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HLO CNTRLCAP

HLO CNTRLCAP  ·  Quelle: YouTube/HLO CNTRLCAP

Live-Performer, Turntablisten und (Electro-)DJs und aufgepasst. Mit der CTRLCap könnt ihr nun Filterfahrten und FX auf den Cross- oder Linefader legen, auch wenn ihr beide Hände am Teller oder Pult voll habt. Scratching oder Mixing, dabei FX abfeuern und immer im Flow bleiben? Die CTRLCap Faderkappe mit USB-Anschluss und Wireless Transmitter/Receiver möchte aus der Mission Impossible die Mission Expressable machen.

Das Konzept ist simpel: Je fester man auf die Faderkappe drückt, umso stärker steigt der MIDI-Wert an und tweakt das Attribut eurer Wahl, egal ob DAW oder DJ-Software. Die Installation ist nicht minder leicht: Alte Kappe vom Fader zupfen, neue (am besten voll aufgeladen) draufsetzen und schon kann es losgehen.

Wireless MIDI-Control

Über eine drahtlose Verbindung nimmt die Cap Kontakt zum USB-Dongle auf (der Hersteller attestiert eine Latenz von unter 1 ms), der wiederum die Daten an die erforderliche Software weiterleitet. Der Akku soll dabei bis zu 8 Std durchhalten können. Die zugehörige Software namens Cap-Companion ist verfügbar für Mac und PC sowie für Linux auf Anfrage via Mail.

HLO nennt sich das belgische Startup von Hermutt Lobby, das hinter der Entwicklung steckt. Ein Zusammenschluss von Elektromuckern, die auf gut zwei Dekaden Erfahrung zurückblicken. Auf dem Music Tech Fest 2014 in London wurde bereits ein POC vorgestellt (und nebenbei noch einen Preis für einen modifizierten PS3 MIDI-Controller eingeheimst). Nun steht die Kappe in den virtuellen Verkaufsregalen – oder besser gesagt bei shopify.

Die Entwickler sprechen mit dem Teil primär Turntablisten und Scratcher an. Ebenso DJs aus anderen elektronischen Spielrichtungen, die einen zusätzlichen Befehlsgeber für Traktor oder Serato suchen oder Live-Performer, die mit Ableton auf der Bühne stehen oder Plugins ansprechen wollen. Sogar Licht- und Videosteuerung sind eine Option.

Hat darauf die Welt gewartet?

Ich würde es jetzt nicht als DJs Must-Have-Tool deklarieren. Dafür sind die Ansprüche zu unterschiedlich, und letztlich steht und fällt das Ganze auch mit dem Ansprechverhalten des Drucksensors. Der Preis von 129 € fürs Starter Pack und je 99 € pro weitere Fadercap oder Receiver ist zudem kein Schnapper. Aber es gibt immerhin ein 3er-Set für 299 Euro.

Nichtsdestotrotz muss man den Entwicklern attestieren, dass sie hier ein interessantes Produkt für eine spezielle Anwendergruppe entwickelt haben, das schon bald in Kanzel und Stage die Runde machen könnte.  Man stelle sich mal vor, auf jeden Kanalfader am Mischpult und dazu auf den Crossfader je eine Kontrollkappe aufzuziehen und diese mit unterschiedlichen Parametern auszustatten, eventuell auch in Abhängigkeit zueinander (Stichwort Modifier).

Der Begriff Fader-FX bekäme eine neue Dimension. Hier noch das Produktvideo und der Weblink.

 

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