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Leuchtende Tasten, Bewegungssensor und kabellos andockbare "Keys" klingen vielversprechend  ·  Quelle: playkeys.io

Auch die Kleinsten sollen so lernen können  ·  Quelle: Youtube / Opho Keys

Parameter Modulation live per Handbewegung klingt ziemlich cool  ·  Quelle: Youtube / Opho Keys

Ich habe in der Vergangenheit oft versucht, mir selbst Klavierspielen beizubringen, bin aber entweder durch fehlenden Elan oder schnelle Erfolge daran gescheitert. Auch der Geiz, einen Lehrer zu bezahlen, ist für ein klassisches Instrument sicherlich die komplett falsche Einstellung. Ist das Keys der richtige Weg, Menschen ein Instrument näher zu bringen?

Im Prinzip ist es zuallererst ein USB-MIDI-Keyboard mit riesigen Tasten. So groß, dass es gerade so durch die Anordnung an eine Klaviatur erinnert. Opho, der Entwickler und Hersteller, lässt die Tasten mittels eingebauter LEDs aufleuchten, wenn die Taste gedrückt werden soll. Das klappt aber nur mit einem iPhone und einer entsprechenden (kostenlos dazu gelieferten) App. Wer wie ich kein iPhone besitzt, hat Pech. Ich finde auch die Intension des Herstellers sehr gut, den Menschen auf einem einfachen und intuitiven Weg ein Musikinstrument beizubringen, aber warum dann mit einem so unüblichen Design für Klaviertasten? Damit erlernt man niemals das Gefühl, das man eigentlich für Tasten braucht. Sonst hängt man doch ewig auf diesem Modell fest, weil man sich nur schwer an die ursprünglichen Tasten gewöhnen kann – oder?!

Dennoch macht das Ding als MIDI-Controller auch einiges her. Durch die USB-MIDI-Schnittstelle ist es mit allen herkömmlichen DAWs auf Mac und PC kompatibel. Wem die 24 Tasten zu wenig sind, der kann einfach weitere „Keys“ an die Seite andocken – mit Magnetkopplung und kabellos. Im Endgerät ist es weiterhin ein einziger MIDI-Controller. Die Stromversorgung wird dabei über einen integrierten Akku mit bis zu acht Stunden Laufzeit gewährt. Genial!

Neben den Tasten hat der 20 x 320 x 106 mm große Controller auch noch einen Bewegungssensor eingebaut, mit dem man oberhalb der Tasten einfach mit einer Handbewegung Parameter modulieren kann. Das könnte vor allem für Live-Performer interessant sein – einen Dubstep-Wobbel per Hand erzeugen, würde bei mir im Publikum besser ankommen als mit einem langweiligem Regler.

Zum Lieferumfang gehört weiterhin neben zwei, nicht näher genannten, kostenlosen Apps ein Softbag, das USB-Kabel, ein Quickstart-Guide und eine iPhone Docking-Station. Und nun das Beste: Auf Indigogo kann man sich noch 32 Tage (Stand: heute) Early Birds für 88 USD sichern! In den USA ist der Versand kostenlos, internationale Backer müssen 20 USD zusätzlich bezahlen. Im Vergleich zu den später veranschlagten 129 USD (UVP) ist das immer noch günstiger.

Wären hier Tasten wie bei einer echten Klaviatur vorhanden, müsste ich schwer mit mir ringen, mir nicht eins zu bestellen. So warte ich lieber auf die reguläre Markteinführung und probiere es vorher aus. Mehr Infos gibt es auf der Herstellerseite.

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