von  Marcus Schmahl  | |   Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen   |  Lesezeit: 4 Min
macOS 27 Golden Gate: Apples neues Betriebssystem beendet die Intel-Mac-Ära endgültig

macOS 27 Golden Gate: Apples neues Betriebssystem beendet die Intel-Mac-Ära endgültig  ·  Quelle: Apple

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macOS 27 Golden Gate wurde bei der WWDC 2026 am 8. Juni vorgestellt und befindet sich aktuell in der Public Beta. Anders als der Vorgänger Tahoe mit seinem großen Liquid-Glass-Redesign versteht Apple Golden Gate explizit als Stabilitäts- und Performance-Update, ähnlich dem Ansatz von Mac OS X Snow Leopard damals – das klingt doch gut! Für Musikproduzenten steckt der eigentliche Paukenschlag aber woanders: macOS 27 läuft nur noch auf Apple Silicon, Intel-Macs sind komplett raus. Aber wer arbeitet eigentlich noch mit einem Intel-Mac?

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Golden Gate bringt Performance statt großes Redesign

Der Fokus liegt diesmal klar auf Geschwindigkeit, Stabilität und Akkueffizienz statt auf visueller Neuerfindung. Apple verspricht unter anderem, dass Mac-Apps dank Preloading rund 30 Prozent schneller starten sollen, Fotos schneller in der Galerie erscheinen und AirDrop-Übertragungen bis zu 80 Prozent schneller laufen. Für Producer, die im Studioalltag ständig zwischen Sample-Libraries, Projektdateien und Plugins hin- und herspringen, könnte sich das durchaus im täglichen Workflow bemerkbar machen. Wir sind gespannt!

Am Liquid-Glass-Design aus macOS 26 Tahoe hat Apple ebenfalls noch mal nachgebessert: Ein neuer Transparenz-Regler erlaubt es, zwischen maximaler Durchsichtigkeit und einer stärker abgetönten, besser lesbaren Version zu wählen, die Opazität wurde außerdem verbessert, damit komplexe Inhalte hinter den Oberflächen weniger stören.

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Siri AI: Apples neuer, gesprächsfähiger Assistent kommt auf den Mac

Die eigentlich größte Neuerung in Golden Gate ist Siri AI, Apples komplett überarbeiteter Assistent. Statt einzelner, isolierter Befehle wie bisher kann Siri AI jetzt richtige Gespräche mit Kontext führen, Rückfragen stellen und direkt in Apps Aktionen ausführen. Erreichbar ist Siri AI über Spotlight: Tippt ihr eine Anfrage ein, übernimmt Siri AI die Konversation, wo es sinnvoll ist, erscheint dafür sogar eine „Ask Siri“-Option direkt in den Spotlight-Ergebnissen.

Interessant für alle, die sich für die technischen Hintergründe interessieren: Siri AI wird teilweise von Google Gemini angetrieben, während Apple für Funktionen wie die Writing Tools weiterhin auf eigene Modelle setzt. Eine neue „World Knowledge“-Fähigkeit erlaubt zudem Web-Antworten, und Konversationen synchronisieren sich über Mac, iPhone und iPad hinweg. Die neuen Siri-Funktionen rollen aber nicht komplett zum Launch aus, sondern verteilt über das restliche Jahr. Und wie es in der EU mit Siri AI aussehen wird, können wir zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht sagen.

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Das Ende von Intel: Was das für Studio-Macs bedeutet

Für alle, die noch mit Intel-basierten Macs arbeiten, ist das die eigentlich wichtigste Nachricht: macOS 27 Golden Gate läuft ausschließlich auf Apple-Silicon-Modellen (M1 und neuer), Intel-Support entfällt komplett. Schon beim letztjährigen macOS 26 Tahoe hatten wir darüber berichtet, dass Intel-Support langsam ausläuft, jetzt ist es tatsächlich so weit. Wer noch auf einem Intel-Mac produziert, bleibt bei macOS Tahoe hängen, für diese Geräte dürfte es laut Apple noch rund zwei weitere Jahre Sicherheitsupdates geben, größere Feature-Updates aber nicht mehr.

Angesichts der ohnehin schon gestiegenen Preise für neue Macs, über die wir vor Kurzem berichtet hatten, trifft dieser Schnitt viele Studios zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Wer noch mit einem älteren Intel-Mac im Studio arbeitet, sollte sich also frühzeitig Gedanken über ein Upgrade machen, allerdings eben zu höheren Preisen als noch vor wenigen Monaten.

Der Beta-Zeitplan bis zum finalen Release

Nach der Ankündigung am 8. Juni folgte am selben Tag die erste Entwickler-Beta, am 13. Juli die erste Public Beta, Public Beta 2 folgte am 22. Juli und so weiter. Die nächsten Updates der Beta kommen jetzt in einem schnelleren Rhythmus. Der finale, öffentliche Release wird wie immer für September 2026 erwartet.

Fazit

macOS 27 Golden Gate ist für Musikproduzenten in erster Linie eine Zäsur, weniger wegen neuer Features, sondern wegen dem, was wegfällt: Intel-Unterstützung. Wer bereits auf Apple Silicon produziert, kann sich über spürbare Performance-Verbesserungen freuen, ohne größere UI-Umstellungen verkraften zu müssen. Aber ob das neue OS mit den aktuellen Treibern unserer Interfaces und den jetzigen Plugin-Versionen kompatibel ist, können wir erst nach dem offiziellen Release sagen.

Wer aber noch mit einem Intel-Mac im Studio steht, sollte den Umstieg jetzt aktiv planen, denn eine weitere große macOS-Version wird es für diese Geräte nicht mehr geben. Wie immer gilt im Studio: Vor dem finalen Release nicht überstürzt updaten, bis Plugin-Hersteller, Interface-Treiber und DAW-Anbieter offizielle Kompatibilität bestätigt haben. Never change a running system!

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