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 ·  Quelle: Loopereye Ltd

In den vergangenen Wochen haben wir über sehr verschiedene Looper-Konzepte berichtet. Da gab es den experimentellen Chase Bliss Audio Blooper, den kompakten MXR Clone Looper und das DAW-ähnliche Singular Sound Aeros Loop Studio. Kann sich da ein neues Gerät komplett ohne Knöpfe behaupten? Die Rede ist vom looperEYE.

looperEYE

Na toll, eine Looptstation mit ohne Knöpfe und mehr nicht? Weit gefehlt! looperEYE will die Leistung und Flexibilität einer DAW mit der Kompaktheit und dem Komfort eines Looperpedals kombinieren. Ja, physische Schalter werden durch die Kombination einer integrierten Kamera mit moderner Bildverfolgung ersetzt. Aber das ist noch lange nicht alles.

2 Versionen

Vorab: Solltet ihr kamerascheu sein oder einfach nur ein altbekanntes Interface bevorzugen, gibt es eine weitere Version mit gleichem Leistungsumfang und klassischen Fußschaltern. Der einfallslose Name dieser Version lautet „LOOPEREYE-B„.

Erzähl mir mehr!

LooperEYE kann standalone betrieben werden. Es ist also nicht erforderlich zusätzliche Geräte anzuschließen. Eingänge wie Ausgänge sind Stereo ausgelegt, die Kiste läuft mit satten 192KHz und 24 bit, der Dynamikumfang beträgt 114dB. Das kann sich sehen lassen!

unbegrenzte Loops

Eine Aufnahme- oder Trackbegrenzung gibt es laut Loopereye Ltd nicht. Ich hätte trotzdem gern gewusst welche Art von Speichermedium im Gehäuse verbaut wird.

integrierter Synthesizer

Laut Produktbeschreibung steckt in den Geräten ein integrierter Synthesizer, mit dem etliche verschiedene Instrumente gespielt werden können. Dieser wird leider nicht genauer beschrieben und könnte daher alles bis hin zu billigen Rompler-Sounds sein. Allerdings kann er über viele verschiedene Wege angesteuert werden.

Zum Beispiel mit Plug-and-Play-fähigen MIDI-Geräten, MIDI über WiFi, über die App oder durch Zuordnung von MIDI-Befehlen oder MIDI-Tasten zu den Knöpfen von looperEYE. Allerhand! Jetzt muss das Teil allerdings noch einen guten Klang beweisen.

die App

Android/iOS App

Auch wenn der Treter standalone betrieben werden kann, so richtig flexibel wird man erst im Verbund mit einem Smartphone oder Tablett. Denn dann könnt ihr eure Loops sogar visualisieren, steuern, speichern, Tracks exportieren, importieren, Sitzungen speichern, die virtuellen Tasten anders belegen, Anzahl der Spuren konfigurieren, etc.

Außerdem könnt ihr die Aufgenommenen Spuren mixen und anschließend weitergeben, die vier Knöpfe anders belegen und vieles mehr.

Zukunftssicher?

So schön diese Funktionen alle klingen mögen, ich bleibe dennoch skeptisch. Zwar mögen die guten alten Hardware-Looper wie der BOSS RC-30* oder TC Electronic Ditto X4* ihre Grenzen haben. Aber ich kann mir sicher sein, dass sie auch nach Jahren im Schrank die gleichen Möglichkeiten wie am ersten Tag haben werden.

Sobald eines Tages die App des looperEYE nicht mehr unterstützt werden sollte, verliert das Gerät massiv an Funktionalität. Wie seht ihr das? Würdet ihr euch ein solches Gerät zulegen? Überzeugt mich gern vom Gegenteil!

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