von  Lasse Eilers  | |  Lesezeit: 13 Min | Unsere Wertung: 4,5 / 5,0
AKAI MPC Sample

AKAI MPC Sample  ·  Quelle: AKAI Professional

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Die AKAI MPC Sample verspricht, was viele bei modernen MPCs vermissen: intuitives, spontanes Sampling und Beatmaking ohne unnötigen Ballast. Bringt die MPC Sample den Zauber der frühen MPCs zurück? Das erfährst du in unserem Angecheckt!

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AKAI MPC Sample: Das Wichtigste in Kürze

  • 16 Pads mit Velocity und polyphonem Aftertouch
  • 2 GB RAM, 8 GB interner Speicher
  • 32 Stereo-Stimmen Polyphonie
  • Sampling über internes Mikrofon, Stereo-Eingang oder USB
  • Note Repeat, 16 Levels, Chop-Modus
  • Performance-Effekte: Pad FX, Knob FX und Flex Beat
  • Akku mit bis zu 5 Stunden Betriebszeit
  • eingebauter Lautsprecher
  • Projekte können in der MPC3-Software weitergenutzt werden
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AKAI Professional MPC Sample
AKAI Professional MPC Sample
AKAI MPC Sample
AKAI MPC Sample · Quelle: AKAI Professional

MPC Sample: Endlich eine MPC für alle?

Die AKAI MPC-Serie gilt seit Jahrzehnten als die DAWless-Workstation schlechthin. Wer Beats produzieren möchte, aber keine Lust auf den oft als wenig inspirierend empfundenen Workflow mit einer DAW-Software hat, kommt kaum an dem legendären Pad-Sampler vorbei – vor allem, wenn es in Richtung Hip Hop geht.

Allerdings kann man bei den heutigen „großen“ MPCs wie der MPC Live III und der MPC XL eigentlich nicht mehr wirklich von „DAWless“ sprechen. Denn diese Maschinen sind letztlich nichts anderes als Hardware-DAWs – mit ähnlichen Fähigkeiten, aber auch ähnlich steilen Lernkurven wie ihre Software-Pendants.

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Nicht wenige sehnen sich deshalb nach dem Workflow älterer MPCs wie der MPC3000, MPC2000(XL) oder MPC1000 zurück. Die konnten zwar längst nicht so viel wie die heutigen Maschinen, boten aber auch viel weniger Gelegenheiten, sich in unnötigen Details oder verwirrenden Menüs zu verlieren. Ihre ungebrochene Beliebtheit ist der beste Beweis dafür, dass die MPCs der heutigen Zeit vielen einfach zu kompliziert und überladen mit Features sind.

Wer spontanes, intuitives Sampling und Beatmaking ohne viel unnötigen Ballast möchte, hat inzwischen viele interessante Alternativen. Neben dem Klassiker Roland SP-404 MKII haben auch Geräte wie der Teenage Engineering EP-133 K.O. II und der Sonicware SmplTrek große Fangemeinden. Angenehmer Nebeneffekt: Sie sind deutlich günstiger als die aktuelle MPC-Serie.

Dieser Trend ist natürlich auch AKAI Professional nicht verborgen geblieben. Mit der neuen MPC Sample möchte der Hersteller das zurückbringen, wofür die Marke „MPC“ einmal stand: unkompliziertes Sampling und Beatmaking mit einem intuitiven, inspirierenden Workflow. Ob das gelungen ist, haben wir für euch ausprobiert.

MPC Sample
MPC Sample: Prominente Konkurrenz für Teenage Engineering & Co. · Quelle: AKAI Professional

AKAI MPC Sample: Die Hardware

Dass die MPC Sample viel kleiner und leichter ist als andere Standalone-MPCs, verwundert nicht. Mit seinen kompakten Abmessungen passt der Sampler problemlos in den Rucksack. Das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff, macht aber einen robusten Eindruck. Der obere Bereich mit dem Display und dem kleinen eingebauten Lautsprecher ist leicht angewinkelt, sodass man alles gut ablesen kann, wenn der Sampler vor einem auf dem Tisch steht.

