Ableton Live, Push und Move: Darum ist dieses Trio ein Perfect Match
Software und Hardware perfekt aufeinander abgestimmt
Ableton Live, Push und Move passen hervorragend zusammen und bilden ein starkes Team, das für einen nahtlosen Flow bei der Musikproduktion, einer Performance und beim Songwriting sorgt. Wir schauen uns an warum das so ist und gehen dabei auch auf die Frage ein, was Ableton Move und Ableton Push so besonders macht.
Inhalt:
Ableton Live, Push und Move sind ein Perfect Match!
Es klingt so, als hätten wir es uns für diese Ausgabe unserer Perfect-Match-Serie etwas einfach gemacht. Denn es ist ja nicht so überraschend, dass Ableton Live, Push und Move gut miteinander harmonieren. Schließlich stammen alle vom gleichen Hersteller und sind in dem Sinne Teile des „Ableton-Ökosystems“.
Tatsächlich übernehmen Ableton Live, Ableton Push und Ableton Move aber unterschiedliche Aufgaben – und genau darin liegt die große Stärke. Statt miteinander zu konkurrieren, ergänzen sie sich zu einem Workflow, der vom ersten musikalischen Einfall bis zur fertigen Produktion reicht.
Zudem gibt es ein paar Sachen zu klären. Zum Beispiel die Frage, wo eigentlich der genaue Unterschied zwischen Push und Move liegt. Und ist Move auch für Leute interessant, die gar nicht mit Ableton Live arbeiten?
Außerdem beschäftigen wir uns kurz mit der Frage, ob die Standalone-Version von Push die Anschaffung Wert ist und für wen sich dieses Modell besonders lohnt.
Ableton Live: Weiterhin eine der beliebtesten DAWs für Musikproduktion und Performance
Das Zentrum bei diesem Perfect Match bildet Ableton Live. Diese DAW gehört immer noch zu der beliebtesten Software für die Musikproduktion, spielt aber auch besonders bei einer Live-Performance ihre Stärken aus.
Ein Grund des Erfolgs liegt in der Aufteilung in separate Session- und Arrangement-Ansichten, die hier nahtlos zusammenspielen. Du kannst über die Clip-Slots der Session-Ansicht mit einzelnen Clips Ideen entwickeln, damit in Echtzeit performen und das Ergebnis als Arrangement aufzeichnen und dann mit allen Details ausarbeiten.
Aber es geht ebenso andersherum. In der Arrangement-Ansicht von Ableton Live erstellst du die Musik, die dann wieder in einzelne Parts zerlegt und auf die Slots in der Session-View geladen werden. So erstellst dann ein Live-Set oder die Basis für einen neuen Remix.
Das Warping von Audio spielt dabei eine Schlüsselrolle und macht das kreative Spielen mit – in früheren Zeiten eher „festen“ Audiofiles – fast zu einem Kinderspiel, denn Tempo (und auch Tonhöhe) lassen sich problemlos ändern.
Natürlich gibt es viele weitere Gründe dafür, dass Ableton Live so beliebt ist und auf alle einzugehen, würde hier den Rahmen sprengen.
- Die wichtigsten Infos zur aktuellsten Version der DAW findest du hier in diesem Artikel und Ableton Live kannst du hier bei Thomann kaufen*.
Ableton Push 3 und Push 3 Standalone: Perfekt auf Live abgestimmter Controller, sogar als eigenständige Plattform
Mit der Ableton Live DAW und der Session-View wurde das Prinzip einer „Grid-Matrix“ mit Slots für MIDI- und Audio-Clips etabliert und von vielen anderen Herstellern übernommen. Dementsprechend gibt es einige Controller, die auf dieses Konzept eingehen und es widerspiegeln.
Ableton Push macht das ebenfalls und stellt mit seinem gesamten Design einen Controller dar, der so eng mit der DAW verzahnt ist, dass im Prinzip schon fast ein eigenes Instrument daraus entsteht. Das treibt der Hersteller sogar so weit auf die Spitze, dass es eine Standalone-Version gibt, in der quasi Ableton Live nativ auf dem Controller läuft.
Push 3 und Push 3 Standalone sind die aktuellsten Versionen. Bereits die Standard-Ausführung bietet ein eingebautes Interface, es ist demnach nicht zwingend erforderlich, ein Audiointerface zu besitzen. Du kannst also bereits mit einer Kombination von Ableton Live, einem Rechner und Push 3 Musik produzieren. Es gibt zwei analoge Ein- und Ausgänge, MIDI In und Out, zwei Anschlüsse für Pedal-Controller (oder zur Ausgabe von bis zu vier CV-Signalen) und auch einen Kopfhöreranschluss.
