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Casio Trackformer XW-DJ1 und XW-PD1

Frage: Was zum Kuckuck ist ein Trackformer? Antwort: Entweder ein DJ-Controller oder ein Groove Center.  ·  Quelle: Casio

Casio Trackformer XW-DJ1 und XW-PD1

Casio Trackformer XW-DJ1 und XW-PD1  ·  Quelle: Casio

Eigentlich kommt es ja nicht sooo oft vor, dass die Hersteller von DJ- und Production-Gear vom klassentypischen Design abweichen, wenn sie neue Produkte für den Massenmarkt launchen. Doch bei der Vielzahl an Controllern, die aktuell im Handel erhältlich sind, kann es definitiv nicht schaden, durch ein außergewöhnliches Design Akzente zu setzen. Und das ist Casio mit den spacigen Trackformern definitiv geglückt, erinnern sie doch eher an Han Solos berühmten „Rasenden Falken“ als an Performance-Tools.

Der Casio XW-DJ1 ist ein MIDI-Controller im Single-Deck-Design, der über rückseitige Anschlussmöglichkeiten für ein iOS-Gerät und eine USB-Schnittstelle verfügt. Die Kompatibilität zu PC, Mac, iPhone oder iPad ist also gegeben. Ferner befinden sich am Backpanel ein Stereo-Cinch Master-Ausgang für die Stereoanlage und ein 3,5-Millimeter-Kopfhörerausgang. Der XW-DJ1 wird über ein externes Netzteil mit Spannung versorgt oder, ihr lest richtig, mit Batterien gespeist, damit man ihn quasi überall mit hin nehmen kann. Er verfügt über einen integrierten Lautsprecher mit einer Verstärkerleistung von immerhin 2 Watt und hält laut Herstellerangaben mit einem Satz von 6 AA Batterien bis zu 4 Stunden durch. Genug Zeit also, um dem Nachbarn im ICE von Hamburg nach Köln so richtig auf den Wecker zu gehen, damit er seinen Sitzplatz räumt und man vielleicht doch noch in den Genuss kommt, die nette Brünette mit seinen DJ-Künsten zu beeindrucken. Doch damit nicht genug der Kuriositäten, verbaut Casio eine waschechte 7-Inch -Vinyl, die authentisches Scratch-Feeling rüberkommen lassen soll. Die erste visuelle Erkundungstour über die Bedienoberfläche zeigt zudem einen Crossfader und rund um das Vinyl angeordnete Transportsektionen und Cuepoints pro Deck. Zwischen den Fadern trifft man auf FX- und Loop-Tasten. Man kann seine Tracks also ordentlich durch den Wolf drehen. Softwareseitig ist Algoriddim Djay der Kooperationspartner der Wahl.

Der zweite Trackformer im Bunde ist der XW-PD1, eine Symbiose aus Sampler, Step-Sequencer, Solo Synthesizer, Groovebox und Effector. Eigentümlicherweise ist der Aufbau der beiden Geräte nahezu identisch, bis auf die Tatsache, dass Casio die Vinyl gegen eine 16-Pad-Matrix ausgetauscht hat. Gespielt wird mit den Pads im Zentrum. Die Tasten im umgebenden Kreisrund widmen sich den Pads mit diversen Funktionen wie Mute, Solo, Clear Swing, Key Shift etc. Die Transportsektion liegt zwischen den Fadern und bietet neben den angestammten Funktionen Zugriff auf Banks, Pattern, Sampling und Slicing, verteilt um das zentrale BPM-Display. Der ebenfalls optional batteriebetriebene Casio XW-PD1 hat laut Herstellerangeben 200 Effekte unter der Haube und die Soundbänke enthalten eine reichhaltige Auswahl professioneller Sounds für Dance Music Produktionen. Dem Solo Synth stehen 100 Presets zur Verfügung. Dazu gesellen sich 250 PCM Melody Presets und 15 Drum Presets. Der Sampler fasst maximal 36 User-Samples. An der Rückseite konnte ich Anschlussmöglichkeiten für ein Mikrofon und einen Line-In ausmachen. Ausgangseitig stehen ein Stereo-Master und ein Kopfhöreranschluss zur Verfügung. Standard-MIDI ist auf den technischen Zeichnungen nicht zu sehen, die MIDI-Controller Funktionalität sollte demnach über USB erfolgen.

Der Verkaufspreis für den XW-DJ1 soll 299 US-Dollar betragen, verfügbar noch in diesem Monat. Der XW-PD1 soll 399 US-Dollar kosten und im März erscheinen. Hier mal ein Link zur Produktseite und ein Teaser-Video zu den neuen Casios.

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