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Mini-Oramics Snythesizer Goldsmiths

Der Mini-Oramic Synthesizer  ·  Quelle: www.gold.ac.uk/news/mini-oramics/

Daphne Oram Oramics 70s Optischer Synthesizer

Oram "programmiert" ihre Erfindung, den "Oramics" Synthesizer  ·  Quelle: www.gold.ac.uk/news/mini-oramics/

Das Vorbild für den Mini-Oramic ist eine kleine Version des in den 1970ern entwickelte optische Synthesizer „Oramics“, den die britische Elektropionierin Daphne Oram konstruiert hatte. Nun hat ein Student aus London ihre nie vollendeten Pläne aufgegriffen, modernisiert und verkleinert und so den Mini-Oramics geschaffen, den die Dame aufgrund von Geldmangel nie verwirklichen konnte.

Der Oramics Synthesizer könnte grob als optischer Synthesizer beschrieben werden: Man nehme mehrere 35 mm leere Filmrollen und bemale diese mit Punkten, Linien und Wellen. Kann man sich wie eine stufenlose Piano-Roll in der DAW vorstellen, die von der einen Seite zur anderen wie in einer Tonbandmaschine gezogen wird. Diese „Noten“ triggern in einem optischen Sensor einen Klangerzeuger, der die Informationen in Timbre, Frequenz, Amplitude und Dauer übersetzt. Durch die mehreren Filmstreifen wird es zu einem echten polyphonen Synthesizer.

Warum gibt es heute nicht mehr derartig spannende Entwicklungen? Oder verpasse ich die nur und die Innovationen gehen in der Masse der immer wieder „gleich klingenden“, modernen Synthies unter? Egal ob Hardware oder Software, so richtig spannende und experimentelle Entwicklungen der letzten Jahre kann ich für mich an einer Hand abzählen.

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann viel auf der Seite der Goldsmiths Universität nachlesen: Hier über Daphne Oram und ihren Oramics Synthesizer und hier zum neuen Mini-Oramics. Finde ich klasse, dass sowas aufgearbeitet wird. Zugegeben, die Videos des Mini-Oramic sind etwas verwirrend, da nicht klar wird, wo der Ton letztendlich ausgelöst wird. Wer an dem Prinzip und einer Soundprobe des Originals interessiert ist, der sollte sich das zweite Video ansehen.

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