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Samples der Woche: GRIP, Beatmaker VICE, Ambisonic Sound Library

Samples der Woche: GRIP, Beatmaker VICE, Ambisonic Sound Library  ·  Quelle: UJAM / Gearnews

Samples der Woche: Boom Library macht sehr ungewöhnliche Software und Plug-ins. Und auch GRIP ist wieder ein sehr interessantes Werkzeug, das besonders beim Sounddesign für Filme gefragt sein wird. Beatmaker VICE dagegen bringt uns den neonfarbenen Glamour von Drummachines der 80er Jahre zurück. Da macht das Aerobic-Training gleich doppelt so viel Spaß. Was haben wir noch? Ach ja, die kostenlose Ambisonic Sound Library des Mikrofonherstellers RØDE und die ebenfalls kostenlose Library of Congress.

In diesem Sammelartikel findet ihr weitere Empfehlungen!

Boom Library GRIP

Boom Library GRIP

Das Plug-in Turbine ist für Maschinengeräusche zuständig, mit GRIP widmet sich Boom Library nun den Sounds von Reifen und Chassis. Wie gewohnt macht das der Hersteller mit einer unglaublichen Detailverliebtheit. Es gibt eigentlich nichts, was ihr hier nicht einstellen könnt: fünf Fahrzeugtypen, Geschwindigkeit, Aufhängung, Beschaffenheit der Oberfläche, Grip und vieles mehr. Die ganzen Parameter lassen sich in Echtzeit steuern und ebenso automatisieren. Das bedeutet präzises Sounddesign für jedes einzelne Frame. Für interaktive Medien oder Games könnt ihr Sounds vorbereiten und als One-Shots oder Loops exportieren.

GRIP läuft als Plug-in (VST, AU, AAX) auf macOS (10.9 oder neuer) und Windows (7 oder neuer). 4 GB RAM sollte im Rechner stecken. Der Download ist 1299 MB groß. ilok ist für die Lizenzierung notwendig. Aktuell ist GRIP noch zum Sonderpreis von 143,20 Euro zu haben – regulär müsst ihr 179 Euro bezahlen.

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UJAM Beatmaker VICE

UJAM Beatmaker VICE

UJAM holt die 80er in die Gegenwart – oder werden wir in die Vergangenheit gebeamt? Entscheidet selbst, was Beatmaker VICE mit der Zeit anstellt. Jedenfalls dreht sich hier alles um Drummachines der 80er Jahre. Linn, Roland, Simmons oder Korg sind die prominenten Herstellernamen der Originale. In diesem Plug-in stecken 10 Drumkits, 12 Smart-Mix Presets und 30 Stile mit dazugehörigen Presets. Ihr müsst also nicht lange herumsuchen und könnt sofort loslegen. 460 Patterns bekommt ihr gleich mitgeliefert, mit MIDI Drag-and-Drop schmeißt ihr die Grooves direkt in die DAW. Auf der Master-Sektion liegen Effekte wie Sweep, Saturate, Maximize oder Ambience. Für jedes einzelne Instrument bietet euch VICE weitere Kontrollen: Type Selector, Filter, Decay und Volume. Wie sich das für eine (virtuelle) Drummachine gehört, stehen individuelle Ausgänge bereit. Als spezieller Parameter wartet die „Time Machine“ auf euch.

VICE ist als VST, AU und AAX Plug-in für macOS (10.11 oder neuer) und Windows (8 oder neuer) erhältlich. Bis zum 3. Mai 2020 bezahlt ihr 49 Euro, danach sind 69 Euro fällig. Wenn ihr das ganze Bundle der Beatmaker Produktserie kaufen wollt, bekommt ihr das in diesem Zeitraum ebenfalls günstiger: 239 Euro statt 345 Euro.

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RØDE Ambisonic Sound Library

RØDE Ambisonic Sound Library

Die Ambisonic Sound Library von RØDE versammelt eine steig wachsende Sammlung von 360°-Aufnahmen, die ihr nach Lust und Laune in eigenen Tracks und Projekten verwenden dürft. Dieses spezielle Format für Surround-Sound fängt auch Höheninformationen ein. Viele der Aufnahmen wurden mit dem NT-SF1 Ambisonic Mikrofon des Herstellers aufgenommen (gibt’s hier bei Thomann*), mit dem kostenlosen Soundfield Plug-in könnt ihr noch weitere Bearbeitungen vornehmen.

Die Aufnahmen stammen von diversen bekannten Sounddesignern, Richard Devine hat sich zum Beispiel extra dafür in einen heißen Whirlpool gesetzt. Die Library ist nach Ambience, Tieren, Menschen, Sound FX und Fahrzeugen sortiert. Neue Audiodateien sollen regelmäßig zugefügt werden. Die Ambisonic Sound Library ist einen Besuch wert.

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Citizien DJ Library of Congress

Citizien DJ Library of Congress

Die Library of Congress ist die öffentlich zugängliche Forschungsbibliothek des Kongresses der USA. Beim Bücherbestand ist dies die größte Bibliothek der Welt, der Medienbestand ist immerhin der zweitgrößte. Dieser kann auch online durchgestöbert werden. Natürlich befinden sich da jede Menge Audiofiles wie Musik, Jingles oder Sprachaufnahmen. Der Künstler und Wissenschaftler Brian Foo hat sich dafür das Citizien DJ Projekt ausgedacht. Die Idee: Über eine Website durchsucht ihr die große Library nach Sounds, die ihr kostenlos benutzen dürft. Im Browser könnt ihr diese dann direkt remixen und mit diversen Drum-Samples kombinieren. Das passiert über ein recht einfaches webbasiertes Interface. Und selbstverständlich dürft ihr die Audiofiles auch herunterladen und für eure eigenen Projekte benutzen.

Noch ist die Citizen DJ Website in einer Art Betaphase. Ihr könnt euch aber schon anschauen, wie alles funktioniert und Feedback ist ebenfalls erwünscht. Der offizielle Start soll im Sommer sein. Alternativ ist wie gehabt die vollständige Library of Congress verfügbar.

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