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Bitwig Studio 3

Bitwig Studio 3  ·  Quelle: Bitwig

Bitwig Studio 3 Grid

Bitwig Studio 3 Grid  ·  Quelle: Bitwig

Bitwig Studio 3 Grid im Detail

Bitwig Studio 3 Grid im Detail  ·  Quelle: Bitwig

Darauf freuen sich bestimmt einige von euch: Die DAW Bitwig Studio 3 ist jetzt offiziell erhältlich. Die Beta durfte seit Mai bereits ausgiebig getestet werden. Es gab die Ankündigung, dass die Veröffentlichung irgendwann im zweiten Halbjahr passieren soll – dass es jetzt so schnell ging, ist eine schöne Überraschung! Highlight in dieser Version ist Grid. Der neue Modular-Baukasten wird Gehirne zum Zerschmelzen bringen!

Neu in Bitwig Studio 3

Grid ist ein neues Device, modular aufgebaut und gleich mit 154 Modulen ausgerüstet, die in beliebigen Kombinationen zum Sound-Design einladen. 4-faches Oversampling sorgt für amtlichen Sound. Die Signale haben einen Signalpfad, der in Stereo ausgeführt ist. Poly Grid erstellt eigene Synthesizer, sequenzierte Patches und was auch immer euch einfällt. FX Grid ist quasi die eierlegende Effekt-Wollmilchsau. Dass Bitwig Studio vom Ansatz her bereits wesentlich modularer gedacht ist als beispielsweise Ableton Live, kommt Grid natürlich besonders zu Gute. Eine interaktive Hilfe erklärt die einzelnen Parameter für sämtliche Module.

Grid Module im Überblick:

  • 18 x I/O
  • 7 x Display
  • 14 x Phase
  • 10 x Data
  • 7 x Oszillatoren
  • 4 x Random
  • 3 x LFO
  • 4 x Hüllkurven
  • 6 x Filter
  • 6 x Shaper
  • 5 x Delay
  • 10 x Mix
  • 17 x Level
  • 5 x Pitch
  • 18 x Math
  • 20 x Logic

Grid bringt ein paar wirklich sehr spannende Eigenschaften mit. Denn man kann damit gebaute Devices mit anderen Bitwig Instrumenten und Effekten oder sogar eigenen Plug-ins kombinieren. Automationen steuern beliebige Parameter in Grid-Devices. Das geht ebenfalls in Verbindung mit den in Bitwig enthaltenen Modulatoren. Module wie Hüllkurven, LFOs oder auch Sequencer haben spezielle Modulationsausgänge, die wieder andere Devices modulieren können. Und jetzt kommt’s: Auch Hardware kann über CV gesteuert werden oder anders herum CV-Signale empfangen. Wow!

Der Workflow ist jetzt besser. Wenn ihr Projekte speichert, macht Bitwig Studio 3 jetzt automatisch ein Backup. Der Realtime Ruler zeigt Timelines nun auch in Minuten und Sekunden an. Das allgemein zum Standard für Synchronisierung gewordene Ableton Link ist in Version 3 implementiert. Der Instrument Inspector glänzt im neuen Design und bietet neuerdings Polyphonie und zwei Mono-Modi. VU-Meter können ab sofort im Routing besser eingesetzt werden, so dass Signale jetzt an beliebiger Stelle angezeigt werden. Das aktualisierte Audio-Backend verspricht besseres Timing. Außerdem kann der Kontrast der GUI jetzt global verstellt werden, damit Bitwig Studio 3 auf den unterschiedlichsten Monitoren crisp aussieht.

Sehr schickes Update. Bitwig Studio kann diese Frischzellenkur bestimmt gut gebrauchen, um sich gegen den „Übervater“ Ableton Live zu behaupten. Mit Grid ist ihnen definitiv ein großer Wurf gelungen, der durchaus neidisch macht.

Spezifikation und Preis

Bitwig Studio 3 läuft auf macOS, Windows und Linux. Der Preis beträgt im Augenblick 299 Euro, normalerweise muss 379 Euro bezahlt werden. Ein Upgrade kostet aktuell 129 Euro statt 159 Euro.

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Da wird man als Live-User durch aus neidisch, auch wenn sich sound-technisch alles mit Max/Reaktor umsetzen lässt. Die Umsetzung bzw. Integration in das DAW-UI ist wirklich gelungen. Es ist sehr schade, dass man von Ableton in dieser Richtung vorerst nichts erwarten kann. Der Weg geht aber klar Richtung Benutzer- und Einsteigerfreundlichkeit: Reaktor hat es mit den Racks gezeigt und Grid zieht hier nach. Max bietet mindestens genauso viel wie Reaktor/Grid, hat aber einfach diese Hürde bzgl. der Bedienung/Integration. Mit OSCiLLOT/Signal geht schon richtig viel, nur eben nicht nativ. Bitwig liegt hier jetzt klar vorne.