von claudius | Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten
Die besten Reaper Addons

 ·  Quelle: Cockos, Gearnews

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Reaper ist wohl eine der umfangreichsten, wenn nicht gar die umfangreichste DAW am Markt – und für Windows, macOS und Linux erhältlich. Während andere DAWs sich nach Außen abschotten geht Reaper einen offeneren Weg und erlaubt es willigen Nutzern, über Scripte, Theming und Co. das Programm massiv zu erweitern. Und damit wird Reaper zu einer regelrechten Höllenmaschine (pun intended), mit der du sogar Funktionen anderer DAWs wie Live oder Bitwig Studio nachahmen kannst. Doch der Reihe nach – hier sind unsere besten Reaper Addons.

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Reaper SWS Extensions

SWS Extensions

SWS steht für Standing Water Studios – und Tim Payne ist der Mensch hinter dem Studio und Initiator des Projekts. Er hat sich verschiedene Scripts für Reaper gebaut, die über die Zeit von anderen Menschen im Reaper-Forum erweitert wurden und irgendwann erschien es als Installationspaket für alle Nutzer. Kostenlos mit Bitte nach Spenden – mittlerweile auch Open Source und bei GitHub verfügbar.

Die SWS Extensions bringen neue Actions, Snapshots und Grooves mit. Außerdem kann man Automation sehr leicht mit einem LFO modulieren, Tempo mappen, Lautheit automatisch normalisieren, bei bestimmten Track-Namen färben und gruppieren sich Tracks selbst, es gibt ein MIDI Groove Tool zum Quantisieren in verschiedenen Takten … der Umfang ist immens.

SWS Extensions ist für Windows, macOS und Linux in 32 Bit, 64 Bit und ebenfalls für ARM32 und ARM64 (auch Apple M1) verfügbar.

Eine Pflichtinstallation für alle Reaper-Nutzer, die das Maximum aus der DAW rausholen wollen. Und wer nicht weiß, wo er anfangen kann: Es gibt sogar kaufbare Tutorial Videos nur zum Addon.

Reaper ReaPack

ReaPack

Der Name ist Programm: ReaPack ist ein Paketmanager für Reaper, über den du sehr einfach und optisch angenehm verschiedene Addons für Reaper installieren kannst. Darunter sind Skripts, Effekte, Extensions, Themes und Language Packs. Im Prinzip das, was Cockos auf der Homepage unter Stash anbietet – nur viel schöner verpackt und einfacher zu installieren.

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Wenn du Reaper schnell erweitern möchtest und mit dem lahmen und unübersichtlichen „Stash“ nicht klar kommst, dann ist das kostenlose ReaPack dein Ding. Finanziert wird es ebenfalls über Donations und ist für Windows, macOS, Linux in je 32 Bit, 64 Bit und ARM (macOS und Linux) erhältlich.

ReaMenus

Reaper ist vermutlich die umfangreichste DAW der Welt. Das ist toll, weil du quasi alle Möglichkeiten hast, die du vermutlich suchst. Allerdings werden dadurch auch die Menüs teils extrem unübersichtlich. Du kannst sie in Reaper zwar selbst umschreiben – es gibt aber von Foren-Usern entwickelte Menüs, die du einfach als ReaMenus installieren kannst. Dadurch werden die Menüs sinnvoll strukturiert, werden in korrekte Unterkategorien geschoben und auch beim Rechtsklickmenü, Reapers wohl mit größter Stärke, sieht es aufgeräumt aus.

Das wurde nach einer Entwicklungspause nun unter Open Source Lizenz bei GitHub erneut veröffentlicht und kann auch per einfachem Markdown-Code selbst umgeschrieben werden.

Reaper HeDaScripts Manager

HeDaScripts Manager

Reapers große Stärke sind die krassen Scripting-Möglichkeiten. Um die nicht einzeln einzuklöppeln oder im Netz zusammen zu suchen, gibt es den HeDaScripts Manager. Damit kannst du (auf Basis der SWS Extensions) Reaper ganz einfach mit vielen Skripten per Klick ausstatten.

