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Tracklib Loops

Tracklib Loops Ausschnitt von der Tracklib Website  ·  Quelle: Tracklib

Tracklib ist eine Website, die wie ein gewöhnlicher Online-Shop für digitale Musik-Files aussieht. Allerdings hat sich der Anbieter auf Menschen spezialisiert, die nach Samples jagen. Damit „diggt“ ihr quasi in den „Crates“ – mit dem Unterschied, dass ihr euch nicht den Rücken krumm machen müsst und in staubigen Vinyl-Kisten wühlt. Tracklib verkauft aber keine einzelnen Samples, sondern ganze Musikstücke. So richtig oldschool also. Das Angebot deckt verschiedene Stile ab, auch berühmte Künstler wie beispielsweise Issac Hayes ist mit Stücken vertreten. Tracklib Loops ist eine neue Funktion, die noch mehr Spaß in die Sache bringen soll.

Tracklib Loops: Looking For The Perfect Loop

Mit einer Oberfläche ähnlich wie bei Soundcloud oder anderen Streaming-Diensten könnt ihr einzelne Titel aus dem Sortiment vorhören. Wenn der Loop-Button aktiviert ist, startet ab dem Beginn des nächsten Taktes ein automatischer Loop. Beim Skippen innerhalb des Tracks sucht Tracklib dann von alleine den nächsten Startpunkt für einen sauberen Loop.

Manchmal sind solche Loops ja auch sehr cool, wenn sie nicht direkt auf der Eins anfangen. Das Verschieben um einzelne Schläge ist deshalb auch mit Shift plus Links-/Rechtspfeil schnell erledigt.

Die Länge könnt ihr zwischen einem und acht Takten variieren.

Damit ihr die Funktionen nutzen könnt, müsst ihr allerdings (kostenlos) registriert sein. Das erlaubt euch dann aber auch, die von euch für gut befundenen Loops online zu speichern. Wenn ihr das Stück kauft, könnt ihr neben dem vollständigen Titel auch die ausgewählten Loops exportieren.

Die Zukunft der Sample-Lizenzierung?

Das Sampeln von Passagen anderer Künstler und Künstlerinnen ist ja eine äußerst knifflige Angelegenheit. Selbst aus einem kaum identifizierbaren Stückchen kann ein kostspieliger Rechtsstreit entstehen. Andererseits basiert viele populäre Musik heute auf Samples. Vorgefertigte Loops und One Shots sind für die kreative Arbeit vielleicht etwas zu langweilig oder es fehlt dabei das Gefühl, ein schönes Sample selbst entdeckt zu haben.

Da ist ein Angebot wie von Tracklib sehr originell. Das steht und fällt natürlich mit der Qualität und auch Quantität des Sortiments. Richtig schön wäre, wenn Plattenlabels und Verlage mit einem großen Katalog auf diesen Zug aufsprängen.

Cool ist nämlich, dass es nicht einfach nur Samples sind, sondern gleich ganze musikalische Werke. Ein wichtiger Aspekt beim Sampling ist nämlich auch oft der Verweis auf das Original – und der bleibt bei dieser Idee erhalten.

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