Mit 64 expressiven und MPE-fähigen Pads, acht Endlosreglern, sowie den diversen Funktionstasten und dem sehr schönen Display lässt sich Ableton Live bedienen, ohne dabei ständig auf den Bildschirm schauen zu müssen.
Push 3 Standalone verfügt über einen internen Intel-Prozessor, 8 GB RAM, eine 256 GB umfassende SSD-Festplatte und einen Akku, um den Controller wie ein eigenständiges Instrument zu benutzen. Ableton Live läuft dabei nativ auf der Push-Hardware – standardmäßig Live Intro, für den vollen Funktionsumfang musst du eine entsprechende Lizenz von Live besitzen.
Mit Push 3 Standalone angefangene Projekte lassen sich natürlich auch in der DAW weiter ausarbeiten.
Für wen lohnt sich Ableton Push 3 Standalone?
Wenn du gerne in einem „Studio ohne Computer“ arbeitest, bekommst du mit der Standalone-Version eine Art eigenständiges Produktionssystem, das wie gesagt sehr eng mit der DAW zusammenspielt. Jederzeit lässt sich Push 3 Standalone auch wie die Standard-Version von Push als Live-Controller verwenden.
Ideen entstehen direkt auf der Hardware, Sessions lassen sich im Proberaum oder auf der Bühne vorbereiten und später ohne einen großen Bruch in Ableton Live weiterbearbeiten.
Was sind die Einschränkungen von Push 3 Standalone?
Du solltest die Standalone-Version nicht als Ersatz für einen leistungsstarken Studiorechner sehen. Denn anspruchsvolle Projekte mit vielen Plugins oder rechenintensiven Instrumenten profitieren weiterhin von einem Rechner.
Zudem wurde Push Standalone für den Workflow der Session-Ansicht von Live entwickelt, es ist also nicht möglich, in einer Arrangement-Ansicht detailliertes Editing vorzunehmen. Ein weiterer wesentlicher Punkt: Plugins von Drittherstellern laufen nicht auf der Standalone-Hardware.
Die Stärke von Push 3 Standalone liegt vielmehr darin, den kreativen Prozess von Ableton Live in einem für sich geschlossenen System anzubieten. Mit einer Kombination aus der Standard-Version von Push 3 und einem modernen Laptop erreichst du aber im Prinzip fast das gleiche Ergebnis.
Lässt sich aus Ableton Push auch Push Standalone machen?
Auch diese Frage wird im Zusammenhang mit Ableton Push immer wieder gestellt. Die Antwort ist relativ einfach: Mit einem optional erhältlichen Upgrade-Kit kann die Standard-Version von Push 3 in ein Standalone-Modell umgerüstet werden.
- Mehr über Ableton Push 3 liest du in diesem Artikel, beide Versionen von Push sowie das Upgrade-Kit bekommst du hier bei Thomann*.
Ableton Move: Kompakte Mischung aus Controller und Standalone-Hardware
Wie passt Ableton Move nun zu Live und Push? Und was genau ist Move eigentlich?
Du kennst bestimmt diesen Moment: Eine Melodie, ein Beat oder eine Bassline schwirrt plötzlich im Kopf herum – nur ist der Rechner gerade nicht griffbereit. Genau hier setzt Ableton Move an.
Move versteht sich nicht als vollwertiger Ersatz für das Studio und Ableton Live, sondern als kreativer Begleiter für unterwegs, der aber auch als kompakter Controller herhalten kann.
Beats programmieren, Akkorde ausprobieren oder eine Songidee festhalten: Mit dem sehr entschlackten Interface geht das in wenigen Minuten. Der Fokus von Move liegt auf Geschwindigkeit und Inspiration, nicht auf komplexem Sounddesign oder einem detailliertem Arrangement. Genau genommen kannst du aktuell mit Move gar keine vollständigen Arrangements erzeugen. Aber genau das ist hier der Punkt!
Die Beschränkungen machen Move tatsächlich so interessant. Anstatt sich in Menüs oder Plugins zu verlieren, bleibt hier eher der kreative Fluss erhalten. Die entstandenen Skizzen lassen sich aber problemlos zu Ableton Live übertragen und dort weiterentwickeln.
