von Gastautor | Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten
Die meistverkauften Synthesizer aller Zeiten

Die meistverkauften Synthesizer aller Zeiten  ·  Quelle: Korg

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Was macht einen Synthesizer zum Dauerbrenner? Hier kommen fünf Instrumente, die auch nach mehr als zehn Jahren noch lange nicht genug haben und somit zu den meistverkauften Synthesizern aller Zeiten gehören.

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Hinweis: Dieser Artikel von Adam Douglas erschien ursprünglich in englischer Sprache auf gearnews.com.

Die meistverkauften Synthesizer

Wie lange wird ein Synthesizer normalerweise produziert? Wenn ich schätzen müsste (und das ist mein Job), würde ich sagen, im Durchschnitt etwa drei bis fünf Jahre. Ob wegen sinkender Verkaufszahlen, technischer Veralterung oder Ersatz durch ein aktualisiertes Nachfolgemodell – den meisten Synthesizern geht über kurz oder lang die Puste aus. Nur selten schafft es ein Instrument, auch nach mehr als zehn Jahren noch die Kunden zu begeistern. Wenn ein Synthesizer nach so langer Zeit noch erhältlich ist, lässt das auf anhaltend gute Verkaufszahlen schließen – und damit langfristige Profite für den Hersteller. Obwohl die meisten Hersteller sich zu den tatsächlichen Verkaufszahlen in Schweigen hüllen, kann man also davon ausgehen, dass eine lange Produktionszeit ein eindeutiges Indiz für einen Bestseller ist.

Eine Handvoll Synthesizer bescheren ihren Herstellern seit mehr als einem Jahrzehnt verlässliche Gewinne. Einige davon kennst du bestimmt; andere sind vielleicht eine Überraschung. Hier haben wir sie zusammengefasst – beginnend mit dem am längsten erhältlichen.

Korg microKORG – der meistverkaufte Synthesizer von allen?

Meistverkaufte Synthesizer: Korg MicroKorg

microKORG · Quelle: Korg

Der 2002 erschienene, anhaltend populäre microKORG war für Korg ein echter Glücksgriff. Von allen heute erhältlichen Synthesizern ist er mit Abstand am längsten auf dem Markt und gehört somit zweifelsohne zu den meistverkauften Synthesizern. Der vom längst eingestellten Korg MS2000 abstammende microKORG ist der Beweis dafür, dass die abgespeckte Variante eines Instruments nicht immer die schlechtere sein muss. Der vierstimmige, virtuell analoge Synthesizer bietet pro Stimme zwei Oszillatoren, ein 12/24 dB-Multimode-Filter und zwei LFOs. Hinzu kommen ein Vocoder, Effekte, ein Arpeggiator und mehr.

Dass die Programmierung wegen der wenigen Bedienelemente nicht gerade intuitiv ist, hat der Popularität des microKORG seit über zwei Jahrzehnten nicht geschadet. Im Laufe der Jahre brachte Korg mehrere limitierte Sondereditionen heraus – toll, wenn man kein Fan der Standard-Farbgebung ist (obwohl ich mich inzwischen daran gewöhnt habe). Und wer nicht so auf Hardware steht, bekommt den microKORG inzwischen sogar als Software-Synthesizer.

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Korg microKORG S
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Waldorf Blofeld

Meistverkaufte Synthesizer: Waldorf Blofeld

Blofeld Desktop · Quelle: Waldorf

Vor 16 Jahren brachte Waldorf den Blofeld Desktop heraus. Der Synthesizer vollbrachte das Kunststück, einen Großteil der bewegten Geschichte des Herstellers in einem kompakten, günstigen Gerät zu vereinen – von der Q-Serie bis hin zum Microwave II und dem PPG Wave. Mit seiner Mischung aus virtuell-analoger Synthese, Wavetables, FM und Samples ist der Blofeld ein echter Desktop-Alleskönner. Also überrascht es nicht, dass er zu den meistverkauften Synthesizern gehört und auch nach 16 Jahren noch produziert wird.

Neben drei flexiblen Oszillatoren hat der Blofeld zwei 12 und 24 dB-Multimode-Filter (inklusive einer Emulation des Analogfilters aus dem PPG Wave), eine Modulationsmatrix und Effekte. Der Original-Blofeld war weiß, aber es gibt auch eine schwarze Variante, falls du (wie ich) bei der Farbe Weiß eher an Küchengeräte denkst. Für alle, die eine Tastatur bevorzugen, gibt es den 16-fach multitimbralen, 25-stimmigen Synthesizer auch mit Tasten – ebenfalls in Schwarz und Weiß. Und während Waldorf sonst eher nicht für günstige Preise bekannt ist, ist der Blofeld angenehm erschwinglich. Kein Wunder, dass er so beliebt ist!

