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Das Sennheiser E902 ist nur eins der 13 getesteten Mikrofone für die Bassdrum  ·  Quelle: Youtube / Patrick Stolcz

“Nehme ich dieses oder jenes? Oder doch beide? Das Geld reicht eigentlich nur für ein Halbes.” So sah es vor einiger Zeit bei mir aus. Nach und nach habe ich dann verschiedene Mikros live gehört und konnte mir ein Urteil bilden. Repräsentative Vergleiche im Netz gibt es sehr selten. Schön, dass es Musiker-Foren wie das Musiker-Board gibt, wo User ihre Erfahrungen teilen. Der User SoundGear hat gleich 12 (bzw. 13, wenn man eine DIY Subkick mitzählt) der geläufigen Modelle in einem Video gegeneinander getestet.

Ich möchte hier vorab keine eigene Wertung abgeben, um kein Gehör zu beeinflussen. Eigentlich bin ich auch weniger der Fan von Vergleichen über Youtube, da man nie wirklich weiß, was der User im Nachhinein noch per DAW verändert hat. Hier bin ich mir aber sicher, dass SoundGear mit der Aussage “Keine Effekte oder EQ verwendet, nur ein ganz leichter Kompressor mit langem Attack und Gain Reduction bei 6 dB auf dem Master.” Das könnte man eigentlich noch als neutral ansehen.

Getestet wurden folgende Mikrofone:

– AKG D112
– Shure beta 52A
– Sennheiser e902
– Audix D6
– Beyerdynamic TG50d (flat+kick EQ)
– Beyerdynamic TG70d (flat+kick EQ)
– Audio Technica ATM 250DE (condenser+dynamic, mixed 50/50)
– Electrovoice RE20
– Beyerdynamic M88TG
– Sennheiser MD421
– Sennheiser MD441
– Sontronics STC2
– DIY Subkick
– DIY Subkick + Sennheiser e902 (mixed 50/50)

Das ist doch mal eine stattliche Auswahl. Es wurde das gesamte Schlagzeug-Kit abgenommen, für Snare und Toms wurde das Shure SM57 verwendet, für die Overheads ein Paar Line Audio CM3 (Neumann KM184 ähnlich) und ein Line Audio OM1 Paar in AB Aufstellung für den Raum. Ich finde, dass das trotz der leicht veränderten Positionen des BD-Mics im Schallloch einer der besten Vergleichstests ist, den es aktuell im Netz gibt. Also, reinhören und ggf. im Musiker-Board Thread eine Meinung abgeben oder den User selbst fragen. Aber genug gelabert, Video ab.

3 Antworten zu “Wie findet man eigentlich das richtige Bassdrum Mikro fürs Studio?”

  1. hufeisner sagt:

    Die Subkick is ja mal geil. Wie baut man sowas DIY?

  2. Patrick Stolcz sagt:

    Das mit der Subkick funktioniert nach einem recht einfachen Prinzip und lässt sich leicht selber bauen. Im Grunde verwendet man ein Lautsprecherchassis als Mikrofon. Wenn du dir das selbst bauen magst, dann musst du einen XLR Stecker phasenverkehrt an +/- löten. Da der Ausgangspegel meist hoch ist, kann dein Mic-Preamp das möglicherweiße nicht clipping-frei verarbeiten. Daher könnte man auch mit Klinke arbeiten und eine DI-Box mit Pad davorschalten.
    Der klangliche Nachteil einer Subkick ist die große träge Membran, die nun mal keine Höhen aufnehmen kann. Daher wirst du die Bass-Drum auf kleineren Abspielmedien wie dem Handy schlichtweg nicht mehr hören können.
    @Autor des Artikels: Die Raummikrofone sind das Modell OM1, nicht OM6

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