Soundlabor in 2026: Aufregendes Gear für kreative Klangforschung
Hier passt alles zusammen – Inspirationen für deinen nächsten Kauf
Du interessierst dich für Klangforschung und Sound-Experimente? Dann sollte die heutige Ausgabe unserer neuen Serie Perfect Match für dich genau richtig sein! Denn wir zeigen dir Gear, mit dem du dein eigenes Soundlabor für die Entdeckung neuer Klangwelten aufbaust. Einen Laborkittel und eine Schutzbrille brauchst du dafür aber nicht!
Inhalt:
Gear für ein eigenes Soundlabor:
Manchmal macht es einfach Spaß, den „verrückten Wissenschaftler“ zu spielen und dabei auf Sounds und Ideen zu kommen, die sich bei einem typischen Workflow vielleicht nicht so ergeben. Klangforschung und Sounddesign in deinem eigenen Soundlabor sozusagen. Natürlich sollte ein Studio immer irgendwie eine Spielwiese für kreative Experimente sein, aber vielleicht suchst du ja noch ein paar neue Extras dafür, die auch mal ein bisschen ungewöhnlicher sind.
Und genau deshalb möchten wir dir jetzt ein paar Sachen vorstellen, die aus unserer Sicht dazu einladen, hiermit zu experimentieren und die festgetretenen Pfade etwas zu verlassen. Diese Produkte ergänzen sich aus unserer Sicht sehr gut, stehen aber auch stellvertretend für vergleichbares Gear, das eine Alternative dazu sein kann. Verstehe die Vorschläge nicht als „so muss das“, sondern vielmehr als eine Inspiration.
Wir zeigen dir eine Soundbox plus eine kleine Alternative für akustische Soundspielereien, zwei sehr ungewöhnliche Synthesizer, die ebenfalls zum Experimentieren einladen und zwei vielseitige und hochwertige Effektpedale für zusätzlichen Klangzauber. Los geht‘s!
LeafAudio Microphonic Soundbox MKII, ein elektroakustisches Experimentalinstrument für dein Soundlabor

Etwas wie die Microphonic Soundbox von LeafAudio kannst du dir theoretisch auch selber zusammenbasteln – falls du Spaß am Handwerken hast. Mit Microphonic Playground* und zwei Add-on-Packs* bekommst du sogar eine Art Grundausstattung dafür. In der Microphonic Soundbox MKII ist jedenfalls alles in einem Set, so kannst du sofort mit deinem neuen Soundlabor durchstarten.
In dem Holzgehäuse stecken zwei Kontaktmikrofone und dazu passende Verstärker, das wird mit verschiedenen Elementen zur Erzeugung von Klängen und Geräuschen ergänzt. Die seitlich angebrachte Aufnahmevorrichtung ist mit M3-Gewinden versehen, um Sachen wie Federn, Metallstreifen, Gummibänder oder was auch immer anzubringen. Zwei Metallstäbe, drei Federn und eine Kalimba mit fünf Zungen gehören zum Lieferumfang. Und mit den gerade genannten Add-on-Packs kannst du das Set noch erweitern.
Über 6,35 mm Klinke steht ein Eingang für externe Piezo-Tonabnehmer bereit. Außerdem gibt‘s zwei Line-Ausgänge, deren Pegel sich zwischen High und Low umschalten lassen. Kanal 1 kann hier als separater Vorverstärker für Instrumente verwendet werden, Kanal 2 gibt weiterhin die Signale aus der Soundbox aus.
Die Soundbox ist eine Quelle von neuen Klängen, die du in deinem neuen Soundlabor nach Belieben weiter bearbeiten und manipulieren kannst. Die Sounds entstehen durch Kratzen, Klopfen, Streichen oder Zupfen, dabei kannst du natürlich auch zusätzliche Hilfsmittel wie einen Geigenbogen benutzen.
Die Microphonic Soundbox fordert deine Kreativität und bringt mit Sicherheit ein bisschen Abwechslung ins Studio. Solltest du dir hier bei Thomann* mal genauer anschauen. Wer einen ähnlichen experimentellen Ansatz sucht und auf Motoren, Sensoren und CV-Integration steht, wirft einen Blick auf das KOMA Elektronik Field Kit.
KORG Phase8 oder eine Kalimba mit Tonabnehmer

In deinem Soundlabor ist eine Soundbox eine interessante Quelle für mögliche neue Klänge und Geräusche, aber vielleicht steht dir der Sinn nach etwas, direkt ein bisschen musikalischer oder vielleicht ein bisschen musikalischer ist.
