Polyend Loop: Neuer Looper und Drum-Machine in einem Gerät
Vier Loop-Spuren, eine eigene Drum-Machine und über 100 Effekte

Polyend hat mit Loop ein neues eigenständiges Gerät vorgestellt, das Looping, Drum-Machine und Sound-Shaping in einer einzigen Hardware zusammenbringt. Vier unabhängige Loop-Spuren, vier Drum-Spuren und über 100 Effekte laufen dabei komplett synchron. Alles in einem Gerät für 599 Euro.
Polyend Loop: Looper, Drum-Machine und Effekte in einem Gerät
Polyend Loop: Mehr als nur ein Pedal für Gitarristen
Polyend positioniert Loop zwar explizit auch für Gitarristen und Songwriter, das Gerät dürfte aber genauso für Synthesizer-Nutzer interessant sein. Die vier Loop-Spuren akzeptieren neben Instrumenten- und Line-Pegel-Quellen auch dynamische Mikrofone, und über den integrierten Audioeingang lassen sich eigene Samples direkt für die Drum-Machine aufnehmen, etwa Percussion-Loops aus einem modularen System oder charakteristische Sounds eines Synthesizers. Genau diese Kombination aus Live-Looping und eingebautem Sampling macht Loop zu einem echten Sound-Design-Tool, nicht nur zu einer klassischen Looper-Pedal-Alternative. Schauen wir uns die einzelnen Bausteine im Detail an.
Vier Loop-Spuren mit Forward, Reverse und Varispeed
Jede der vier Mono- oder Stereo-Loop-Spuren lässt sich mit einem einzelnen, unabhängig wählbaren Effekt belegen, von Reverbs und Delays über Modulation bis hin zu Distortion und Filtern. Zusätzlich stehen euch Forward-, Reverse- und Ping-Pong-Wiedergabe zur Verfügung, um Aufnahmen weiter umzugestalten. Mit aktiviertem Varispeed folgen Loop-Geschwindigkeit und Tonhöhe Tempoänderungen, während die Tonhöhe der Drums unverändert bleibt, praktisch für alle, die Tempo-Shifts als kreatives Element einsetzen wollen.

Eingebaute Drum-Machine mit über 500 Kits!
Die Vier-Spur-Drum-Machine bringt mehr als 350 Rhythmus-Patterns und über 500 Kits (!) mit. Ihr könnt Rhythmen direkt auf der Hardware programmieren und eigene Drum-Samples aufnehmen, ergänzt wird das Ganze durch eine Bibliothek mit über 180 Audio-Loops als zusätzliche Ausgangspunkte. Pro Projekt stehen 16 Patterns mit jeweils 16 Steps zur Verfügung. Mehr braucht man wirklich nicht.

Bis zu 1.000 Szenen und direkter DAW-Export
,Bis zu 1.000 Szenen speichern Loops, Drum-Patterns, Tempo und Effekte, damit lassen sich Skizzen, Variationen oder ganze Songabschnitte jederzeit wieder aufrufen. Einzelne Loop-Spuren exportiert ihr als separate WAV-Dateien über microSD, um sie anschließend in eurer DAW weiterzubearbeiten und abzumischen. Das ist eine sehr interessante Möglichkeit, Songideen direkt im Studio zu finalisieren. Das Arrangieren kompletter Songstrukturen direkt auf dem Gerät funktioniert ebenso gut.
Anschlüsse und Systemintegration
Loop akzeptiert Instrumenten-, Line-Pegel- und Signale dynamischer Mikrofone, inklusive zweier gleichzeitiger Mono-Quellen. Zusätzlich unterstützt das Gerät den Import von Loops und Samples via microSD sowie TRS-MIDI und USB-MIDI für Synchronisation und Steuerung, inklusive Clock, Transport, CC und Program Change. Ein Expression-Pedal lässt sich ebenfalls anschließen, ein Detail, das wiederum stärker in Richtung Gitarristen und Performer zielt.

Preis und Verfügbarkeit
Polyend Loop kostet hier bei Thomann* 599 Euro und ist ab sofort bestellbar. Die Auslieferung soll im Oktober 2026 beginnen.
Ein Gerät zwischen zwei Zielgruppen
Polyend bewirbt Loop klar als Pedal für Gitarristen und Songwriter, technisch steckt aber deutlich mehr drin, das auch für elektronische Musiker interessant ist, die Kombination aus Mikrofon-Input, Sampling-Funktion und der Möglichkeit, eigene Sounds direkt als Drum-Kit zu verwenden, geht über klassisches Gitarren-Looping weit hinaus. Ob sich Loop am Ende eher als Nischenprodukt für Live-Looper etabliert oder als vielseitiges Sketchpad für alle Genres durchsetzt, wird sich erst im Praxiseinsatz zeigen.
Würdet ihr Loop eher als Gitarren-Looper einsetzen oder reizt euch vor allem die Kombination aus Sampling und Drum-Machine für elektronische Musikproduktionen?
Weitere Informationen
*Hinweis: Dieser Artikel enthält Werbelinks, die uns bei der Finanzierung unserer Seite helfen. Keine Sorge: Der Preis für euch bleibt immer gleich! Wenn ihr etwas über diese Links kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Danke für eure Unterstützung!
3 Kommentare zu “Polyend Loop: Neuer Looper und Drum-Machine in einem Gerät”

Ich finds einfach extrem ekelhaft! NATÜRLICH ist das Gerät mit großer Wahrscheinlichkeit der Hammer, ABER, wenn ich den Namen Polyend in einem Beitrag lese, weiß ich, dass mein G.A.S. getriggert wird, ich mir dieses Gerät aber niemals leisten kann! Außer ich warte noch ca. 5 Jahre, bis ein gewisser Uli B. ein sehr sehr ähnliches Gerät für den Bruchteil des Preises verkauft. Ohne Herrn B. würde ich wahrscheinlich auch heute noch ausschließlich an meinem KOMPLETT selbstgebauten Modularsynth rumspielen, der übrigens genau aus diesem Grund entstand. Ich konnte mir einfach keinen leisten! Vielleicht liest ja die Firma Polyend mit und stellt mir eines seiner Geräte zur Verfügung – die Hoffnung stirbt zuletzt!
Generell: Ein Looper ohne Auto-Truncate ist wie ein Werkzeug, dass nur halbe Arbeit macht. Verstehe nicht, wie sich sowas überhaupt verkauft.
Den Preis finde ich vernünftig… ein gutes Fahrrad ist teurer und für Instrumente muss halt Geld gespart werden. Das war bei Musikern eigentlich schon immer so. Für meinen ersten Roland S760 im Vollausbau habe ich 2 Sommer im Gartenbau geschuftet. War jung und wollte Sampling…hat mir nicht geschadet. Die fehlende Autotruncate Funktion finde ich da schon bedenklicher…das gibt doch nur holpern in den Loops und manuel Start und Endpunkte zu setzen, mal ehrlich…ich dachte das haben wir schon hinter uns. Würde das Gerät deshalb nicht auf meine Wunschliste stellen.