zu deinem Vorteil nutzen. Bedenke, wieviel Zeit und Aufwand du in deinen Patreon-Account und die Verbreitung deiner Inhalte über die verschiedenen Plattformen steckst. Überlege dir, wie du dir diese Zeit einteilst und Projekte angehst und mach nicht alles selbst. Teile die Erstellung und Veröffentlichung von Inhalten in zwei unabhängige Bereiche und versuche, 6-18 Monate im Voraus zu planen. So kannst du ohne Druck arbeiten, dein Publikum frühzeitig auf spannende Veröffentlichungen hinweisen und den Schwung beibehalten, der dich voranbringt.

Patreon für Musiker

Durch verschiedene Mitgliedsstufen kannst du Inhalte gezielt einsetzen

4. Geh strukturiert vor

Patreon kann die Basis für viele verschiedene Geschäftsmodelle für dich sein. Mach dich schlau. Beobachte, wie andere Künstler die Plattform einsetzen, um ihren Erfolg langfristig zu sichern. Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg. Aber wenn du dich für eine Strategie entschieden hast, solltest du dabei bleiben. Wenn du ständig dein Konzept und deine Anknüpfungspunkte für deine Fans änderst, machst du dir selbst das Leben schwerer, als es sein müsste. Denk daran, dass du für deine Fans ein Fixpunkt bist und sie darauf vertrauen, dass du hältst, was du versprichst. Das bedeutet nicht, dass du dich nicht künstlerisch weiterentwickeln und deine Inhalte mit der Zeit breiter aufstellen kannst. Es geht einfach darum, strukturiert vorzugehen.

5. Exklusivität macht sich bezahlt

Belohne dein Publikum und schaffe einen Mehrwert, wo immer du kannst. So, wie deine Anhängerschaft wächst, sollte auch die Qualität deiner Inhalte steigen. Auch dein System zum Teilen von Inhalten kannst du mit der Zeit verfeinern. Feedback ist von unschlagbarem Wert, um den richtigen Weg zu finden. Genau, wie du die Songs und die Reihenfolge für dein nächstes Album oder deine nächste EP sorgfältig festlegst, sollten deine Inhalte eine Geschichte erzählen. Finde heraus, welche Aspekte deiner Kreativität bei deinen Fans am besten ankommen und auch, was nicht so gut funktioniert. Patreon macht es dir leicht, verschiedene Abo-Stufen zu definieren und Inhalte zu kategorisieren. Indem du die Plattform an deine kreative Arbeitsweise anpasst, kannst du sozusagen „Pakete schnüren“: exklusiver Zugang zu Inhalten, limitierte Fanartikel, Vinyl-Editionen und exklusive Highlights für deine Fans. Lern deine Fans kennen. Mit der Zeit wirst du herausfinden, wo welche Inhalte am besten aufgehoben sind.

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4 Antworten zu “Patreon für Musiker: 5 Tipps, wie du dein Einkommen steigerst”

  1. donnie sagt:

    tja, patreon ist ne coole sache. es kann einen monat gut laufen, mit 100 euro im monat. es kann aber auch mal schlechter laufen. das große aber ist, dass ich dann kein hartz4 mehr kriege. also wenn man eine große fanbase hat und schon geld verdient, kann man drüber nachdenken. ich habe das leider nicht und bin auf mein hartz4 angewiesen. viel glück euch allen.

    • TBS sagt:

      Kann man sehr gut verstehen, da kannst du leider nichts im Moment machen, denn alles was über 100 € ist, wird dir ja dann weggenommen.

      Kenne ich aus eigenen Erfahrungen, diese Problem ist ja auch bei der ALG I vorhanden.

      • donnie sagt:

        hey, da sollte eigendlich 1000 euro stehen. ging wohl ne null unter. ^^
        ich glaube man darf sich im monat 160 euro zum hartz4 hinzuverdienen.
        und für diesen fall ist denke ich patreon ungeeignet. ich habe ein album bei bandcamp online. (einfach auf donnie klicken) wenn da was rein kommen sollte, wird es sicher nicht zu viel sein. (gab noch keinen käufer) oder kann man bei patreon ein einkommenslimit setzen ?

  2. Tony Tornedo sagt:

    Geht man wahrscheinlich besser ab und zu mal in der Fußgängergzone spielen und nimmt in 3 h brutto = netto 50 Euro mit nach Hause. Klar, Plattformen sind „das Ding“. Und sie selbst verdienen am besten. Der Text klingt übrigens nicht so, als hätte der Autor eigene Erfahrungen damit … eher „Werbung für Patreon“?

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