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Airwindows TapeDust Plug-in Effekt GUI Logic X

GUI wie üblich meh – klanglich muss man auf TapeDust stehen  ·  Quelle: Gearnews, Claudius

Ahhh, Bandsättigung. Wohl eine der beliebtesten Sättigungen, die es gibt. Aber Bänder haben neben ihren klanglichen Vorteilen auch Nachteile. Sie sind ziemlich anfällig und damit meine ich nicht nur den Verschleiß der mechanischen Bauteile durch so ziemlich jeden Einfluss von „da draußen“, sondern auch das Band selbst. Ist es eines der besseren Bänder aus Eisen, kann es rosten und bringt ein typisches Störgeräusch in den Höhen mit sich.

Will man das? Sicherlich nicht immer. Aber man kann es wohl auch bewusst einstreuen und dem Sound einzelner Instrumente ein bisschen Kratzen in den Höhen mitgeben. Nicht auf dem Gesamtmix und nicht auf Bass, aber Gitarre, Drums und Loops sollen damit laut Programmierer Chris „verbessert werden“ können. Natürlich muss man auf den kratzigen, noisigen Klang stehen und ihn auch haben wollen.

Dazu bekommt man zwei Schieberegler an die Hand: Dust und Dry/Wet. Mehr ist auch nicht nötig. Und das GUI ist wie üblich bei Plug-ins aus dem Hause sehr spartanisch. Es funktioniert, sieht aber eher langweilig aus. Ein bisschen mehr Eye-Candy ohne Hardware-Vorbild wäre sicher dienlich, auch wenn es dadurch nicht besser klingt.

Das Schöne an TapeDust ist der Preis: Es ist kostenlos. Es werden auch keine persönlichen Daten fällig und auch kein Nutzerkonto – Patreon machts möglich. So wie es sein sollte. Es steht als VST und AU für Windows und macOS zum Download bereit.

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mathias
Gast
mathias

es wäre hilfreich zu erwähnen, dass die „freeware“ nur möglich ist durch das Patreon von Chris. das heisst nutzer unterstützen ihn monatlich mit einem beitrag und so kann er arbeiten und seinen lebensunterhalt bestreiten. ich finde das sollte korrekterweise „community-ware“ genannt werden.
bei dieser gelegnheit: es gibt schon einen grossen fundus an airwindows-plugins die zur verfügung stehen

gearnews
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gearnews

Das stimmt. Da weise ich in aller Regel bei Plug-ins von Chris auch immer hin. Allerdings hat er ein Zielversprechen (Linux Plug-ins) schon nicht gehalten, weswegen ich etwas traurig bin.

Dirk Matten
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Dirk Matten

Das Band besteht aus einem Trägermaterial aus Kunststoff und darauf Eisenoxid (im Volksmund „Rost“) . Rost kann nicht mehr rosten. Bei preiswertem Bandmaterial ist die Klebeschicht unzureichend, d.h. nicht dauerhaft, sodass sich die Beschichtung teilweise löst und Tonköpfe und bandführende Teile verschmutzt, was sich in Höhenabfall und Gleichschlaufschwankungen äußert. Das zur Richtigstellung und als zusätzliche Information.