Dafür möchten wir zwei interessante Sachen vorstellen, die du vielleicht so nicht auf dem Schirm hast. Zuerst den zugegebenermaßen nicht ganz billigen aber dafür auch sehr einzigartigen KORG Phase8. Hierbei handelt es sich tatsächlich um einen Synthesizer, der mit einem elektro-mechanischen Prinzip funktioniert und dafür acht austauschbare Metallresonatoren und fünf Resonatoren anbietet.
Der achtstimmig polyphone Klangerzeuger verfügt sogar über einen integrierten Sequencer – auch wenn man diesen bei dem Konzept gar nicht erwarten würde. Du kannst Phase8 über die eingebauten Tasten spielen, aber auch mit MIDI oder CV.
Die Resonatoren nehmen hier eine wichtige Rolle ein und können sogar nach deinen Vorstellungen neu gestimmt werden. Für Klangexperimente in deinem Soundlabor ist auch praktisch, dass du die Zungen mit verschiedenen kleinen Objekten „präparieren“ kannst.
Diese Metallzungen am KORG Phase8 lassen sich anschlagen, zupfen und mit unterschiedlichen Materialien bearbeiten. Mit den Air- und Shift-Reglern lässt sich der Sound zusätzlich manipulieren.
KORG Phase8 ist ein ungewöhnliches Instrument und gewissermaßen auch ein Experiment des Herstellers. Und genau so etwas passt doch hervorragend in das Soundlabor von kreativen Klangwissenschaftlern! Hier bei Thomann* bekommst du Phase8 und hier auf Gearnews kannst du dir eine kleine Review durchlesen.
Es wäre wirklich ein bisschen zu kurz gegriffen, Phase8 einfach nur als eine überteure Variante eines Kalimbas zu bezeichnen. Dafür ist hier das Design zu einzigartig. Und deshalb ist es jetzt nicht als Ironie zu verstehen, wenn wir als günstige Alternative eine Kalimba mit Tonabnehmer vorstellen.
Aber ganz klar, der Preis ist deutlich niedriger, auch wenn die Möglichkeiten durchaus ein bisschen eingeschränkter sind. Aber trotzdem lässt sich hiermit einiges in einem Soundlabor anstellen. Ganz besonders, weil hier gleich ein Tonabnehmer drinsteckt. Du kannst über den Klinkenstecker das kleine Instrument ganz einfach in ein Recording-Setup einbinden und die Sounds ebenso einfach durch Effekte jagen. Und schon entsteht aus einem recht einfachen akustischen Sound wieder etwas Neues. Und tatsächlich gibt es auch Kalimbas, bei denen neben dem Tonabnehmer auch gleich Effekte eingebaut sind! Hier ein paar bei Thomann*.
Semi-modularer Synthesizer im West-Coast-Stil: Moog Labyrinth
Mit einem Synthesizer erweiterst du dein Soundlabor um einen Klangerzeuger. Und da passt ein eher ungewöhnliches Modell wie der Moog Labyrinth – besonders dann, wenn du schon einen vergleichsweise „normalen“ Synthesizer besitzt.
Wenn es um abgefahrene Synthesizer geht, kommen einige Gerätschaften in Frage, zum Beispiel die „Drone-Synthesizer“ der Lyra-Reihe* von SOMA Laboratory oder eine Granular-Spielwiese wie der Tasty Chips GR-MEGA. Erica Synths hat mit SYNTRX II*, Steampipe* und der Drum-Machine Perkons HD-01* ebenfalls ein paar sehr schöne (und kostspielige) Klangerzeuger im Sortiment. Spannend sind auch Systeme wie Intellijel Designs Cascadia* – der Moog Labyrinth stellt aber irgendwie eine „schöne goldene“ Mitte dar.
Für einen Moog-Synthesizer ist Labyrinth durchaus ungewöhnlich, denn hier werden Ideen der West-Coast-Synthese (berühmt durch Don Buchla) umgesetzt. Du kannst Labyrinth wegen des semi-modularen Formats unkompliziert mit anderen modularen oder semi-modularen Synthesizern kombinieren und so noch mehr herausholen.
Ein dualer Signalpfad, Features wie Kreuzmodulation, Ringmodulator, Rauschgenerator, Wavefolder, ein stufenlos zwischen Tiefpass und Hochpass einstellbares Filter, zwei generative Sequencer und ein paar zusätzliche coole Funktionen sorgen für endlos viele neue Sounds und Grooves. Die 32 Buchsen eignen sich nicht nur für wildes Patching, sondern auch für das Processing von externen Signalen – du kannst hier also zum Beispiel auch Klänge und Geräusche direkt aus deiner Soundbox verarbeiten!
