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Leak: Apple bereitet die nächste Prozessor-Generation vor - noch schneller!

Leak: Apple bereitet die nächste Prozessor-Generation vor - noch schneller!  ·  Quelle: Apple / Gearnews

Die ersten aktuellen Apple MacBooks Pro 13“, das Air-Modell und die Mac minis mit integriertem M1-Prozessor wurden in diesen Tagen an Endverbraucher ausgeliefert. Erste Testergebnisse sind, wie erwartet, mehr als überwältigend. Denn die Performance ist wirklich phänomenal. Und das sogar jetzt schon mit professionellen Musikanwendungen. Das neue Logic Pro scheint auf einem MacBook Air mit M1 einen Mac Pro um Längen abzuhängen. Jetzt melden sich erste Leaker mit „Ergebnissen“ (oder eher Prognosen?) der kommenden M1-Generation. Und die soll dem Ganzen nochmals mehr Schub geben. Unglaublich? Oder eben: Apple.

Der nächste Apple ARM-Prozessor wird noch schneller

Das ist sicherlich nicht unerwartet und sollte klar sein: Der nächste Apple ARM-Prozessor, nennen wir ihn mal „M1X“, wird (oder ist) natürlich wesentlich leistungsstärker. Jetzt meldet sich der erste Leaker @LeaksApplePro via Twitter mit der Nachricht:

„if you think M1 is fast, you haven’t seen M1X“

Dieser soll laut seiner Aussage zwölf Cores (anstatt acht im M1), also acht Performance Cores und vier High Efficiency Cores besitzen. Das kommende MacBook Pro 16“ sowie den nächsten iMac wird Apple damit ausstatten. Und das heißt: Power ohne Ende. Und das wiederum bedeutet: extrem viele neue Möglichkeiten für Entwickler! Die Zukunft der neuen Rechner-Generation ist definitiv eingeläutet.

Der Electronic Music Producer Robert Babicz (a.k.a. Rob Acid) schreibt zu einem ersten Testlauf mit seinem neuen M1 MacBook Air (8 GB Variante):

„kleine Anmerkung von mir, habe meinen MacBook Air heute bekommen. das teil ist eine bombe. und Ableton (A.d.R. aktuelle Beta-Version 10 und 11) läuft sogar schon, zwar als Emulation (A.d.R. Rosetta 2) aber läuft. meine Hauptsoftware ist aber logic, und das ist wirklich eine neue Welt. ich kann bis zu 1000 !!!!!! plugins auf einmal laufen lassen auf der kleinen machine…. mein Hauptrechner ist eigentlich ein Mac Pro mit 64gb ram, aber der kleine air mit seinen 8gb macht den einfach platt ohne auch nur warm zu werden…… es ist mega krass Leute !!! also ich hatte heute zum test 208 spuren mit mega viel plugins bei 128 buffer auf…. es lief flüssig…. ach und noch nebenbei, das ganze war auf battery Leistung…… jetzt ist es grad fast 11 abends und der Rechner läuft schon den ganzen tag, bin immer noch bei 21% battery ….. verrückt“

Das klingt mehr als verblüffend und liest sich eigentlich eher wie ein Traum! Was meint ihr?

Software-Kompatibilität mit ARM

Sehr schön ist auch, dass einige Entwickler schon erste Testläufe mit ARM-kompatiblen Plug-ins und Software starten. Und die scheinen positiv verlaufen zu sein. Hier bei gearslutz.com findet ihr eine sehr ausführliche Datenbank an Herstellern mit Aussagen zur macOS Big Sur und ARM-Kompatibilität. Software, die unter Rosetta 2 in Echtzeit emuliert wird, erreicht natürlich nicht diese Werte. Aber manche Tests zeigen, dass die Performance trotz dieser Emulation mit immer noch aktuellen Intel-Macs konkurrenzfähig ist.

Die nächsten Mac-Rechner werden im ersten Quartal 2021 erwartet. Laut eines weiteren Leaks könnte Apple das 16“ MacBook Pro zuerst vorstellen, gefolgt von einem 24“ iMac (März). Das 27“-Modell soll auf sich warten lassen. Vielleicht spendiert der Hersteller diesem Modell ein Bildschirm-Upgrade auf mögliche 30“. Das wäre ein weiterer Schritt nach vorne.

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11 Antworten zu “Leak: Apple bereitet die nächste Prozessor-Generation vor – noch schneller!”

  1. stephan sagt:

    Höre ich da etwa Weihnachtsgeschenke für die Gearnews-Redaktion heraus? :oP

    ICH MÖCHTE DAS HABEN, BITTE BITTE BITTE!!!

  2. Benny Lava sagt:

    Es werden noch schnellere Prozessoren entwickelt. Was für eine Nachricht, damit konnte ja keiner rechnen.
    Gut, dass es diesen „Leak“ gibt.