Trotz aller Limitierungen stecken viele clevere Details in Move. Das Gerät verfügt über Ein- und Ausgang für Audio, beherrscht über USB auch MIDI, hat ein Mikrofon direkt eingebaut und funktioniert mit dem internen Akku und dem eingebauten Lautsprecher auch problemlos unterwegs. Daten lassen sich bequem über WLAN übertragen, denn sogar dafür ist Move gerüstet!
Du musst dir Ableton Move wie eine Art modernen Vierspur-Recorder vorstellen, mit dem du überall eine kleine Session starten und sogar performen kannst. Das Ergebnis bleibt auch nach dem Ausschalten (beziehungsweise Herunterfahren) erhalten und lässt sich jederzeit exportieren, um dann in Live komplett ausgearbeitet zu werden.
Nicht zu vergessen: Auch Link, das von Ableton entwickelte System für eine drahtlose Synchronisierung von Hard- und Software, wird selbstverständlich von Move unterstützt. Hier zeigt sich ebenfalls, wie gut alles miteinander verzahnt ist.
Was ist der Unterschied zwischen Ableton Move und Ableton Push?
Neben dem deutlich kleineren Format gibt es einige wesentliche Unterschiede. Ableton Move funktioniert wie eine mobile Standalone-Groovebox für das Erstellen von musikalischen Skizzen, die dann in der Live DAW ausgearbeitet werden.
Ableton Push 3 stellt im Vergleich einen Controller mit tiefer Integration zu Ableton Live dar, der in der Standalone-Version sogar wie eine Art eigenständiges Instrument funktioniert, auf dem eine spezielle Version von Ableton Live läuft. Aber auch hier gilt, dass Projekte in der Live DAW weiter ausgearbeitet werden können.
Es gibt aber auch eine kleine Gemeinsamkeit: Ableton Move kann ebenso wie Push als ein Controller für Live benutzt werden.
Ist Move für Leute interessant, die nicht Ableton Live benutzen?
Eine ehrliche Antwort lautet wohl „Ja/Nein“, denn im Prinzip kann Move als kleines Instrument für spaßige und durchaus sehr ergiebige Jams dienen – ein großer Reiz liegt aber eben in der Möglichkeit, Ergebnisse direkt für Live zu exportieren.
Es ist aber möglich, auch Audio zu exportieren. Und damit könnte dann in der persönlichen Lieblings-DAW oder sogar auf anderer Hardware weitergearbeitet werden.
Zum Lieferumfang von Move gehört zudem die Intro-Version von Ableton Live. Damit lassen sich von Move exportierte Projekte laden, bearbeiten und dann für jede andere DAW als Audio exportieren. Und es ist sogar möglich, mit Live Intro Sound-Presets für Move zu erstellen!
Außerdem lässt sich Move über MIDI zu anderem Gear synchronisieren und funktioniert demnach durchaus sehr gut in unterschiedlichen Setups.
- Mehr über Ableton Move findest du in diesem Artikel, hier bei Thomann* bekommst du die kleine Hardware.
Fazit: Warum Ableton Live, Ableton Push 3 und Ableton Move so ein starkes Trio sind
Live, Push, Move – eine perfekte Kombination für Musikschaffende! Ableton verfolgt mit diesem Trio keinen Ansatz, bei dem ein Produkt das andere ersetzt. Vielmehr übernimmt jedes „Element“ eine klar definierte Rolle innerhalb eines gemeinsamen Ökosystems.
Mit Move setzt du überall eine schnelle Idee um, Push 3 macht daraus eine Performance und Ableton Live führt schließlich alle Bausteine zu einer fertigen Produktion zusammen. So lässt sich dieses System etwas vereinfacht beschreiben.
Der nahtlose Workflow – um mal eine etwas überstrapazierten Formulierung zu benutzen – macht dieses Gespann zu einem echten „Perfect Match“. Statt sich zwischen mobiler Hardware, Studio-Controller oder Software entscheiden zu müssen, kannst du jederzeit wählen, was am besten zu deiner Arbeitsweise passt – und bei Bedarf ohne Brüche zwischen den einzelnen Komponenten wechseln.
Weitere Infos zum Thema
- Ableton Live 12: Alle Infos und ein kurzer Test
- Ableton Push 3: Alle Infos und ein kurzer Test
- Ableton Move: Alle Infos und ein kurzer Test
- Mehr von Perfect Match
*Hinweis: Dieser Artikel enthält Werbelinks, die uns bei der Finanzierung unserer Seite helfen. Keine Sorge: Der Preis für euch bleibt immer gleich! Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Danke für eure Unterstützung!



