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Roland V-1HD+ HD Video Switcher

Roland V-1HD+ HD Video Switcher  ·  Quelle: Roland

2015 präsentierte Roland die Vorgängerversion des V-1HD+. Jetzt steckt also ein Pluszeichen hinter dem Namen und Roland verspricht euch hiermit wie die Profis zu switchen, zu mixen und zu produzieren. Praktisch für Streaming, Editing und Live-Events (sobald es wieder solche gibt).

Roland V-1HD+

Der V-1HD+ ist nicht als VJ-Tool konzipiert, obwohl natürlich auch Visual Jockeys bestimmt etwas damit anfangen können. Primär soll dieser HD Video Switcher bei Live-Events oder beim Streaming dienen. Und auch für Video-Editing – speziell dann, wenn ihr eher zur Hands-on-Mentalität neigt und nicht stundenlang mit der Maus rumfrickeln wollt. Hier bedient ihr alles mit Knöpfen und Reglern, der „Schubregler“ für die Überblendungen ist besonders schick (und die am weitesten verbreitete Video-Switching-Steuerung).

Vier HDMI-Eingänge, zwei HDMI-Ausgänge und 14-Kanal-Audio-Mixing warten auf euren Einsatz. Die Eingänge könnt ihr mit Videosignalen aus verschiednen Quellen versorgen. Das können Kameras, Tablets, Computer und Laptops oder auch Game-Konsolen sein. Die Framerates konvertiert der V.1HD+ an den Eingängen, der davon vierte eignet sich für problematische Quellen und kalibriert/synchronisiert diese automatisch mit dem Video-Scaler.

Die zwei Ausgänge weist ihr jeweils einen von drei Video-Bussen zu. Typischerweise dient dann zum Beispiel ein Ausgang der Aufnahme oder dem Livestream und der andere als Vorschau – auch eine Multiview-Ansicht ist da möglich.

Das Interface soll die Bedienung übersichtlich gestalten und euch schnell zum Ziel führen. Mit Quick-Action-Buttons greift ihr auf die gängigen Abläufe zurück, mit einem Tastendruck gelangt ihr in das Systemmenü oder schaltet eine Reihe von Effekten ein und aus.

Roland V-1HD+

Roland V-1HD+

Audiomischer integriert

Ein weiteres Plus betrifft die Audiosektion. Der integrierte digitale 14-Kanal-Mixer kombiniert Audio der HDMI-Quellen mit Mikrofon- und Line-Signalen. Zwei XLR-Eingänge mit Phantomspeisung eignen sich für professionelle Mikrofone, über den 3,5-mm-Eingang schließt ihr ein Lavalier-Mikrofon oder ein Smartphone an. Obendrauf bekommt ihr einen Stereo-Cinch-Eingang, damit seid ihr insgesamt gut aufgestellt. Mit eingebauten Effekten bearbeitet ihr euren Mix oder einzelne Eingänge (zum Beispiel mit einem De-Esser auf dem Mikrofoneingang).

Als Audioausgang stehen zwei 6,3-mm-TRS-Ausgänge bereit, einen Kopfhörer schließt ihr über 3,5-mm-Klinke an. Neben dem Monitoring mit dem Kopfhörer zeigt jeder Analogeingang auch Übersteuerungen auf einer Anzeige an. Wenn ihr einen Multiview-Bildschirm benutzt, könnt ihr euch sämtliche Pegel von Ein- und Ausgängen ansehen.

Ich würde jetzt nicht so weit gehen und sagen, dass der V-1HD+ einen Audiomixer überflüssig macht, aber gerade für Streaming seid ihr hiermit schon ordentlich gerüstet. Und das Gerät will ja auch gar nicht als Audiomischer dienen, sondern primär als Videomischer. Bereits der Vorgänger (hier bei Thomann*) ist für viele Anwendungen schon extrem umfangreich ausgestattet, hier wird alles noch mal erweitert.

Roland V-1HD+

Roland V-1HD+

Die wichtigsten Features des V-1HD+ auf einem Blick

  • HD-Switching-Lösung für Live-Events, Livestreams oder beides gleichzeitig
  • kompakt und portabel für die schnelle Einrichtung
  • automatisches Umschalten von Videos möglich
  • professionelle Audio-Ein- und -Ausgänge
  • Standalone-Video-Switcher und 14-Kanal-Audiomixer
  • Bedienoberfläche mit kurzer Einarbeitungszeit und einfacher Bedienung
  • Effekte und Keying-Engine mit vier Layern
  • acht Preset-Speicherplätze für den Cue-Abruf visueller Layouts

Verfügbarkeit und Preis

Ihr könnt den V-1HD+ bereits jetzt bestellen (hier bei Thomann*), geliefert wird ungefähr ab Mitte November 2020. Der Preis beträgt 1314 Euro. Danke an dflt für den Hinweis!

Weitere Infos

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