    • sndrsklr sagt:

      Ich war beim Lesen des Titels auch erstmal genervt. Warum nicht einfach mal ein paar Jahre warten und dann was richtig großes auftischen statt jedes Jahr immer wieder die selben „revolutionären“ Releases, die im Grunde einfach nur kleine Upgrades sind. Auch wenn die neuen Prozessoren natürlich ein guter Sprung nach vorne sind und ich das prinzipiell begrüße, ist die erste Generation noch nichtmal richtig angekommen und schon wird wieder die ganze PR Maschinerie für die nächste „Sau“ angeworfen. In Sachen Nachhaltigkeit eine glatte 6 in meinen Augen. Mein 2013er iMac läuft immer noch ohne Probleme.

      • Jürgen sagt:

        Ähnliches denke ich mir bei den neuen Apple-Geräten inzwischen auch. Da wird mit recycelten seltenen Erden und grünem Strom in den Fabriken geworben, dann aber jedes Jahr alles erneuert. Die neuen iPhones zum Beispiel sind auch noch schwer zu reparieren und es wird bewusst daran gearbeitet, immer wieder das „Will ich haben“-Gefühl zu erzeugen.

        Vielleicht besser mal Gebrauchtes kaufen, anstatt immer Neu und die Berge an Elektroschrott nicht weiter anwachsen lassen.

        • claudius sagt:

          Definitiv! Einerseits funkitioniert mein iPhone6 immer noch hervorragend, bekommt eben kein neues OS mehr ab. Andererseits habe ich es durch ein Galaxy S7 ersetzt und ein Google-freies Android drauf gespielt, das sogar aktueller als das von Samsung unterstützte ist. Das ist nicht so gut was Musikapps angeht, als Telefon ist es aber toll und ohne Software von Apple oder Google und damit ein Stück „Altes weiter nutzen“. Auch mit Computern geht das. Entweder bastelt man selbst Lösungen oder schaut, was die Hackintosh-Community zu bieten hat, oder steigt eben auf ein anderes OS um.

  3. Larifari sagt:

    …haut mich um, wohlwissend dass Rob eine verlässliche Quelle ist…
    Starkes Stück, die einzige Frage ist – noch auf M1x warten oder nicht.

    • Applesnoranges sagt:

      Naja schön wäre schon M1x und größerer bildschirm und alles besser. Wenn der 16 zoller m1x aber wie ich erwarte ab 2500+ einstiegspreis beginnt , verglichen mit 1100 für ein Air m1 …. Also für mich ist das ein preisunterschied den ich mir gerade in corona zeiten nicht leisten kann.

  4. Labofmusic Records sagt:

    so ein Schwachsinn… „einen Mac Pro um Längen anzuhängen..“ das ist einfach nur Klickbait und sonst nix. Habe gestern den Mac Pro mit nur 8 Kernen dem neuen M1 MacBook gegenübergestellt. Mit Logic Pro laufem auf dem M1 etwas über 400 Serum Instanzen, was schon brutal gut ist, keine Frage, der M1 ist ein Monster… Beim Mac Pro habe ich nach 650 Instanzen vom Serum aufgehört… Ich will gar nicht wissen, was ein Mac Pro mit 34 Kernen anstellen kann

    • Gerald sagt:

      Absolut richtig. Die zugegebenermaßen große Stärke des M1 ist die Performance pro Watt, das ist wirklich Wahnsinn. Was die Performance an sich, vor allem bei Multicore-Auslastung angeht, ist noch viel Luft nach oben, vor allem im Vergleich mit Threadripper, Xeon und Co.
      Die betriebsblinden Apple-Fanboys tun ja so, als würde der M1 einen Benchmark-Rekord nach dem Nächsten aufstellen… ich denke nur an „Schneller, Höher, Weiter, Apple!“ als Titel… das Wunder ist vielmehr, dass er nicht völlig abgehängt ist, sondern zumindest in der richtigen Liga spielt, was ja am Anfang der Ankündigung zum ARM-Umstieg bezweifelt werden konnte.

  5. Falk sagt:

    Was da alles kommt ist Wahnsinn. Der aktuelle M1 ist schon eine Rennmaschine. Habe den Mac mini M1 mit 8GB im Studio probiert. Das Teil rennt unter Logic einfach Wahnsinn. Ärgerlich ist nur, dass manche Sachen einfach nicht laufen. Sonaworks, Native Instruments lassen sich nicht installieren oder funktionieren nicht. Nach einem Update auf die aktuelle Big Sure Version 11.01 läuft auch der notwendige Launcher meines Interfaces von Antelope Audio nicht mehr. Also leider erstmal wieder Pause mit dem M1 im Studio.

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