AKAI MPC Sample
Beats bauen in der U-Bahn? Kein Problem! · Quelle: AKAI Professional

Auch die 16 Pads sind deutlich kleiner, als man es von der MPC-Serie gewohnt ist, lassen sich aber ebenso gut spielen. Sie sind mehrfarbig beleuchtet und mit Velocity und polyphonem Aftertouch ausgestattet. Daneben befinden sich links der MPC-typische Parameter-Slider und rechts ein Endlos-Encoder sowie die Transporttasten.

Rund um die Pads findet man außerdem zahlreiche Buttons, die auf vertraute MPC-Funktionen hinweisen. Unter anderem gibt es Knöpfe für die Sample- und Sequence-Modi, die Wahl der Pad-Bank (8 Bänke für bis zu 128 Pads), Note Repeat, 16 Levels, Mute, Loop, Chop, Tap Tempo sowie die Pad- und Knob-FX (dazu später mehr). Weitere Funktionen erreicht man durch Drücken von Shift und weiteren Tastern bzw. Pads.

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Das Gehäuse ist leicht angewinkelt · Quelle: AKAI Professional

Das 2,4 Zoll große LC-Farbdisplay ist gut ablesbar und bietet eine gerade noch brauchbare Auflösung zum Editieren von Samples und Einstellen von Werten. Mit dem Detailreichtum eines OLED-Displays kann es jedoch nicht mithalten. Oberhalb des Displays gibt es drei Funktionstasten, die je nach Modus verschiedene Funktionen übernehmen. Gleiches gilt für die drei Potis darunter; mit ihnen kann man z. B. Samples bearbeiten und während einer Performance verschiedene Parameter in Echtzeit verändern.

Der eingebaute Lautsprecher ist natürlich zu klein, um fette 808-Bassdrums und Bässe zufriedenstellend wiederzugeben, die Physik lässt sich eben nicht überlisten. Trotzdem macht es Spaß, mit der MPC Sample auf dem Schoß drauflos zu jammen. Da man auch bei der Stromversorgung unabhängig von Kabeln ist – der interne Akku reicht laut AKAI für bis zu fünf Stunden –, ist der Sampler wie gemacht für mobile Sessions.

Dazu passt auch das kleine Mikrofon, das im rechten Bereich der Bedienoberfläche untergebracht ist. Wie beim Lautsprecher gilt, dass man hier natürlich keine Wunder erwarten darf. Jedoch war ich durchaus positiv überrascht – um mal eben eine Idee aufzunehmen, ist das Mikro eine tolle Sache.

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AKAI MPC Sample: Anschlüsse

Auf der Rückseite findet man neben dem Power-Knopf und einem USB-C-Anschluss je ein Pärchen Audio-Ein- und Ausgänge. Glücklicherweise hat AKAI sich hier für 6,3-mm-Klinkenbuchsen entschieden, was die MPC Sample von so manchem kompakten Konkurrenten abhebt. Daneben ist ein Gain-Poti für den Aufnahmepegel zu finden.

Die MIDI-Ein- und Ausgänge sowie der analoge Sync-Ausgang sind jedoch als Miniklinkenbuchsen ausgeführt, ebenso wie der Kopfhörerausgang. Ein akzeptabler Kompromiss bei einem Sampler für die mobile Generation, wie ich finde.

Auf der linken Gehäuseseite befindet sich ein Slot für eine microSD-Karte zur Speichererweiterung.

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AKAI MPC Sample: Erster Eindruck

Beim ersten Einschalten begrüßt mich die MPC Sample mit einem der mitgelieferten Demo-Projekte. Ich drücke also auf Play und jamme drauflos – und es macht sofort einen Riesenspaß. Die wichtigsten Funktionen – Samples triggern, Pads muten, Sequenzen wechseln, neue Elemente overdubben – erschließen sich sofort, auch ohne MPC-Erfahrung. Bei den ersten Schritten hilft die beiliegende Kurzanleitung. Um tiefer in die Materie einzusteigen, empfiehlt es sich aber, die komplette PDF-Anleitung herunterzuladen.

