Din Sync R-101: SH-101 im Rack – warum eigentlich nicht?
Din Sync bringt zur Superbooth 26 den R-101 mit. Der in Zusammenarbeit mit @kumptronics entstandene SH-101-Klon steckt in einem Rackgehäuse – warum eigentlich nicht?
Din Sync R-101
Laut Paul Barker von Din Sync basiert der R-101 auf dem RE-101, dem bereits vor einigen Jahren vorgestellten Klon des Roland SH-101. Jedoch haben sich die Entwickler für einen ungewöhnlichen Schachzug entschieden: Während das Desktop-Format das gute alte Rackgehäuse im Synthesizer-Bereich fast völlig verdrängt hat, steckt der R-101 in einem eben solchen mit 2 HE und 150 mm Tiefe. Läutet der Nachbau vielleicht sogar eine Renaissance der Rack-Synthesizer ein?

Die Schaltung basiert auf einem originalen Curtis CEM3340 Oszillator-Chip sowie auf einem Nachbau des klassischen 3109-Filters von Analogue Renaissance. Auch kommt ein neuer Nachbau des Roland BA662-Chips zum Einsatz, ebenfalls von Analogue Renaissance. Der digitale Teil wird von einer Goblin-CPU von @trevorpage303 übernommen, die sich um den typischen 101-Sequencer und MIDI kümmert. Laut Paul Barker ist der R-101 damit die bislang authentischste Replik des SH-101.
Die ebenso einfache wie effektive Klangerzeugung des SH-101 wurde exakt übernommen. Neben einem VCO mit gleichzeitig nutzbaren Sägezahn- und Pulsschwingungen (mit PWM) gibt es einen Suboszillator und Noise. Nach dem Mixer durchläuft der Sound das Filter mit Resonanz und Keytracking. Darüber hinaus verfügt der Synthesizer über einen ADSR-Hüllkurvengenerator und einen LFO mit den Schwingungsformen Dreieck, Rechteck, Random und Noise.

Alle Anschlüsse des Originals finden sich auch beim Nachbau. Darüber hinaus verfügt der Synthesizer über acht zusätzliche CV-Buchsen, die mit „Aux“ beschriftet sind. Derzeit ist noch nicht ganz klar, womit diese verbunden sind, aber sie sind laut Din Sync Eurorack-kompatibel.
Mit einem SH-101 im Rack haben wir definitiv nicht gerechnet, aber Paul Barker ist ja immer für eine Überraschung gut. Der Synthesizer soll noch in diesem Jahr erscheinen und ist, anders als manche anderen Instrumente von Din Sync, offenbar kein DIY-Projekt, sondern fertig aufgebaut. Du kannst den Synthesizer auf der Superbooth in der ACIDBOOTH am Stand Z808/Z303 ausprobieren.

