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Avid Sibelius First 8 Notation Scoring iMac Front GUI

Sibelius First 8 bringt Notation für den schmalen Geldbeutel, aber auch weniger Funktionen  ·  Quelle: Avid

Avid Sibelius First 8 GUI Close Up View Notation Score Keys

GUI  ·  Quelle: Avid

Wer mit Notation oder Scoring zu tun hat, der kommt kaum an Sibelius vorbei oder hört auf der Suche nach dem richtigen Programm mindestens einmal den Namen. Mit Sibelius | First 8 veröffentlicht Avid eine abgespeckte Version zum kleineren Preis. Der etwas verwirrende vertikale Strich im Produktnamen wird fortan nicht mehr erwähnt.

Features

Der Sinn der abgespeckten Version eines Programms ist es, Geschmack auf die große Version zu machen und trotzdem genug Features für kleinere Produktionen zu bieten. Sibelius First 8 bietet nur 16 Notenlinien (Staves), was vielleicht nur wenigen Komponisten ausreichen wird. Ich zumindest kenne Hobbykomponisten, die schnell mal mehr nutzen. Für die Publikation wurden auch einige Funktionen herausgestrichen und es gibt keine Möglichkeit, MIDI Daten zu editieren. Immerhin umfasst die Soundbibliothek noch gute 10 GB, 36 GB sind es in der großen Version. Die Plug-ins wurden von 140 auf 38 reduziert. Werke dürfen schriftlich nur als PDF exportiert werden, Audio als WAV und AIFF (nicht aber MP3)  und nach ScoreExchange.com. Das ist eigentlich genug, auch wenn nur PDF für professionelle Komponisten eher nicht reicht – aber die werden mit der First-Version auch nicht angesprochen.

Ganz abgesehen davon ist es aber immer noch ein Programm, mit dessen großen Geschwisterchen Scores für Hollywoodfilme geschrieben werden. Man bekommt etwas mehr als einen Vorgeschmack und einen Einblick in die Arbeitsweise mit dem Programm. Und wenn die Features ausreichen, warum nicht? Es wird übrigens auch der „Pen“ bzw. Stylus vom Microsoft Surface Pro 3 unterstützt – zum Surface Pro 4 und Surface Book fehlen aber jegliche Aussagen.

Avid stellt eine ganze Seite für den Feature-Vergleich. Jedem Interessenten empfehle ich das genaue Studium, ob die First Version ausreicht. Manches wird sicher ausreichen, manches wohl nicht. Mich stört ein wenig der Name, First wurde zuletzt mit Pro Tools ins Licht der Öffentlichkeit erückt (gab es schon mit Sibelius eher) und markiert dort die kostenlose Version. Diese nun nicht eindeutige Bezeichnung macht es schwer, es einzuordnen außer „abgespeckt“. Aber ich finde es auch gut, dass nicht für jede Zielgruppe wie bei anderen zusätzliche Namen gefunden werden und so das Sortiment immer unübersichtlicher machen – auch wenn der Zusatz First verwässert ist.

Preise

Es ist nicht kostenlos. Es geht ab 4,99 USD monatlich los, wenn man sich für ein Jahr verpflichtet. Wer monatlich neu entscheidet, der wird mit 5,99 USD zur Kasse gebeten. Wer gar nicht im Abo zahlen mag, der kann Sibelius First 8 für einmalig 119 USD kaufen. Dann gibt es ein Jahr Updates und danach bleibt es dabei, bis man wieder zahlt. Für mich immer noch ein nicht zu akzeptierendes Preismodell, auch wenn es nicht wirklich teuer ist.

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McPrell
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McPrell

Sibelius First gibt es schon viele Jahre länger als Pro Tools First (für umsonst).
Alle o.g. USD Preise sind exklusive Steuern.
Euro-Preise: 129,71 € inkl. MwSt., das Upgrade von älteren Sibelius First Versionen 46,41 €, eine 1-Jahreslizenz liegt bei 70,21 €.
Neu mit der Version 8 ist, dass man nun auch auf die EDU-(Voll)version upgraden kann: 201,11 €

gearnews
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gearnews

Danke für die Erklärung.

McPrell
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McPrell

aber gerne doch