Isla Electronics ASYX ist fertig: Der legendäre Alesis Andromeda A6 als Software-Synthesizer!
Der Über-Analogsynthesizer der Jahrtausendwende als Plugin für deine DAW
Mit ASYX präsentiert Isla Electronics sein erstes Plugin – und was für eines: ASYX ist eine Emulation des legendären und inzwischen extrem seltenen Alesis Andromeda A6. Damit kannst du dir nun einen der spannendsten und mächtigsten Analogsynthesizer der letzten Jahrzehnte in deine DAW holen.
Alles über ASYX
Isla Electronics ASYX
Schon seit einigen Monaten macht die Nachricht die Runde, dass Brad Holland von Isla Electronics – vormals Isla Instruments – an einer Emulation des seltenen Alesis Andromeda A6 arbeitet. Bisher war der Hersteller vor allem für den vom SP1200 inspirierten Sampler S2400 und den kommenden Synthesizer Caladan bekannt. Und Letzterer war auch der Auslöser für die Entwicklung von ASYX, dem ersten Plugin von Isla Electronics.
Denn der Caladan, der seinerseits auf dem Parva von Futuresonus aufbaut, hat austauschbare Voice-Cards, sodass man ihm verschiedene Syntheseverfahren quasi hardwareseitig „einpflanzen“ kann. Und auch die Emulation des Alesis Andromeda A6 soll eines Tages für den Caladan verfügbar sein. Glücklicherweise kam Brad aber auf die Idee, die einmal entwickelte Emulation auch als Plugin zu veröffentlichen, sodass wir alle in den Genuss des erlesenen Andromeda-Sounds kommen können.
Bei seinem Erscheinen um die Jahrtausendwende war der Andromeda A6 ein echter Exot. Einen Analogsynthesizer von einer solchen Statur baute damals weit und breit niemand – und es sollte noch lange dauern, bis es wieder etwas annähernd Vergleichbares gab. Die Eckdaten lassen noch heute jedem Synthesizer-Fan das Wasser im Mund zusammenlaufen: 16 Stimmen, 16-fach multitimbral, zwei analoge VCOs und zwei analoge Filter (Moog und Oberheim) pro Stimme, 7-stufige Hüllkurvengeneratoren mit Loop-Funktion, drei LFOs und eine gewaltige Modulationsmatrix. Der Andromeda war ein Monster.

Allerdings war er auch extrem teuer und keineswegs frei von Problemen. Dass ausgerechnet Alesis dieses wahnwitzige Projekt umsetzte, erscheint aus heutiger Sicht wie eine bizarre Anekdote der Synthesizergeschichte, und man liegt wohl nicht ganz falsch mit der Vermutung, dass der kostspielige Andromeda seinen Teil zum Niedergang der Firma als Synthesizerhersteller beitrug. Heute ist der A6 extrem gesucht und funktionierende Exemplare werden immer seltener. Brad Holland besitzt eines davon und lässt uns jetzt alle daran teilhaben. Der Sound ist zum Niederknien:
ASYX ist nach den eigens entwickelten ASICS-Chips benannt, die dem Andromeda seinen unverkennbaren Charakter verliehen. Das Design orientiert sich unübersehbar am ikonischen Aussehen des Originals, für das kein Geringerer als Axel Hartmann verantwortlich zeichnete. Die Bedienelemente für die wesentlichen Synthesefunktionen im rechten Bereich bleiben immer sichtbar, während man im Fenster links zwischen verschiedenen Ansichten für die Detailarbeit umschalten kann.
Würde der Andromeda A6 heute erscheinen, hätte er mit Sicherheit polyphonen Aftertouch und MPE, und genau diese modernen Features gehören zu den subtilen Verbesserungen, die Brad Holland ASYX mit auf den Weg gibt. Die zusätzlichen Ausdrucksmöglichkeiten heben den Sound des Andromeda noch einmal auf eine ganz neue Stufe.
Wenn du schon immer davon geträumt hast, einen Andromeda A6 zu besitzen, hast du mit ASYX jetzt eine unschlagbare Alternative zu einem teuren und anfälligen Vintage-Synthesizer. Und sogar dann, wenn du zu den glücklichen Andromeda-Besitzern gehörst, kannst du von dem Plugin profitieren: ASYX funktioniert auch als Editor und Librarian für die Hardware.
Preise und Daten zum Plugin
Zum Start bekommst du ASYX auf der Website von Isla Electronics für 99,- €. Dieser Preis gilt bis zum 5. November 2026; danach steigt der Preis auf 149,- €. Eine Lizenz berechtigt zu drei Installationen.
Der Software-Synthesizer läuft auf macOS 11 (Big Sur) oder höher (VST3/AU/Standalone) und Windows 10 oder höher (VST3/standalone). Eine Linux-Version ist in Planung.
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