Damit kannst du zum Beispiel nicht nur Notizen in Spuren einfügen (toll für ADR mit Zeitbalken der Clips in einem Dock-Fenster) oder Reaper beliebig erweitern. HeDaScripts Manager wird von einer Person entwickelt und hängt noch bei Reaper 5.18 von 2019 fest. Es funktioniert aber erfahrungsgemäß auch mit Reaper 6.

Es gibt den Skript Manager für Windows, macOS und Linux. Er ist kostenlos auf der Homepage verfügbar.

Reaper Helgo Boss Playtime

Playtime

Der deutsche Entwickler Benjamin aka. „Helgo Boss“ hat 2014 für ziemliche Furore unter Reaper-Nutzern gesorgt. Er hat mit Playtime einen Sequencer bzw. Session View für Reaper geschaffen, mit der Reaper wie Ableton Live oder Bitwig Studio mit einem Clip-Raster einsetzbar ist. Ein Ersatz für die anderen DAWs ist es freilich nicht, aber Reaper-Nutzer bekommen hier echt viel geboten und können vielleicht auf ein 2-DAW-Setup verzichten.

Es gibt eine kostenlose Testversion, in der Speichern und Laden deaktiviert ist. Für 20 Euro kannst du eine Lizenz mit allen Funktionen erwerben. Erst vor ein paar Tagen ist nach 3 Jahren Entwicklungsstillstand eine neue Version mit Support für Reaper 6 erschienen. Es geht also weiter. Allerdings nur für Windows- und macOS-User.

Reaper Helgo Boss ReaLaern2

ReaLearn 2

Ebenfalls von Helgo Boss ist ReaLearn 2. Es ist kostenlos und erweitert die MIDI Learn Funktionen von Reaper deutlich. Mit dabei sind Funktionen wie MIDI Feedback, Presets, eine Art künstliche Intelligenz für MIDI CC Daten, eine Squeeze-Funktion, mit der Sub-Ranges für MIDI Daten festgelegt werden können … und noch viel mehr. Eben alles rund um MIDI-Daten.

Der kompletten Umfang ist auf der Homepage einsehbar. Dort kannst du es auch kostenlos herunterladen. Wenn du mit MIDI in deinem Setup unterwegs bist, solltest du dir das dringend anschauen. (Schau dir vorher im Video unten die ersten 1:45 Minuten an)

Deine besten Addons

Nutzt du Reaper? Bist du komplett vanilla, also ohne Erweiterungen oder Anpassungen, unterwegs oder hast du dein Reaper bis zum Abwinken gemodded und mit eigenen Scripts und selbstgeschriebenen Plug-ins versehen? Schließlich hat Reaper so Fuß in der Pro-Audio-Welt gefasst, dass mittlerweile auch Zuarbeiter für AAA Videospiele damit arbeiten. Sound Design wird damit sehr einfach.

Wir freuen uns über deine Empfehlungen. Vielleicht schafft es die dann auch in diese Liste?!

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Bildquellen:
  • Reaper SWS Extensions: Claudius
  • Reaper ReaPack: ReaPack
  • Reaper HeDaScripts Manager: HeDaScripts
  • Reaper Helgo Boss Playtime: Helgo Boss
  • Reaper Helgo Boss ReaLaern2: Benjamin Klum/Youtube
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10 Antworten zu “Reaper Addons: Damit wird die DAW noch krasser”

    MarkMischts sagt:
    0

    Krass, wusste gar nicht, dass man mit Reaper so viel anstellen kann! Da werde ich wohl mal mit SWS Extensions anfangen.

    Thomas sagt:
    0

    Sehr informativer Artikel, guter Überblick.