Ab Werk enthält die MPC Sample eine Handvoll Demo-Projekte und eine ziemlich umfangreiche Library mit über 100 Kits. Der mitgelieferte Content deckt ein breites Spektrum an Stilrichtungen ab, sodass man direkt mit dem Beats bauen loslegen kann.

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Samples aufnehmen und bearbeiten

Noch mehr Spaß macht es aber natürlich, eigene Samples aufzunehmen. Neben dem eingebauten Mikrofon geht das über den Stereo-Eingang, an den man neben Line-Quellen auch Instrumente oder dynamische Mikrofone anschließen kann. Zur Einstellung des Aufnahmepegels steht ein Gain-Regler zur Verfügung. Auch Sampling direkt über USB vom Smartphone oder Computer ist möglich, was an meinem Mac problemlos funktionierte.

Wer schon einmal eine MPC genutzt hat, kennt das Verfahren schon: Sample Record drücken, ggf. den gewünschten Eingang wählen und den Pegel einstellen, das gewünschte Pad drücken und die Aufnahme startet. Auf Wunsch ist ein Schwellwert für den Aufnahmepegel einstellbar, um die Aufnahme synchron zu starten.

AKAI MPC Sample
Quelle: AKAI Professional

Danach ist das Sample sofort über das betreffende Pad spielbar und lässt sich mittels der Drehpotis stimmen, auf die gewünschte Länge zurechtschneiden (Trim) und ggf. loopen. Zunächst verzweifelte ich beim Trimmen und Loopen von Samples an der vermeintlich viel zu groben Auflösung des Displays und der Potis – vor allem bei längeren Samples war es praktisch unmöglich, die gewünschten Punkte exakt zu treffen. Ein Blick in die Anleitung schuf Abhilfe: Es gibt zum Glück eine Zoom-Funktion. Diese ist aber weder auf dem Bedienfeld aufgedruckt noch in der beiliegenden Kurzanleitung erwähnt; man findet sie nur, wenn man das PDF-Handbuch herunterlädt und liest (ein klassischer Fall von RTFM!).

AKAI MPC Sample
AKAI MPC Sample · Quelle: AKAI Professional

Im Sample-Menü findet man weitere Parameter zum Bearbeiten von Samples. Neben Warp (Time Stretch und Pitch Shift) und einer Lautstärkehüllkurve gibt es ein Multimode-Filter nebst Hüllkurve. Auch lassen sich Samples zu Mute-Gruppen zusammenfassen.

Die für den MPC-Workflow so wichtige Chop-Funktion ist beim MPC Sample bei den Pad-Play-Funktionen zu finden, neben Dingen wie Mute, Loop, Reverse und 16 Levels. Im Chop-Modus wird ein Sample in Slices zerteilt, die dann auf die Pads verteilt werden. Dafür gibt es die Modi Threshold (einstellbarer Schwellwert), Manual (manuelles Erzeugen von Slices durch Drücken von Pads) sowie 4, 8 oder 16 gleich lange Regionen. Zum präzisen Bearbeiten von Slices empfiehlt sich wieder die eben erwähnte Zoom-Funktion.

Anders als bei den „großen“ MPCs kann man ein gechopptes Sample leider nicht einfach in ein neues Kit konvertieren. Es gibt jedoch die Möglichkeit, Slices zu extrahieren und in neue Samples zu verwandeln. Das muss allerdings einzeln für jedes Slice erfolgen, ist also etwas zeitaufwendiger als MPC-Profis es gewohnt sind.

MPC Sample
Quelle: AKAI Professional

Sequencer

Der Sequencer der MPC Sample funktioniert ziemlich genau wie bei den „großen“ MPCs. DAW-artige Features wie Pianorollen-Editing findet man hier zwar nicht, aber der grundlegende Workflow ist sehr ähnlich. Will heißen: Man trommelt Sequenzen in Echtzeit ein, wobei man zwischen quantisierter und unquantisierter Aufnahme wählen kann. Auch die Bewegungen der drei Potis und des Faders lassen sich im Sequencer automatisieren.

