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Isotonik Studios Factorsynth

Isotonik Studios Factorsynth  ·  Quelle: Isotonik

Machine Learning ist ein schönes Buzzword, also eine Modewort für die aktuelle Zeit. Aber Dinge, die damit passieren in der Musik, können interessant sein. Die Stärke von Machine Learning ist, eine Menge von Daten zu haben und daraus etwas Erstaunliches zu machen. 

Wie sieht das nun im Einzelnen aus? Man lädt ein Audiofile ein, das mehrere Elemente enthält. Diese werden einzeln als Pulse angezeigt. Beispielsweise enthält das Audiofile einen Stahlhammer, eine Hi-Hat und einen Drone-Sound und ein wenig Perkussionsgeraffel. Jetzt kann man wählen, dass beispielsweise die Hi-Hats und das Perkussionszeugs verschwinden sollen, um nur die Drone mit dem Hammer zu bekommen. Diese kann man hinter der Anzeige der Kurvenformen der betreffenden Instrumente auswählen und abschalten.

Factorsynth – Machine Learning in Max for Live

Dazu kommt jetzt ein zweites Audiofile. Das ist wie beim Vocoder der Trägersound. Es könnte eine Fläche sein oder ein Field-Recording. Mit dem, was verblieben ist – also hier der Hammer und die Drone – kann man das neue File in der Rhythmik der erkannten Elemente als zweiten Sound einblenden. So lassen sich Audiofiles beliebig dekonstruieren und neu zusammenstellen. Ein Traum nicht nur für Remixer. Denn so eine Software war bisher sehr sehr aufwendig und teuer. Bisher gab es nämlich nur Prosoniqs neuere „Sonic Worx – Iso“-Software, die auch einiges an Rechenleistung benötigte. Es ist also eine neue Art von Audioberechnung.

Im hinteren Teil des Videos kann man auch sehen, welche unüblicheren Dinge man machen kann, nämlich Teile von Drumloops, Field Recordings und Noises zu analysieren und auszuschalten. So was geht es auch mit einem simplen Gitarren-Loop. Der zweite Teil ist hingegen in der Lage, solche Gitarren oder Noises rhythmisch wieder einzufügen. Es gibt also immer einen „Herauslöschen„-Teil und einen Hinzufügen-Teil. Das Tool ist ein „Max for Live“-Element, funktioniert also primär mit Ableton Live. Der Preis ist mit gut 60 Euro sicherlich nicht zu hoch. Das Prosoniq-Tool kostete seinerzeit mehr als vierstellig.

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