    Sandro Maestro sagt:
    0

    Danke für den Artikel. Mir war gar nicht bewusst, dass es eine DAW gibt, die man derart erweitern kann. Klingt sehr interessant, allen voran die Makros. Da solll Reaper echt stark zu sein.
    Lohnt sich ein Kauf? Die $65 klingen für mich nicht nach einer DAW mit taug.

      claudius sagt:
      1

      Hi Sandro.
      Reaper ist eine ausgewachsene DAW, die anderen in Nichts nachsteht. Du findest es in Profistudios, bei Amateuren, bei Sounddesignern, Recordern und „DAW Youtubern“ gleichermaßen.
      Reaper ist angeblich so preiswert, weil der Entwicker damals WinAmp entwciklelt hatte und teuer an AOL verkauft. Außerdem konnte er sich keine Pro-DAW früher leisten, das möchte er für die Generation nach ihm ändern.
      Probier es einfach aus. Reaper ist 60 Tage ohne Einschränkungen nutzbar. Danach dann 65 oder 225 USD für die identische Programmversion, je nach dem, ob du damit viel Geld verdienst oder nicht. Wenn dir 65 zu wenig sind, kauf doch einfach die Profi-Lizenz. ;)

    Tobi sagt:
    0

    In die Liste gehört auf jeden Fall der Control surface integrator und der web remote builder (ich selber nutze beides nicht).

    Bei mir läuft ein avid Artist mix sowie transport. Der Entwickler vom Control surface integrator hat 2014 eine eucon Implementation rausgebracht die wirklich 80% der eucon Funktionen abdeckt. Habe mit dem transport sogar Zugriff auf alle actions in der actionlist inkl Extensions. Desweiteren nutze ich ein elegato streamdeck und mehrere xkeys via companion (xkeys nur in der Beta Version unterstützt). Funktioniert aber tadellos und bringt mir durch viele Tasten und möglichen shortcuts die Komplexität von reaper komplett und smart „an die Oberfläche.
    Eine richtige Tastatur habe ich nicht mehr. An dem wichtigsten Platz auf dem Tisch steht jetzt der artist Mix. Abgesehen von den Fadern ist es vor allem toll die encoder und Displays in ergonomischer Reichweite zu haben.

    Schmerzlich vermisse ich neben anderen Usern aber den aaf support. Filmtonschaffende würden sich freuen reaper nutzen zu können, aber ohne nativen aaf support geht das nicht.
    Also:
    Hands up for reaper! Bin seit 10 Jahren fanboy

      claudius sagt:
      0

      Ist der CSI eine Art Keymap für TouchOSC? Den hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm. Schau ich mir auf jeden Fall an! :)

      AAF vermisse ich auch. Es gibt den AATranslator, der kann zumindest bedingt übersetzen, wird aber glaube ich nicht mehr aktiv entwickelt und existiert nur für Windows (über WINE angeblich nutzbar, aber erfahrungsgemäß wirft es öfter mal Fehler). Ich hatte mir vor gut 10 Jahren mal die Pro-Version gesichert, um OMF und AAF in Reaper importieren zu können.

      Seit ein paar Monaten kursiert auch ein Python-Script für AAF Import. Über die Qualität kann ich aber nichts sagen. Vielleicht nimmt das Team um Justin Frankel das als Anlass für eine native Funktion. Reaper ist spätestens seit V4 doch mehr und mehr in der Filmbranche verbreitet. https://gitlab.com/skysphr/reaper-aaf

        Tobi sagt:
        0

        Den aatranslator habe ich mir damals auch gekauft. Da kam vor 1-2 Jahren auch plötzlich nochmal ein Update. Bei mir hat der gefühlt nur bei jedem dritten Versuch funktioniert, man musste sich immer auf nicht lesbare Projekte einstellen.

        Ich kann dir nicht genau sagen, was CSI ist, aber im Kern kann man damit Controller (midi und OSC) quasi so Zusammenfassen, das reaper es als einen Controller „sieht“. In der Praxis ist man somit ganz weit vorne was das Zusammenspiel der Controller angeht. Gibt ja genügend Infos im Netz, jedenfalls sehr spannend.

    chris sagt:
    0

    Hi, ich mag das Notiz Addon, Problem: Sehe nicht, wie bei LogicPro ob ein Track eine Notiz hat oder nicht. Wie lässt sich auf dem Track oder im Mixer darstelen, dass der aktuell eine Notiz hat?

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