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Front- und Rückansicht: Jede Menge Funktionen.  ·  Quelle: apogeedigital.com

So sollte jeder Hersteller seine Produkte vorstellen: Glasklare Funktionsbeschreibung.  ·  Quelle: apogeedigital.com

Apogee hat neben den üblichen Verdächtigen, den Modellen Jam, Duet und Quartet, natürlich auch größere Audiointerfaces zu bieten. Preislich orientiert sich alle Interfaces zwischen Prosumer und Profi. So auch das neue Apogee Ensemble im 1 HE Rackformat.

Das Ensemble bringt eine ganze Latte an Features mit. Neben den gewohnten High-End Mikro Preamps bietet das 30×34 Interface vor allem ein durchdachtes Design. An der Front gibt es neben dem OLED-Display zwei Gitarren In- und Outputs. Das ist perfekt, um einfach das DI-Signal anzugreifen und das Signal trotzdem weiter an die Effekte und Amps der Gitarristen zu schicken. Außerdem kann es als Re-Effect-Schleife genutzt werden: Das Signal einfach durch den Ausgang routen und in den Eingang wieder rein, eine klasse Alternative zu Plugins, die oft den Originalsound nicht gut hinbekommen.

Neben den Gitarren-Buchsen geht es weiter mit den acht Input-Select Knöpfen für die rückseitigen Eingänge. In Kombination mit dem Input-Controller-Regler bekommt man auf engem Raum größtmögliche Flexibilität. Natürlich gibt es einen separaten Regler für den Output. Weiterhin gibt es an der Front vier frei belegbare Knöpfe, die man zum Beispiel für Gruppenschaltungen oder bestimmte Routing-Optionen benutzen könnte. Oder aber als Aktivator für das daneben angebrachte Talkback-Stereo-Mikro. Schön finde ich auch, dass zwei separat regelbare Kopfhörerausgänge an der Front verbaut wurden. Ob die auch über die Software regel- oder ansteuerbar sind, konnte ich jedoch nicht herausfinden. Das wäre aber genial.

Auf der Rückseite befinden sich acht XLR-Eingänge, davon vier als XLR/TRS (Klinke) Kombi-Buchsen. Input 1 und 2 haben noch einen eigenen, analogen Send und Return direkt daneben. Hier dürfen die Kabelköpfe aber nicht zu dick sein, sonst kommen die sich mit den XLR-Steckern ins Gehege. Außerdem befinden sich an der Rückseite noch viele weitere Anschlüsse: zwei symmetrische TRS Monitor-Ausgänge, ein D-Sub analog Out, zwei optische Anschlüsse (In und Out) für ADAT, SMUX und S/PDIF, ein Coaxial (Cinch) S/PDIF In und Out und ein In und Out für Wold Clock mit BNC Anschluss. Ich denke, Strom- und die zwei Thunderbolt 2 Anschlüsse brauche ich hier nicht näher zu beschreiben.

Intern kann man jeden Kanal mit der kostenlosen Maestro-Software für Mac OSX und iOS die Phantomspeisung zuschalten, Soft Limiter und natürlich Helferlein wie Hi-Pass, Phaseninvertierung oder Gruppen aktivieren.

Das Apogee Ensemble wird es vorerst nur für Mac-Nutzer geben. Windows-Nutzer müssen nach Alternativen Ausschau halten oder warten, ob und wann eine Windows-kompatible Version herauskommt. Als OS wird OSX 10.9.3 als Minimum angesetzt. Apogee hat für die USA eine unverbindliche Preisempfehlung von $2495 angegeben. Mit etwas Glück rutscht der Straßenpreis für uns ganz nah an die 2000 Euro Marke heran, dann wäre es eine verdammt gute, große Studio-Alternative zum Quartet oder als Ergänzung zum Symphony.

Update: Es hat keinen Tag gedauert, bis es gelistet wurde: 2495 Euro. Ich war erstmal ein wenig baff, da das Dollarzeichen rigoros durch einen Euro ersetzt wurde. Dann fiel mir auf, dass der UVP in den USA, genauso wie der Verkaufspreis in fast allen Fällen ohne die hiesige MwSt. gelistet wird. Demnach passt es. Und wie ich Thomann kenne, wird bis 20.11. sicherlich noch etwas am Preis gerüttelt. ;)

 

Eine Antwort zu “Apogee Ensemble – neues Thunderbolt 2 Audiointerface im Rackformat”

  1. Dragan sagt:

    Ich setz das schon mal auf den Wunschzettel für Weihnachten…

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