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Native Instruments Traktor Kontrol S8

Der State-of-the-Art Performance-Controller Traktor Kontrol S8 entert die Verkaufsregale.  ·  Quelle: Native Instruments

Nicht einmal fünf Wochen hat es von der offiziellen Ankündigung bis zum Verkaufsstart des NI Kontrol S8 gedauert. Zwischendurch servierte uns der Hersteller Native Instruments standesgemäß einige Teaser-Videos, die die neue Wunderwaffe in Action zeigen. Nun ist sie da und schon driften die Kommentare auf Natives YouTube-Channel stark auseinander. Können einige User es kaum noch erwarten, das neue DJ-Tool in den Händen zu halten, reden andere hingegen von „Spielzeug“ und behaupten, man ruiniere das DJ-ing. Einer der Hauptgründe, warum die Meinungen über den „Traktor-Achter“ soweit auseinandergehen, dürfte der Verzicht auf Jogwheels sein. Ein Aspekt, der gerade für Scratcher und Beat-Schubser relevant ist.

Vergleicht man den S8 mit seinem Vorgänger S4, entdeckt man in der Tat ein radikales Re-Design der Deck-Sektionen. Der Eyecatcher schlechthin sind hier natürlich die Vollfarb-Displays, die relevante Informationen zu den Track-Decks, den Sample-Decks und der Musik-Library „right-by-hand“ liefern und den Blick zum Notebook-Screen über weite Teile der Mix-Session obsolet machen dürften. Ferner haben sich Native Instruments dazu entschlossen, einen „abgespeckten“ Kontrol F1 mit Fadern, Pots und multifunktionalen Pads in jedes Deck zu integrieren, was den Fokus noch stärker auf das Live-Remixing lenkt.  Des Weiteren wäre die überarbeitete Transport-Sektion mit dem Ribbon-Controller zu nennen, der in dieser Form erstmalig beim X1MK2 im Traktor-Universum gesichtet wurde. Natives neues Flaggschiff-System ist zudem mit einem „standalone“ Vierkanal-Mixer ausgestattet, der es ermöglicht, ein Analog-Digital-Setup mit Traktor Scratch Pro 2 einzurichten. Somit ist eine Steuerung der Decks via Timecode-Medium auf dem Turntable oder im CDJ gewährleistet.

Eine stattliche Feature-Dichte hat bekanntlich ihren Preis und so kostet Native Instruments Kontrol S8 mit 1199 Euro (UVP) deutlich mehr als der „kleine Bruder“ S4 (aktuell bei Thomann für 679 Euro gesichtet). Wie er sich damit im Konkurrenzfeld behaupten kann, werden wir in wenigen Monaten wohl erfahren, ich selbst bin jedenfalls schon sehr gespannt darauf, das Teil unter den Händen zu haben und ein paar Runden damit zu „drehen“. Besonders die multifunktionale Remix-Sektion und die Option, während der Performance den Notebook-Screen weitgehend unbeachtet zu lassen, könnte für manchen DJ vielleicht das „Zünglein an der Waage“ darstellen, wenn es darum geht, zum Jahresende den eigenen Gabentisch zu decken.