Schmidt Vi: Der 25.000-Euro-Synthesizer kommt in deine DAW!

Du wolltest schon immer den berühmten Schmidt Synthesizer besitzen, hast aber keine 25.000 Euro? Dann haben wir gute Nachrichten für dich: Als Schmidt Vi wird es den Synthesizer bald als Plugin für deine DAW geben!
Schmidt Vi
Es gibt viele Synthesizer, die ein empfindlich großes Loch in den Geldbeutel reißen – vom Oberheim OB-X8 über den Groove Synthesizer 3rd Wave bis hin zu den Neuauflagen des Minimoog und KORG PS-3300. Alle verblassen jedoch im Vergleich zum Schmidt Eightvoice, der dich, so er denn gerade erhältlich war, um ca. 25.000 € ärmer machen konnte. Klar, es ist ein handgefertigter Boutique-Synthesizer der absoluten Ausnahmeklasse, aber trotzdem: Das ist schon eine Hausnummer.

Aber es gibt gute Nachrichten: Bald wirst du dir den Synthesizer wohl zu einem Bruchteil des Preises in die DAW holen können. Schmidt hat sich mit UJAM zusammengetan, um den Schmidt Vi zu entwickeln: ein virtuelles Abbild des Eightvoice, das dem Original klanglich in nichts nachstehen soll.
„Der legendäre Schmidt Synthesizer ist nun schon seit 12 Jahren auf dem Markt und wird von vielen namhaften Musikern und Studios eingesetzt“, so Schmidt. „Nach einem Jahr Entwicklungszeit freuen wir uns, auf der Superbooth 26 den Schmidt Vi vorstellen zu dürfen – den Schmidt-Synthesizer als digitales Plugin.“

Der Schmidt Eightvoice ist ein 8-stimmig polyphoner Synthesizer mit ausschließlich diskret aufgebauten Schaltkreisen. Er verfügt über einen vollständig analogen Audio-Signalweg und eine digitale Steuerung, was beim Plugin aber keinen Unterschied mehr machen wird. Die Ausstattung muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Vier Oszillatoren und zwei parallele Signalwege, die jeweils mit mehreren Filtern aufwarten, darunter ein 24-dB-Filter im Moog-Stil und zwei 12-dB-Multimode-Filter. Eine Besonderheit des Eightvoice ist, dass jede einzelne Sektion über eigene Modulatoren wie LFOs und/oder Hüllkurvengeneratoren verfügt.
Wie das im Plugin genau umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Viel ist noch nicht bekannt. UJAM ist vor allem für samplebasierte Instrumente bekannt, arbeitet in der Usynth-Serie aber auch virtuell-analog. Samples allein könnten dem Eightvoice natürlich niemals gerecht werden.

Schmidt Deck
Zusätzlich haben die Hersteller ein zweites Software-Instrument angekündigt. Auch über Deck ist noch nicht viel bekannt, außer, dass es Schmidt-Sounds mit einer einfachen Bedienoberfläche kombinieren soll. Das ist etwas, worauf UJAM sich seit jeher gut versteht, etwa beim im letzten Jahr erschienenen Vox Humana Plugin in Zusammenarbeit mit der Bob Moog Foundation.
Schmidt Vi und Deck: Preise und Verfügbarkeit
Sowohl Vi als auch Deck sollen Mitte 2026 erscheinen. Geplant sind die Plugin-Formate VST3, AU und AAX. Die Preise stehen noch nicht fest – allerdings dürfen wir wohl davon ausgehen, dass sie deutlich unter 25.000 € liegen werden.