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Sogar in den sonst sehr umständlichen Strat-Input passt JACK rein  ·  Quelle: kickstarter.com

Die WLAN-Verbindung kann zu jedem WLAN-Empfägner aufgebaut werden, der sich in der Nähe befindet.  ·  Quelle: kickstarter.com

Das überrascht mich wirklich: Am Montag hatte ich beim Arturia-Interface noch die WLAN-Idee um den Kabelsalat zu vermeiden als unrealistische Phantasie abgetan. Heute belehrt mich eine Kickstarter-Kampagne eines besseren: Ein kleines Team aus Edinburgh entwickelt Sender und Empfänger für Gitarristen, die nicht auf Funk oder Bluetooth setzen wollen, sondern auf WLAN.

Das Prinzip dahinter könnte einfacher nicht sein: Adapter 1 in die Gitarre, Adapter 2 in den Amp oder das Interface am PC, Knöpfchen zur sicheren WPS-Verbindung drücken und losdaddeln. Dabei ist man aber nicht auf einen Empfänger-Adapter angewiesen, sondern könnte auch direkt zum Router, Laptop, Tablet oder Smartphone verbinden und mit der mitgelieferten App direkt in die DAW einspielen. Dabei ist es über die WLAN-Verbindung bis zu 13 mal schneller als die herkömmlichen Bluetooth-Lösungen, die man sonst vom Bühnenalltag her kennt. Aktuell kann man sich mit dem JACK-Adapter 20 Meter vom Empfänger wegbewegen, später sollen es noch mehr werden.

Zusätzlich sind am Gerät ein Kopfhöreranschluss, ein USB-Port und ein Lautstärkeregler an der Seite vorgesehen. Betrieben wird es über zwei AA-Batterien. Auf Kickstarter muss man mindestens 148 USD für einen Adapter zahlen, für das komplette Paket sind 280 USD nötig. Kein echtes Schnäppchen, aber auch nicht überteuert. Mein Kritikpunkt ist der Formfaktor. Das Design scheint mir noch nicht ganz ausgereift zu sein. Der Adapter ist relativ groß und scheint an der Gitarre in der Buchse hin und her zu wackeln. Da passiert hoffentlich noch etwas bis zum Marktstart, und wenn es nur ein Käbelchen ist, das den Gegenpol am Gurt bildet. Immerhin ist der Stecker am Sender so flexibel, dass es in jede herkömmliche Gitarre passt.

Hier geht es zur Kickstarter-Kampagne. Hoffentlich bekommen die Herrschaften im Nachhinein keine Probleme bei der Namensgebung mit JACK, der ASIO Alternative von Linux.

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Das ist mal cool. Aber schon ein ganzschöner Klotz.