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Im Sequence-Modus kann man mit den Pads zwischen den Sequenzen eines Projekts wechseln. Auch ein Song-Modus steht zur Verfügung, um Sequenzen zu einem Song zu verketten und das Ganze als Audiodatei zu exportieren. Der Sequencer und die Pads senden MIDI-Daten über USB oder TRS, sodass man auch externe Instrumente sequenzieren kann.

Praktisch sind die Bearbeitungsfunktionen, die über Shift und die Pads abrufbar sind. Hier kann man zum Beispiel die Länge oder das Tempo der Sequenz im Handumdrehen halbieren oder verdoppeln, die komplette Sequenz als neues Sample speichern (Resampling) oder die Quantisierungsoptionen festlegen.

Im Step-Edit-Menü lassen sich einzelne Events einer Sequenz bearbeiten, um zum Beispiel das Timing oder die Velocity einzelner Noten zu korrigieren. Besonders viel Spaß machte es mir, Beats mit dem Fader leicht nach vorne oder hinten zu verschieben – die MPC Sample kann also auch „Dilla Time“!

MPC Sample
AKAI MPC Sample · Quelle: AKAI Professional

Performance-Effekte als Inspirationsquelle

Die MPC Sample bietet gleich vier verschiedene Arten von Effekten. Wie beim gesamten Gerät liegt der Fokus hier auf Spontaneität und Spaß und nicht so sehr auf fein abgestimmter Klangbearbeitung.

Die Pad FX sind 16 Effekte, die, du ahnst es bereits, über die Pads abrufbar sind. Bis zu vier davon kann man gleichzeitig verwenden. Pad FX eignen sich vor allem, um während einer Performance Akzente zu setzen oder Spannung aufzubauen. Genialerweise ist die Intensität der Pad FX per Aftertouch steuerbar, was sogar richtig gut funktioniert. Außerdem sind pro Effekt bis zu drei Parameter über die Potis regelbar. Neben verschiedenen Filtern und Modulationseffekten wie Chorus, Flanger und Phaser findet man hier auch Ausgefalleneres wie einen Ringmodulator, LoFi- und Granulator-Effekte, Beat Repeat und mehr.

Während die Pad FX immer die gesamte Sequenz betreffen, kann man bei den Knob FX auswählen, auf welche Pads sie wirken sollen. Damit kannst du also zum Beispiel ein Delay oder einen Chorus auf bestimmte Samples legen, während andere unbeeinflusst bleiben. Die Pads bleiben dabei frei zum Spielen von Samples oder Auswählen von Sequenzen. Es gibt insgesamt 28 Knob FX, von verschiedenen Delays, Reverbs und Filtern über Compressor, Limiter und Pumper bis hin zu einer Amp-Simulation sowie Vinyl- und Tape-Effekten. Leider kann nur einer davon zurzeit genutzt werden.

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Flex Beat · Quelle: AKAI Professional

Flex Beat sind DJ-artige Effekte, die sich auf die Wiedergabe einer Sequenz auswirken. Sie werden ebenfalls über die Pads abgerufen, wobei die entsprechende Menüseite eine visuelle Vorstellung vom jeweiligen Effekt vermittelt. Eine Quantize-Funktion sorgt auf Wunsch dafür, dass die Effekte punktgenau auf der nächsten Zählzeit einsetzen.

Und schließlich gibt es noch einen Master-Compressor, der über ein eigenes Menü editierbar ist. Als „Color Compressor“ ist er primär als deutlich hörbarer Effekt gedacht, kann aber auch subtiler zu Werke gehen, um die Dynamik einer Sequenz zu kontrollieren.

MPC Sample
Quelle: AKAI Professional

Was ist die MPC Sample – und was nicht?

Schon bei meinen ersten Jams mit der MPC Sample hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht. Das Ding macht definitiv Laune! Der Workflow ist schnell, intuitiv, inspirierend und frei von Ablenkungen durch unnötig komplizierte Funktionen. Was man wissen muss, hat man spätestens nach einer halben Stunde drauf. Bei keiner anderen aktuellen MPC hatte ich so viel Spaß damit, einfach drauflos zu jammen.

