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Mac MINI

Mac MINI  ·  Quelle: GN

Apple ist in diesen Tagen doch sehr anders, als man erwarten könnte. Man liefert jahrelang gar nichts – in Sachen Mac Mini ist seit Okt 2014 nichts zu sehen. Aber es soll etwas ganz anderes geben, den Mac Mini Pro.

Apple hat nach dem Jahr 2014 den Mini bewusst auf einen 2-Kern-Rechner zurückgestuft. Danach passierte faktisch nichts mehr, während es im Jahre 2012 noch eine 4-Kern-Version gab. Die war zwar nicht wirklich „billig“, aber es war ein sehr zeitgemäßer und nicht einmal langsamer Mac für alle, die schon einen Monitor haben oder bewusst keine großen Maschinen auf den Tisch stellen wollen.

Pro?

Apple möchte offenbar den Mac Mini „Pro“ machen – was heißt das genau? Gemessen am MacBook Pro hieße das, mindestens einen 6-Kern oder gar 8-Kern Prozessor anzubieten, der ausreichend belüftet ist. Für diesen Zweck könnte man das Gehäuse anders konstruieren oder die Hitze direkt anders oder neuartig nach außen leiten.

Ein heutiger Mac wird einen T2-ARM-Chip enthalten, der den Sicherheitsjob und ein paar andere Nebenarbeiten erledigt und den Rechner generell schwer zu hacken machen wird. Das wird auch Hackintosh-Alternativen sehr erschweren. Das MacBook Pro und der iMac Pro sind bereits damit ausgerüstet. Es ist zu erwarten, dass alle neuen Macs einen solchen Prozessor erhalten. Er kann auch andere Jobs übernehmen wie etwa die Verwaltung der SSDs.

Günstig?

Solch ein Mini wäre sicher von Vorteil, vielleicht sogar mit ausreichend Grafikleistung ausgestattet, dass aktuelle Grafikjobs damit ganz gut erledigt werden könnten. Er wäre aber eines sicher nicht – billig. Die SSDs und das RAM wären mit großer Wahrscheinlichkeit wohl bis zu 3 – 4 mal teurer als normale Angebote. So, wie man das aktuell beim Macbook und iMac auch sehen kann. Sicher wird man als Pro-User eine 1 TB SSD bestellen wollen und eher 16 GB, ggf. sogar 32. Also nein, der Mini wird, wie jeder andere Mac aktuell, sehr teuer sein, teurer als bisher.

Er wird ggf. sogar manchem Musiker vielleicht zu teuer sein, so wie die aktuellen Macbook Pros. Es ist denkbar, dass sowohl normale Minis als auch Pros angeboten werden. Die Optik könnte sich dabei unterscheiden, im Zweifel sogar lediglich farblich – Spacegrau für Turbo? Es ist trotzdem alles nur ein Gerücht. Die Lieferantenkette leckt immer mal, Zulieferer berichten, aber Apple kann diese Pläne auch ändern.

Willst du einen solchen Mac Mini Pro? Es ist übrigens relativ logisch, dass ein normaler Mini dann natürlich eher wenig Kerne haben wird, um den Pro nicht zu kannibalisieren. Das treibt die Preise ein wenig an. So auch beim iMac vs. iMac Pro aktuell, es gibt kein 6-Core Update für den bisherigen iMac, was eigentlich erwartet wurde. Man darf annehmen, dass es also 1-2 Billigmodelle gibt für knapp unter 1k€ und einige sehr teurere aber sehr schnelle Pro-Varianten, die sich optisch womöglich kaum unterscheiden. Ein Pro könnte ggf. eine eigene Lüftung haben, die effizient arbeitet.

Aber die Linien werden neu gezogen und die Preise dazu auch. Die normalen Modelle hingegen sind eher für Office-Nutzer und Facetuber™ gedacht, weniger für Musiker und Videomenschen. Die Optik oder das Gehäuse könnten äußerlich ganz neu gemacht sein – oder aber die alte kleine Alu-Kiste mit speziellem Innenleben sein. Klein jedoch wird er sein müssen. Ein Mac hat heute ohnehin keinen Bedarf für PCIe-Busse oder optische Laufwerke, so wird auch der Mini kompakt bleiben.
Außerdem wird der Mini vermutlich wie alle Macs hot-plugged GPUs akzeptieren. Womöglich braucht niemand mehr einen großen Rechner – denn man stopft ja heute nichts mehr hinein und reparieren darf man auch nichts – so gesehen kann man ihn dann auch winzig machen und löchern, damit die Luft zirkuliert und hohe Taktraten möglich sind. Ideal wären 4.5GHz oder mehr.

Hätt’ste das mal Air gesagt?

Es wird auch über einen Ersatz für das MacBook Air nachgedacht, welches einen anderen Formfaktor haben soll und damit bewusst ein Zwischenmodell zum 12″-Macbook und den Pro-Books sein soll. Der Mini wird sicher der Teuerste sein, den es je gegeben hat und dennoch aktuelle Prozessoren enthalten. Das sagen der Bericht von Bloomberg und einige andere Gerüchte dazu. Dieses Air könnte das bezahlbare Book werden oder sein und mit Intel i7 erhältlich sein, jedoch nicht unfassbar viele USB-Ports enthalten. Anzunehmen sind 2 USB-C-Ports, die man über Adapter auf mehrere USB-Norm-Ports alter Typen A-B und Micro anpassen kann. Das wäre kein idealer Musikrechner, aber er wäre vermutlich der einzige Rechner, der den Job der bisherigen Angebote leisten könnte. Für den Musiker wäre er vermutlich keine Rennmaschine, sondern für die, die eben nicht mehr ausgeben können oder wollen oder auf Windows umsatteln möchten.

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Oliver
Gast

Ich weiss nicht ob ein Apple Produkt dieses Formates mit dem Intel Hades Nuc mithalten könnte…das ist meine Homeproduktionsworkstation mit ordentlich Eier!!!

Xdd
Gast

400 Tage? Eher 1400.