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 ·  Quelle: Amptweaker

Weil ihm das Fuzz des britischen Herstellers so gut gefiel, hat Tim Lefebvre mit dem Amptweaker Limited-Edition TightFuzz ein Signature-Gerät in begrenzter Stückzahl geschaffen. Was für Bowie gut genug ist, kann ja gar nicht schlecht sein. Ist das womöglich das beste Fuzz-Pedal für Bassisten?

Tim Lefebvre

Tim Lefebvre wandelt mit Leichtigkeit zwischen den musikalischen Welten: Er ist in der Jazz-Szene ebenso anerkannt wie im Drum ’n‘ Bass, Blues, Electronica, deftigem Rock oder Pop. Er ist ein moderner Bassgigant, der anstelle unnötigem Fusiongeballer lieber ein dickes Fundament, kreatives Spiel und innovative Sounds abliefert.

Die Liste seiner Credits zeugt von der Vielseitigkeit: David Bowie, Elvis Costello, Sting, Tedeschi Trucks Band, Empire of the Sun, Wayne Krantz, Patti Austin, John Mayer, Jamie Cullum, Ocean’s Twelve, The Sopranos.

Tim & Amptweaker

Im Jahr 2014 kaufte Lefebvre die Gitarrenversion* des TightFuzz und fuhr so sehr auf den Sound ab, dass er den Hersteller kontaktierte. Das Gitarrenpedal wurde gegen die Bassversion eingetauscht, seitdem ist der Treter integraler Bestandteil auf seinem Board für Aufnahmen und Tourneen. 2019 ist Tim Teil der Reunion-Tournee der Black Crowes. Grund genug, eine Limited Edition zu produzieren.

Bass TightFuzz

Die Bassversion liefert die gleichen Vintage-Klänge des Gitarrenpedals, jedoch mit den passenden Frequenzen für Tieftöner plus dem markante Dry-Low-Regler, mit dem cleanes Lowend hinzugemischt werden kann. Ich kenne diese Funktion aus meinem TightDrive JR* und kann nur bestätigen, dass das für den Erhalt tiefer Frequenzen wahre Wunder bewirkt. Ich finde diese Variante auch deutlich besser als einen reinen Clean-Blend.

Ist das Kunst oder kann das weg?

Mal ehrlich, hübsch ist die Kiste nicht gerade, oder? Die Effekte des Herstellers sehen alle etwas selbstgemacht aus, aber dieses Pedal mit der neongrünen Schrift will mir so gar nicht gefallen. Leider gibt es zu viele Hersteller, die auf professionelle Hilfe beim äußeren Design verzichten. Mein aktuelles Lieblingsbeispiel kommt von Hughes & Kettner. ;o)

Limited-Edition TightFuzz vs. Bass TightFuzz

Worin besteht denn jetzt der Unterschied zur normalen Version? Auf 12-Uhr-Stellung erhält man sofort den von Tim bevorzugten Sound. Auf viele Funktionen wurde schlichtweg verzichtet. So ist beispielsweise ausschließlich ein Germanium-Betrieb möglich.

An Einstellmöglichkeiten mangelt es jedoch trotzdem nicht. Vielleicht ist es sogar ganz gut, die Optionen ein wenig einzuschränken, denn es stecken noch immer viele unterschiedliche Sounds in der Kiste.

Buffer

Wer Erfahrung mit Fuzz-Pedalen hat, weiß, dass es einen großen Unterschied macht, ob man ein passives oder aktives Instrument anschließt. Alle Versionen des TightFuzz verfügen deshalb über einen Buffer, der dem Schaltkreis immer ein passives Instrument vorgaukelt. Ein Betrieb mit Aktivbässen oder Funksendern ist daher kein Problem. Sehr gut!

Preis

Das Amptweaker Limited-Edition TightFuzz kostet 250 USD (ca. 226 Euro).

Ehrlich gesagt bin ich froh, dass der Preis trotz Limited Edition unter dem der normalen Version liegt. Das Gerät hat weniger Funktionen, da wäre alles andere dreist gewesen.

Habt ihr Erfahrung mit der Firma und könnt ihr zum Kauf raten? Ein richtig gutes Fuzz fehlt mir tatsächlich noch. Ich besitze bereits das geniale Plasma Pedal, das allerdings nicht allzu wandlungsfähig ist.

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