Insofern trifft die MPC Sample ins Schwarze: Sie bringt tatsächlich viel von der Spontaneität zurück, die mit den anderen aktuellen Standalone-MPCs verloren gegangen ist. Sie kann eine Menge, aber nicht zu viel – genau richtig als inspirierende „Ideenmaschine“ für unterwegs, aber auch im Studio.

Ist die MPC Sample also das einzige Instrument, das du zum Produzieren kompletter Tracks brauchst? Daran habe ich dennoch Zweifel. Denn es gibt eine entscheidende Einschränkung, die den kleinen Sampler von seinen Geschwistern unterscheidet: Während diese über mehrere Tracks verfügen, die man für Drums, Bass und weitere Instrumente nutzen kann, entspricht die MPC Sample im Grunde einem Track einer herkömmlichen MPC.

AKAI MPC Sample
AKAI MPC Sample · Quelle: AKAI Professional

Ein Beispiel: Du lädst ein beliebiges Drumkit und fängst an, einen Beat zu bauen. Als Nächstes brauchst du wahrscheinlich einen Bass. Normalerweise würde man jetzt zum nächsten Track wechseln, ein Bass-Instrument oder ein Kit mit entsprechenden Samples laden und direkt loslegen. Das geht bei der MPC Sample leider nicht so einfach.

Da sie nur einen Track hat, ist es nämlich nicht möglich, zusätzlich zu einem bereits geladenen Kit ein weiteres zu laden. Natürlich kann man jederzeit weitere Samples hinzufügen (z. B. in der nächsten freien Pad-Bank), aber eben nicht ein komplettes Preset für einen Bass oder ein anderes Instrument. Möchte man zu einem geladenen Drumkit weitere Instrumente hinzufügen, die aus mehreren Samples bestehen, muss man alle diese Samples einzeln laden. Bei umfangreichen Kits kann das ganz schön umständlich sein.

Ein vollwertiger Ersatz für eine der „großen“ MPCs ist die MPC Sample also nicht. Hier geht es um spontanes Sampling und das schnelle Entwickeln von Ideen – und das macht der kleine Sampler richtig gut. Wenn das Grundgerüst eines Tracks dann steht, kann man das auf der MPC Sample gestartete Projekt in der MPC-Software, einer aktuellen Standalone-MPC oder der DAW der Wahl öffnen und dort zu Ende produzieren.

Fazit zur AKAI MPC Sample

Die MPC Sample könnte tatsächlich der Sampler sein, den viele sich seit Langem von AKAI wünschen. Während die „großen“ Standalone-MPCs immer komplexer geworden sind und sich inzwischen wie eine DAW-Software im Hardware-Gehäuse anfühlen, bietet die MPC Sample das, was den Zauber der MPC ursprünglich ausmachte: Spontanes, intuitives Sampling und Beatmaking und – vielleicht am wichtigsten – jede Menge Spaß. Natürlich kann sie nicht alles, was die großen MPCs können – und genau darum geht es ja. Fast möchte man sich fragen, warum AKAI nicht viel früher einen solchen Sampler herausgebracht hat. Obwohl sie etwas spät dran ist, dürfte die MPC Sample sich aber trotzdem als starke Alternative zur Konkurrenz von Teenage Engineering und Co. etablieren.

Pro und Contra

Pro

  • Intuitiver, schneller Workflow ohne den „Ballast“ der großen MPCs
  • Inspirierende Effekte
  • Pads mit polyphonem Aftertouch
  • Typischer MPC-Sequencer mit Parameteraufzeichnung
  • Autarkes Beatmaking dank Akku, Lautsprecher und Mikrofon
  • Klassische MPC-Funktionen wie Note Repeat, 16 Levels und Chop
  • Projekte lassen sich auf Standalone-MPCs oder in der MPC-Software öffnen
  • Umfangreiche Factory Library mit über 100 Kits

Contra

  • Kein Konvertieren von Slices in Kits
  • Kein Laden eines weiteren Kits zusätzlich zum bereits geladenen

Preis und Verfügbarkeit

Die AKAI MPC Sample ist ab sofort bei Thomann* für 389,- € erhältlich.

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AKAI MPC Sample · Quelle: AKAI Professional

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