Moog Labyrinth ist ein aufregender und sehr ungewöhnlicher Synthesizer, der eine interessante Bereicherung für dein Soundlabor ist. Labyrinth ist hier bei Thomann erhältlich*.
Effekte für das Soundlabor mit Eventide H9 Max Harmonizer

Um das „Perfect Match“ für dein Soundlabor zu vervollständigen, schlagen wir ein Effektgerät vor, das die neuen Sounds anreichert und ihnen eine weitere Dimension verpasst. Zugegeben – der Eventide H9 Max Harmonizer erscheint im Vergleich zu der LeafAudio Microphonic Soundbox und dem Moog Labyrinth etwas „gezähmter“ und traditioneller.
In dem Sinne gibt es einige FX-Alternativen, die experimenteller sind, zum Beispiel Bastl Instruments Thyme+* oder ein Hologram Electronics Microcosm, das Pedal von Eventide ist im Vergleich aber universeller und deshalb auch „außerhalb“ deines Soundlabors immer gut zu gebrauchen – für viele andere Instrumente einschließlich der Gitarre natürlich.
H9 Max wird von Artists wie Richard Devine und Suzanne Ciani benutzt, aber auch Namen wie Steve Vai, Jimmy Page, Frank Zappa oder Eddie Van Halen zählen beziehungsweise zählten zu den Nutzern. Mit über 50 Effekt-Algorithmen kannst du dich kreativ austoben und experimentieren, über Tap-Tempo oder MIDI lassen sich die FX sogar synchron zum Beat benutzen. H9 Max (hier bei Thomann*) ist eine sehr gute Ergänzung für dein Soundlabor, noch mehr Power bekommst du mit dem Eventide H90 Harmonizer*.
Meris Ottobit X als Ergänzung oder Alternative zum Eventide H9
Eine super Ergänzung oder auch Alternative zum Eventide H9 stellt das Meris Ottobit X Multieffekt-Pedal dar. Der Hersteller beschreibt dieses Pedal als eine modulare Engine für Texturen und „Sound-Zerstörung“, die voller „1980er-Nostalgie“ steckt. Effekte wie Bitscrushing, Stotter-und Glitch-FX findest du hier ebenso wie ein VHS-Delay und Reverb oder Filter, Pitch-Shifter, Preamps und Modulationen.
Das ergänzt Ottobit X mit einem Vinyl-Scratch-Looper und Tape-Stop-Effekten. Für viele der Effekte stehen unterschiedliche Typen zur Auswahl, damit wird das Pedal noch vielseitiger. Ein- und Ausgang ist auch für Sterosignale geeignet – auch das ist ein Grund, warum dieser Effekt so gut in ein kleines Soundlabor passt. MIDI steht ebenfalls zur Verfügung, das gefällt uns ebenfalls. Hier bei Thomann* bekommst du das Pedal.
Fazit: Warum dieses Equipment ein „Perfect Match“ ist
In deinem Soundlabor tobst du dich spielerisch abseits der üblichen Pfade aus, forscht in unbekannten Klangwelten, entdeckst neue Sounds und nutzt diese Ergebnisse für deinen kreativen Output.
Die LeafAudio Microphonic Soundbox MKII erzeugt dabei Sounds, die du mit traditionellen Instrumenten so vermutlich nicht unbedingt hinbekommst. Mindestens genauso spannend ist der noch ziemlich neue KORG Phase8. Ein elektro-akustischer Synthesizer mit eingebautem Sequencer und vielen interessanten Möglichkeiten für aufregende Setups in deinem Soundlabor. Als günstige Alternative ist eine Kalimba mit Tonabnehmer einen Blick wert.
Die Ergebnisse aus diesen Geräusch- und Klangerzeugern nimmst du auf oder schickst sie durch einen experimentellen Synthesizer wie den Moog Labyrinth, der bereits für sich genommen eine riesige Spielwiese für das Entdecken neuer Klänge ist.
Dazu passt ein Effektpedal wie das Eventide H9 Max, das den Ergebnissen einen Feinschliff verpasst und ebenfalls neue Soundwelten erschließt. Ein Effekt-Pedal wie Meris Ottobit X passt hervorragend als Ergänzung oder als interessante Alternative.
Weitere Infos
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