von Moogulator | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Transhuman

Transhuman  ·  Quelle: sequencer.de

Transhuman LoTech Gear

Transhuman LoTech Gear  ·  Quelle: sequencer.de

Transhuman 2 Gear

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Wie klingen eigentlich Stammzellen? Kann man mit seinem Körperinneren Musik machen? Wie weit kann ich gehen, um meinen Körper sogar anzupassen oder Technik integrieren um neue Klänge zu schaffen? Es kommen die Körper-Synthesizer.

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Nein, man kann faktisch nichts von dem wirklich direkt so kaufen. Und es ist vielleicht auch nicht so, dass jeder das sofort nachmachen möchte. Aber es gibt ein paar Beispiele, wie solche Dinge entstehen und was man heute machen kann. Diese Lösung hier ist eher teuer und aufwendig. Hier werden nur analoge Teile und Bio-Material verwendet, keine Computer – und hier wird ein Drummer nicht an Sensoren angeschlossen, sondern quasi Zellen vorgespielt, die wiederum den Synthesizer steuern.

Körper-Synthesizer: Ideen von der Ars Electronica

Hier sind die wichtigsten Ideen in einer Dokumentaion zusammengestellt – 6:35 Minuten Zeit reichen aus. Dies wurde auch auf der diesjährigen Ars Electronica in Linz gezeigt.

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cellF – Stammzellen hören Schlagzeuger zu

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Nun kann man das auch einfacher haben, nämlich mit einfacheren medizinischen Geräten, Kontaktmikrofonen und Punkgeist. Das zeigt die Gruppe Transhuman. Transhumanismus ist ein feststehender Begriff, der eigentlich die Erweiterung des Menschen durch Implantate und Technik wünscht, den Cyborg. So radikal ist aber erst das letzte Beispiel.

Transhumans – Cyborgs machen Musik

Transhumans nutzen ihr eigenes Blut und Dinge wie Puls und andere leicht messbare Größen, lassen ihr Blut auf eine Oberfläche fallen und nutzen dies als „Beat“. Das sieht dann so aus (meine Aufnahme stammt vom Shiny Toys Festival 2013): Die Leute scheinen aus dem Industrial- oder Dark-Bereich zu stammen, es war auch eher „noisy“. Die meisten Klänge werden sehr einfach über Bodeneffekte und ähnliches weiterverarbeitet – Punk eben!

Das letzte Beispiel stammt von „Timeghost“. Er ist noch radikaler, aber nutzt auch mehr Technik, Modularsysteme und Implantate. Er möchte „die Maschine in den Körper bringen“. Free Jazz mit dem Körper, so etwas sind sein Ziele. Da zieht man sich auch mal ein Band oder Kabel durch die Wangen oder kästelt die Zähne mit Plastiknoppen ein.

Noch radikaler: Timeghost

Übrigens sieht man auch den Eloquencer im Rack, alles auch eher neue Module. Er nutzt eine Menge „Dinge“ und betreibt großen Aufwand. Auch die Stimme und Sprache wird entsprechend umgesetzt. Er findet es eher lustig, wenn Leute es „hassen“, was er tut. Sein Einsatz ist schlicht hoch und genau deshalb ist es auch interessant.

Es ist sehr persönlich und steht vor dem rein klanglichen Output oder einer Musikalität, aber das muss nicht unmusikalisch sein. Es ist direktes Ergebnis von den Dingen und dem Equipment, was entsprechend direkt „gespielt“ werden kann.

Die drei Ansätze sind in sofern ähnlich, als dass der Körper in allen Einsatzgebieten eine Klangquelle ist oder Lebendes anregt, diese Quelle zu sein, die fast eher „ausgewertet“ wird und man nimmt, was kommt. Dabei ist es nicht wichtig, ob dies ästhetisch ist oder nicht, sondern es passiert, weil es eine Information ist, die man anzapfen kann und diese NICHT beliebig ist.

Es ist der eigene Körper oder es sind lebende Zellen! Und es ist Kommunikation, die ohne Sinne funktionieren kann. Vielleicht muss auch deshalb kein „Hirn“ dazwischen sein. Sie Arbeit, wie etwas umgesetzt wird, hat vorher stattgefunden und ist während der Vorführung nicht direkt zu sehen. Dafür eher die Performance oder die arbeitenden Elektronik und Leben. Biopunk, Tactical Neural Implant! Gespräche darüber gerne hier.

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Timeghost – Radikaler Implantierer!

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