Alle Varianten des Blofeld gibt es hier bei Thomann*.

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Novation MiniNova

Novation MiniNova

MiniNova · Quelle: Novation

Weiter geht’s mit einer weiteren „Mini-Version“ eines Klassikers. Die Novation MiniNova bringt die Klangerzeugung der hauseigenen UltraNova in ein kompaktes Format. Und während die UltraNova schon längst das Zeitliche gesegnet hat, strahlt die MiniNova munter weiter – seit mittlerweile 11 Jahren. Im Portfolio des Herstellers hat sie neben der Bass Station II (selbst ein Dauerbrenner), dem Peak und dem Summit einen festen Platz.

Die eindeutig vom MicroKorg inspirierte MiniNova hat nur wenige Regler, aber unter der Haube ist einiges los. Jeder der drei Oszillatoren beherrscht virtuell-analoge Klänge, digitale Schwingungsformen und Wavetables. Die Filtersektion ist mit zwei Filterblöcken mit 14 verschiedenen Typen nicht weniger umfassend und leistungsstark. Sogar einen Vocoder und einen Auto-tune-artigen Effekt bietet der Synthesizer. Wie man es von Novation erwartet, klingt die MiniNova großartig, nicht ohne einen deutlich elektronischen Anstrich. Außerdem ist sie ein echtes Schnäppchen, was sicherlich zu ihrem Status als einer der meistverkauften Synthesizer beigetragen hat.

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Korg microKORG XL+

Meistverkaufte Synthesizer: microKORG XL+

microKORG XL+ · Quelle: Korg

Man könnte meinen, dass der ursprüngliche microKORG der unangefochtene Platzhirsch unter den virtuell-analogen Synthesizern mit Minitasten ist. Dieser Eindruck täuscht jedoch: Nicht nur wildert auch die Novation MiniNova in diesem Revier (siehe oben) – Korg selbst bietet seit mittlerweile 11 Jahren zusätzlich den microKORG XL+ an.

Der Name ist dabei etwas missverständlich. Zwar ist der microKORG XL+ ein etwas größerer Nachfahre des ersten microKORG; in ihm steckt jedoch eine MMT-Klangerzeugung auf Radias-Basis statt der MS2000-Engine. Auch ist er nicht vier-, sondern achtstimmig polyphon. In der Variante mit dem „+“ im Namen erhielt er eine neue Farbgebung und genre-typische Presets. Weitere Vorzüge des microKORG XL+ sind eine Waveshaper-Sektion, verschiedene Multimode-Filter, ein Vocoder, Effekte und ein Arpeggiator.

Beide microKORGs sind günstig (das Original noch ein bisschen mehr) und kompakt. Für welchen man sich entscheidet, hängt also in erster Linie davon ab, welche Sound-Engine man bevorzugt.

Der microKORG XL+ ist schon seit über 10 Jahren bei Thomann* erhältlich.

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Korg microKorg XL +
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Korg MS-20 mini

Korg MS-20 mini

MS-20 mini · Quelle: Korg

Korg hat auf jeden Fall ein gutes Händchen für anhaltend populäre Synthesizer. Der MS-20 mini ist schon das dritte Produkt des Herstellers in unserer Hitliste. Nicht schlecht! Außerdem ist er der fünfte Synthesizer in dieser Liste, der sehr kompakt ist. Die Zutaten „klein“ und „günstig“ gehören also auf jeden Fall zur Rezeptur der meistverkauften Synthesizer.

Als er 2013 erschien, setzte der MS-20 mini gleich mehrere Trends. Er ist nicht nur Ausdruck des wiedererwachten Interesses an analogen Synthesizern, sondern trat auch eine Welle von Nachbauten und „Klonen“ los – in diesem Fall hatte Korg sich ja sogar selbst geklont. Als leicht verkleinerte Version des Originals bietet der komplett analoge, semi-modulare MS-20 mini zwei Oszillatoren, die beiden berühmten Filter (Tiefpass und Hochpass), zwei Hüllkurven, ein üppig bestücktes Steckfeld und sogar einen Pitch-to-CV-Converter, der das Spielen des Synthesizers über externe Audiosignale ermöglicht. Er klingt herrlich fett und ungehobelt und ergänzt sich hervorragend mit weicheren, Minimoog-artigen Synthesizern oder einem Polyphonen.

Der Korg MS-20 mini ist bei Thomann* erhältlich.

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Videos zu den meistverkauften Synthesizern

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