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Modular-Boutique Recosynth

Modular-Boutique Recosynth  ·  Quelle: Recosynth / A.Joly

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Die Modular-Boutique zeigt heute ein Siebziger Jahre Design von Recosynth (Arthur Joly), ein paar hilfreiche Kabelklammern von AI Synthesis, sowie einige Module von Takaab und Boredbrain.

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Arthur Joly Recosynth Design

Eigentlich kennen einige diese Optik eher von Love Hulten. Aber dieses Mal hat sich der Macher von sonst eher noch mehr dem RetroLook und stets mindestens einer oder zwei ungewöhnlichen Ideen verabschiedet, um ein Eurorack-Basissystem zu bauen. Es besteht aus folgenden Grundmodulen:

  • 3 – VCOs – CEM 3340
  • 1 – 24dB / Oktave – Filter
  • 2 – Hüllkurven (ADSR)
  • 1 – Sample and Hold
  • 1 – Rauschgenerator + Dividers
  • 1 – VCA
  • 1 – Netzteil ( +12V , G , -12V)

Sie sehen ein wenig wie Doepfer-Systeme aus, die in eine Zeitmaschine geraten sind. Es handelt sich aber um Eigenentwicklungen, die (nicht nur) für den Einsteiger in ein passendes Modulsystem mit ansprechender Optik versehen wurden. Diese wird primär aber auch durch das Case definiert. Die Tastatur hat vermutlich jeder bereits erkannt. Das ist ein Arturia Keystep. Alle Modulars von Arthur Jolie sind nicht in großen Mengen im Angebot, sondern eher Einzelanfertigungen. Der Preis ist mit $7,000 Brasilianische Dollar günstig zu nennen. Das sind etwa 1145 Euro. Da die Währung eher instabil ist, kann der Preis, von Europa aus gesehen, innerhalb einiger Tage sinken.

Boredbrain Optx, Injectr und EQX5

Drei höchst unterschiedliche Module von Boredbrain sind ebenfalls neu und hier in der Modular-Boutique. Sie verbindet, dass sie für die Verbindung in andere Welten gedacht sind. So ist Optx ein Wandler für ADAT und hat seinen Namen von den optischen Anschlüssen. Zu jedem der beiden optischen TOS-Link-Anschlüssen gehören jeweils 8 Ein- und Ausgänge.

Ein Wahlschalter stellt Sample-Raten von 44,1 und 48 kHz bereit. Diese Idee ist für Modulsysteme interessant, da das Expert-Sleeper-Prinzip der Gleichstromabgabe über die Wandler hier auch greift. Sicher lassen sie sich für Audio-Recording nutzen, gedacht hat sie der Hersteller aber als Mittler zwischen CV und DAW. Anders als bei Expert Sleepers sind es hier einfach zwei gleich große Anschlüsse. Dort sind es meist unterschiedliche Eingangs- und Ausgangskanäle.

Ein weiteres Modul ist der Gitarren-Amp „Injectr„. Hier warten AmpSimulatoren mit den typischen Knöpfen wie Presence, Character und Drive auf alle, die ihr System mal mit Gitarre oder anderen elektroakustischen Instrumenten verbinden möchten. Es liefert sogar einen eigenen Effektstrang (im Sinne von Effektweg in beide Richtungen) und extrahiert per EnvelopeAnalyse ein Signal für die Steuerung des Modular Systems.

Als dritte Neuvorstellung steht EQX5 bereit angeschaut zu werden. Es handelt sich um einen 5-bändigen Equalizer in stereo. Interessant sind die vielen Steuereingänge!

bored-injectr-eq5x-optx

bored-injectr-eq5x-optx

Takaab Filter D308

Eher ungewöhnlich ist ein neues Filter mit vier Betriebsarten und Drive. Der entscheidende Punkt dieses Filters ist nicht Resonanz zu haben (hat es nicht), sondern nur auf verschiedene Weisen zu filtern und zu verzerren. Diese vier Betriebsarten klingen entsprechend verschieden und damit meine ich „interessant verschieden“ oder auch „sinnvoll verschieden„. Das Demovideo zeigt das im letzten Fünftel.

Der Preis und die Verfügbarkeit ist noch nicht klar, da das Filter noch nicht auf der Shop Website aufgetaucht ist. Aber der „RLFO“ aus dem Video (direkt links neben dem Filter mit einer Sample & Hold Einheit und Rauschgenerator) ist für 2200 Baht zu haben. Das sind 56 Euro. Das ist sicher günstig zu nennen.

Kaufen und anschauen kannst du die Module auf der Website von Siam Modular, eine Art Schneidersladen von Thailand.

Takaab RLFO und Filter

Takaab RLFO (links) und Filter D308 (rechts)

Bela Pepper / Thonk

Bela ist eine kleine Rechenplattform und daher für alles Mögliche geeignet. Mit dem Pepper-Modul hat man eine generische Bedienoberfläche mit jeweils 10 Eingängen und 10 Ausgängen, davon sind zwei als Audio- / Stereosignale gedacht und der Rest als Steuerspannungen definierbar.

Die vier Taster und 8 Potis mit kleinem Display sind eine gute Basis für fast alles. Das Modul ist mit Csound, Pure Data, Supercollider oder C++ programmierbar. Wer nicht programmieren möchte, kann sich aus einer großen Datenbank die nötigen fertigen Programme laden und einspielen.

Das Konzept erinnert an Module wie Befaco Lich (auch ein Kandidat der Modular-Boutique). Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Es gibt Drum Machines und Drum Synths, Mehrkanal-Audio-Looper, Schräge „Inharmonic“ Oszillatorbänke, Effekte, Granularmaschinen, Stimm-Synthesizer, Formantschieber und vieles mehr. Die „teuerste“ fertige Variante via Thonk kostet 209,50 Britische Pfund. Eine Platine und Frontplatte für freundliche Löter gibt es schon für 30 Pfund.

Bela Pepper

Bela Pepper

Ai Synthesis Kabelführung

Es ist durch die Bilder leicht erklärt, aber ungemein praktisch für Modularisten mit Faible für aufgeräumte Kabelbäume. Sie können mit den Rackschrauben jeweils an vier Löcher eines Eurorack-Moduls befestigt werden. Dadurch entsteht eine kleine Kabelführung und Platz für die Bedienelemente. Ein schönes Add-on für alle Fans unserer Modular-Boutique.

Das ist sehr chic und sieht gut aus. Der Preis ist mit $10 Dollar pro 10 Haltern angegeben. Übrigens gibt es auch neue schwarze Frontplatten für einige Module. Schau einfach auf die Website von AI.

Videos zur Modular-Boutique

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