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Cort A4 Ultra Ash

 ·  Quelle: Cort

Noble Zutaten und ein eigenständiges Design zeichnen die Artisan-Serie des südkoreanischen Gitarrenherstellers aus. Mit den Modellen B4 & B5 Plus AS RM brachte man 2019 leckere geröstete Ahornhälse ins erschwingliche Preissegment. Jetzt kommen exotische Hölzer und modernste Elektronik an die Reihe. Vorhang auf für den neuen Cort A4 Ultra Ash.

Mut zur Veränderung

Ich gebe es zu, als Bassist bin ich leider total klassisch geprägt: Preci und Jazz Bässe haben es mir schon immer angetan und ich bin ein Teil des Problems, warum jeder Hersteller dieses Planeten mindestens eine „Kopie“ des einen oder des anderen Modells in seinem Repertoire führt. Bestes Beispiel: Lakland baut seit diesem Jahr ebenfalls Bässe und von den vier neuen Modellen sind zwei genau das – ein Preci und ein Jazz Bass. Um so mehr freue ich mich, wenn ein Hersteller entschlossen dagegenhält und versucht, andere Wege zu gehen.

Cort A4 Ultra Ash

Mit dem A4 Ultra Ash präsentiert Cort einen neuen Ansatz, den ich so bislang nicht glaube, gesehen zu haben. Auf dem Korpus aus Mahagoni befindet sich eine Eschendecke. Diese weist eine sehr schöne Holzmaserung auf und wurde für eine schöne natürliche Ästhetik sandgestrahlt. Der durchgehende Hals ist fünfteilig konstruiert und eine Kombination aus Ahorn und Panga Panga. Auch das Griffbrett besteht aus Panga Panga und hat 24 Bünde. Das afrikanische Holz hat die typischen Charakteristiken von Wenge und produziert einen dichten, ausgewogenen Klang, der optimal auf Instrumenten mit durchgehendem Hals funktionieren soll.

Fishman Fluence Pickups

Die Hardware ist komplett von Hipshot, was aktuell wohl der Standard für Bass sein dürfte. Das Besondere an diesem Instrument sind aber natürlich die Tonabnehmer. Die neu entwickelten Fishman Fluence Bass Soapbars ermöglichen jeweils drei unterschiedliche Voicings pro Pickup! In der Gitarrenszene werden diese Abnehmer ganz schön gefeiert. Über ein Push/Pull-Poti können die Tonabnehmer zudem von Humbucker auf Singlecoil umgeschaltet werden. Sehr gut! Zusammen mit dem 2-Band-EQ ermöglicht das eine schwindelerregende Vielzahl an Klängen. Hier eine Übersicht über die drei Voicings:

  • 1 (Passive): klassisch, dicht & rund
  • 2 (Active): volles Frequenzspektrum & Dynamik
  • 3 (Active with mid contour): Funk, ausgeprägte Bässe und Höhen

So richtig „klassisch“ klingen die Beispiele in den Videos für meine Ohren nie, was vor allen Dingen an den gewählten Hölzern liegen dürfte. Das macht aber nichts. Vielmehr erinnert mich der Sound mit seinem kräftigen Mitten-Growl und crispen Höhen an Bässe aus Markneukirchen. Ihr wisst schon, dieses spezielle Knurren, was sich hervorragend gegen tiefergelegte Gitarreros durchsetzen kann.

Preis

Was meint ihr, haben wir hier ein gelungenes eigenständiges Modell oder zu viel exotische Hölzer und Elektronik für die eher traditionelle Tieftongemeinde? Mir gefällt’s und ich werde den Ultra Ash bei Gelengenheit definitiv anspielen!

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