von  Moogulator  | |  Lesezeit: 5 Min
Realistische Drumsounds

Realistische Drumsounds  ·  Quelle: Moogulator Archiv (Shiny Toys Fest)

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Heute im Synthesizer JournalRemote Keys, realistische Drumsounds, die dennoch synthetisch sind, und ein Einblick in beide Welten.

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Realistische Drumsounds neu erfinden

Bisher gibt es eine Menge Drumsynthesizer und Grooveboxen, wie den Elektron Syntakt oder die Roland TR-1000, mit einer guten Spanne an synthetischen Grundideen. Das ist reizvoll, aber nicht alles, was möglich ist. Welche Option zur „Synthese“ von „realistischen Drumsounds“ gibt es neben dem Modularsystem noch? Geht das auch anders? Natürlich. Die klassischen Elektro-Sounds sind sicher nicht ohne Reiz, aber manche Tracks hätten gern eine synthetische Snare, die nicht unbedingt synthetisch „klingt“.

Darüber produzierten wir kürzlich eine Sendung auf YouTube. International existieren zudem lehrreiche Videos, die nicht zu nerdig ausfallen und sich mit normalen Standardmitteln einer DAW und einem durchschnittlichen Synthesizer umsetzen lassen.

Hier folgt nun eine Reihe von Videos über Bassdrums und Snares. Vieles davon lässt sich auch auf Toms und mehr anwenden – mit Einsatz von FMRaum und viel Equalizing in mehreren Schichten, um „realistische Drumsounds“ zu erhalten. Vieles davon ist noch nicht in Drumsynths eingezogen.

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Der Trick bei diesen „neuen“ Ideen für realistische Drumsounds liegt in vier Arbeitsschritten.

Mehrere Schichten bilden das Fundament. Die erste stellt den eigentlichen Schlag dar. Eine weitere modelliert die direkte Wirkung „aus dem Mikrofon“. Eine dritte Ebene übernimmt den Raumanteil. Dabei spielt der klassische tonale Klang als Basis eine Rolle, wie er auch bei synthetischen Modellen Standard ist. Die meisten Synth-Drums lassen eine oder zwei dieser Schichten weg.

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Neu ist das gezielte Hervorheben von Obertönen bei der Bassdrum, die ebenfalls aus Raumanteilen besteht. Die Ergebnisse lassen sich deutlich hören, obwohl nur Allrounder wie Serum und Logic Pro als Vorführmittel dienen. Knochentrockene Standards erhalten dadurch deutlich mehr Charakter. Als Rausch- und Klangteppich dienen kurze Impulse und auch FM, um gleichförmig wirkendes weißes Rauschen zu vermeiden, das zu schnell als künstliche Quelle erkennbar wäre. Und ja, auch analog lässt sich viel Aufwand investieren. Hier mein Versuch, die „beste“ analoge realistische Snaredrum zu entwickeln.

Bei der Snare lässt sich ein Kammfilter bzw. ein Delay mit Feedback in einer DAW leicht als Resonator zweckentfremden. Dieser Effekt lässt sich betonen oder subtil einsetzen, stimmen und mit Equalizern fein abstimmen, die sich in der DAW schnell konfigurieren lassen.

Klassische leichte Verstärkungen und Absenkungen gehören weiterhin dazu. Viele Produzenten schichten bekannte Drums übereinander und komprimieren sie, um ein Rauschen herauszuarbeiten. Das erweist sich als wenig effizient. Die gezielte Bedämpfung des Delays formt jedoch eine charakteristische Drum-and-Bass-Snare oder eine moderne Elektro-Bassdrum, die frisch wirkt und nicht so verbraucht klingt wie Klassiker.

Nur wenige Synth-Drums integrieren solche Ansätze, weshalb hier viel Raum für eigene Kreationen bleibt. Die Clavia Nord Drum 3P bewegt sich in Teilen bereits in diese Richtung, doch das Potenzial bleibt groß. Neue Drummachines könnten solche Konzepte künftig mit gezielten Parametern überzeugend umsetzen. Eine akustische Snare wäre dann nicht zwingend erforderlich:

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Keytar in der Popmusik

Früher nannte man sie eher Umhängekeyboard, und nach dem – von einigen subjektiv als musikalischen Unfall empfundenen – Modern Talking wagte sich zunächst nicht mehr jeder mit einem solchen Gerät auf die Bühne. Heute taucht sie wieder auf, wenn auch vorsichtig.

Eine davon ist Sophie Grey, die sich klar im Pop-Bereich verorten lässt.

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Interessant ist, dass die Hersteller hier nahezu wieder zurückgerudert sind. Sie bieten inzwischen weniger entsprechende Geräte an. Roland war bekannt für Lucina und AX-SynthKorg produzierte vor Jahren wieder entsprechende Steuerkeyboards. Das Wort Keytar (Keyboard-Guitar) ist nicht immer eindeutig definiert, dennoch verwenden immer weniger Leute andere Bezeichnungen.

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Wir müssen schauen, ob so etwas „wieder zurück“ kommt oder ob bestehender kleinere Synthesizer einfach dazu „umfunktioniert“ werden. Es gab entsprechende Halterungen für Microkorg und generell ließen sich Hydrasynth oder ähnliche Synths dazu „missbrauchen„.

Wir müssen beobachten, ob so etwas wiederkehrt oder ob bestehende kleinere Synthesizer einfach dafür umfunktioniert werden. Es existierten entsprechende Halterungen für den microKORG, und generell ließen sich Hydrasynth oder ähnliche Synths dafür zweckentfremden.

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Hier noch einige Erklärvideos von Imogen Heap mit Keytar. Teilweise liegend aufgebaut und für einzelne Songs eingesetzt, nutzen einige Bands solche Konzepte, meist eben jenen AX-Synth, wie etwa auch Human League. Dadurch entfällt die Distanz zum Publikum, man agiert beweglicher. Man kann sagen, dass der AX-Synth aktuell nahezu dominant auftritt.

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Manche Entwicklung übertrieb es jedoch ein wenig.

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Howard Jones hat sich in den Früh-Achtzigern einen Moog Prodigy um den Hals gehängt, er ist eher schwer und dafür war er nicht gedacht. Hingegen landete der dafür gemachte SH-101 eher bei Trans-X ins Set, aus optischen Gründen.

Howard Jones hängte sich in den Frühachtzigern einen Moog Prodigy um den Hals. Das Instrument ist eher schwer und war dafür nicht gedacht. Hingegen landete der dafür konzipierte SH-101 eher bei Trans-X im Set – aus optischen Gründen.

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Realistisches Wasser als realistische Drumsounds

Es existieren viele Wege, Wasser per Synthesizer zu erzeugen. Sehr schnelle Hochfrequenz-LFOs weit über 100 Hz mit Sample-and-Hold liefern eine gute Quelle für „Wasser-Klänge“ oder Regen. Hier setzt sich jedoch jemand genauer mit dem Thema auseinander.

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